Der Letzte Tanz
von
Matthew B.
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Da sitzt er nun und weiß einfach nicht weiter, was soll er tun?
Er kann es einfach nicht mehr ertragen - die Last, das Leid und die Probleme.
Er sieht keinen Ausweg mehr, nur noch das Mädchen, das er liebt,
hält ihn auf dieser Welt.
Doch bald merkt er, dass seine Gefühle von ihr nicht erwidert werden und als
ihm das klar wird, ist alles vorbei.
Er versucht noch seinen Mitmenschen klarzumachen, dass er Hilfe braucht,
doch keiner versteht seine Andeutungen.
Wenn doch nur wenigstens einer da wäre, der ihn in die Arme nimmt und sagt:
„Ich bin immer für dich da!“.
Aber nein, er ist ganz alleine, es gibt niemanden, der ihm hilft, er sieht nur noch einen
Ausweg aus den Problemen und Qualen.
Bedrückt geht er in die Küche, nimmt sich ein Messer und führt es ganz langsam an seinen Arm. Erst zögert er, doch dann sticht er zu.
Mit dem Blut kommt auch die Erlösung, er fühlt sich endlich frei, so frei, wie schon lange
nicht mehr. Das Blut fließt über seinen Arm und bildet eine Pfütze auf dem Küchenboden.
Er taucht seine Fingerspitze in das Blut und fängt an eine Nachricht zu Schreiben.
Ich verlasse nun diese Welt.
Trauere nicht um mich, denn ich bin frei, frei von allen Qualen
und allen Problemen.
Ich werde immer auf dich aufpassen und hier auf dich warten,
denn ich liebe dich.
Ihn verlassen die Kräfte und nun spürt er auch den Schmerz,
welcher größer und größer wird.
Doch dieser Schmerz ist nicht schlimm, sondern wunderschön,
denn er bedeutet Freiheit.
Als das Mädchen erfährt, was passiert ist, macht sie sich Vorwürfe, denn sie sagte ihm nie,
dass sie ihn liebte.
Nun weiß sie nicht weiter und will schnell bei ihm sein.
Sie fährt mit ihrem Auto auf die Autobahn und ihr einziger Gedanke ist, auch zu sterben.
Mit hoher Geschwindigkeit fährt sie auf die Gegenspur und baut einen Unfall.
Als sie in ihrem Auto erwacht, kann sie die Polizei- und Krankenwagensirenen
hören.
Sie beginnt zu weinen, denn sie ist immer noch nicht bei ihm. Geblendet von einem Sonnenstrahl blickt sie auf und bemerkt an der zerbrochenen Frontscheibe einen Zettel, auf welchem geschrieben steht:
„Ich passe auf dich auf, egal was passiert.
Wir werden uns wiedersehen, wenn die Zeit gekommen ist.
Ich werde für immer auf dich warten.“
Im Alter von 87 Jahren geht die Zeit für die Frau langsam zuende.
Vom Leben geschwächt, liegt sie in ihrem Bett und wartet auf den Tod.
Umringt von ihrer Familie, sieht sie ein Licht auf sich zukommen.
Aus diesem Licht tritt der Junge und fordert sie zu einem Tanz auf.
Sie fängt an zu weinen und reicht ihm ihre Hand. Zu einem Takt, an dessen Melodie sie sich erinnert, jedoch nicht benennen kann, fangen sie an zu tanzen.
Es ist ein langes, nervenaufreibendes Piepsen, doch für sie ist es das Schönste, das sie je hörte.
Sie schläft mit einem Lächeln ein.
Man weiß, sie hat ihren Frieden gefunden.
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