Der Mond
von
Leyna
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wissen würde. Eben einfach als ob ich ihm unterlegen bin ( physisch übrigens auch). Aber eines Tages wurde mir die Welt eröffnet, die mir fehlte.
Ich saß bei Phelan auf seinem Bett, schnupperte ein wenig ( ich war gerne bei ihm zu Hause), betrachtete alles, sah nach Veränderungen, als ich plötzlich ein seltsames Geüfhl im Rücken bekam. Genau in der Mitte der Schulterblätter begann es zu kochen, nicht im Sinne von heiß werden, sondern, dass ich alles fühlte, es kochte vor Empfindungen. Schnell breitete sich dies auf meinen ganzen Körper aus, der Schwerpunkt blieb jedoch bei meinen Schultern. Es war ein seltsames Gefühl, schmerzhaft, aber doch ein angenehmer Schmerz.
Ich wachte auf. Sofort schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: Was hast du da bitte geträumt? Ich öffnete meine Augen und hätte sie am liebsten wieder geschlossen und wäre in einen Tiefschlaf gefallen. Ein rotglühendes Augenpaar starrte mich genau an, als wolle es sich in meinen Kopf bohren. Jemand saß auf mir und ich konnte mich seltsamerweise keinen Millimeter bewegen. Normalerweise hätte ich wohl panisch versucht, denjenigen wegzuschubsen, aber ich blieb einfach liegen, noch viel zu verwirrt von dem Traum, der mir so wirklich erschienen war. Stattdessen versuchte ich an den leuchtenden Augen vorbei zu sehen, was sonst in meinem Zimmer war. Ich weiß nicht mehr, warum ich das getan hatte, aber ich hatte es getan und als ich mich umsah, da ging ein Schock durch meinen Körper.
Ich bin nicht zu Hause! Stattdessen lag ich auf einem unbekannten Bett in einem unbekannten Zimmer. Auf mir saß eine Person, ein Monster? Ich sah mir die Gestalt näher an, ohne ich von den roten Augen irritieren zu lassen. Die Gestalt hatte dunkle, fast schwarze Haut, sie sah fast durchsichtig aus im dunklen Licht der Nacht. Sie trug nur eine kurze Hose aus einem kratzigen Stoff, das merkte ich an meiner Hüfte. Scheinbar sah sie aus wie ein Mensch, wären da nicht die Flügel gewesen. Lange schwarze Flügel, fledermausähnlich, mit pulsierenden roten Membranen sprossen sie anscheinend irgendwo aus seinem Rücken. Ich hatte grade das alles beobachtet, als sich die Gestalt bewegte. Ihr Gesicht kam meinem immer näher, die roten Augen schienen immer heller zu leuchte und ihr Farbe glich bald einem signalrot. Der Mund öffnete sich und offenbarte eine Reihe weißer Zähne. Eine Reihe weißer Zähne mit sehr langen Eckzähnen. Er wollte mich beißen.
Ohne lange nachzudenken, hob ich meine Hand, was jetzt erstaunlicherweise ging und drückte dem Wesen das Kinn nach oben, sodass sich der Mund schloss. Ich hätte den Kopf zur Seite schlagen können, ich hätte genau in den Mund schlagen können, in die Augen, aber nein, ich schloss ihn einfach, weil es mir richtig erschien.
Kaum hatte ich das getan, ertönte eine Stimme. Ich kannte sie, aber ich konnte sie nicht einordnen, denn sie klang auch wieder ganz anders.
“ Ich hatte doch gesagt, sie sei etwas besonderes, oder?”
Die Gestalt auf mir zischte und genau das erlöste mich aus meiner seltsamen Gelassenheit. Panik breitete sich in mir aus und es entstand der Wunsch, größer als alle zusammen, dass doch nur dieses Wesen von mir herunter sollte. Die roten Augen weiteten sich, was ich eigentlich gar nicht mehr für möglich gehalten hatte, weil sie schon so groß waren und es sprang von mir herunter und verschwand aus meinem Blickfeld.
“Es tut mir so Leid”, begann die Stimme wieder zu reden, “wenn es anders gegangen wäre, das schwör ich dir, ich hätte alle getan um dir das hier zu ersparen.”
Zu meiner immer größer werdenden Panik trat auch nun auch noch Verwirrung und wieder was ich bewegungsunfähig.
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