Der Morgen bringt es an den Tag
von
Marianne Engelbrecht
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Was ist das für ein Morgen?
Die Nase läuft….
Ein Erkältung bahnt sich an und man sitzt ja „nur“ wieder an der Kiste
um „langsam“ wach zu werden.
Ein wunderbares Alibi.
Die Wohnung sollte längst auf den Kopf gestellt werden und einige Sachen
erledigt…. Aber es ist ja niemand da, der einen Tritt in den Arsch
gibt. Ermahnt und zurechtweist.
Und so wird das Internet durchgestöbert
In der Hoffnumg dort die Wahrheit zu finden…..
Warum hat keiner geschrieben?
Mr. X antwortet auch nicht
mehr.
Es ist ziemlich sicher, dass es so besser ist.
Und so hängt man heute
morgen den Gedanken nach. Zurückversetzt in eine andere Zeit…..
und träumt mal wieder…….
Es war eine „Theatervorstellung“ ….noch dazu ein sehr gutes Stück, das
einmal aufgeführt wurde. Nicht in der Öffentlichkeit.
Aber immerhin !
Eine aufregende Begegnung zwischen Reben im Weinberg,
nicht selten aber auch nicht oft, eine erotische Episode im Biosaal….
zwischen zwei Erwachsenen, in den Ferien, wenn alle Schüler längst
brav zuhause sind.
Nichts aber auch gar nichts war zu diesem Zeitpunkt aufregender.
Eine ganze Reihe von Begegnungen mit Mr. X.
Erotische Zeilen. Eine nach der anderen. Das Herz klopfte tagelang,
wochenlang. Es schien kein Ende zu geben.
Wo waren die Schmetterlinge die ganze Zeit? Waren sie frecherweise
in einer Schublade versteckt worden ? Vergessen?
Neue Erfahrungen
Neue Begierde
Neue Energie
Neue Perspektive
Neue positive Kräfte
Einen Grund um morgens aufzustehen?
Die Waage dieser Geschichte war insgeheim jedoch einseitig belastet.
Auf der einen Seite
gewichtet mit Neugier, Romantik, und Ver-
träumtheit wurde man fast „erschlagen“ von Spontanität, Leichtlebigkeit
und Experimentierfreudigkeit der Gegenseite.
Stimmt der Satz : Not macht erfinderisch?
wenn „Mann“ in Not ist?
Oder
War es sinnvoll eine ganze zeitlang nach dem Liedtext „Kind des Universums“
zu denken und zu handeln?
Ist es falsch nicht mehr zu lieben
von wem ist mein Glück geliehen
Warum ist verlieben so einfach
ist das Beste immer woanders
Warum bin ich in deinem Bann
Wann fängt mein Leben endlich an
Ich - ein Kind des Universums
such immer nach Vollkommenheit
sehe dass die Wahrheit so unerreichbar bleibt
Im hellen Glanz der Sterne find ich was ich ersehne
ein Platz im Universum meiner Träume
Wieviel Salz ist in all meine Tränen
wonach soll ich mich noch sehnen
von wem wurde der Kuss erfunden
warum denk ich heute an Morgen
Wohin ziehen die Engel mit mir
Bist Du mein Lebenselexier
Ich - ein Kind des Universums
such immer nach Vollkommenheit
sehe dass die Wahrheit so unerreichbar bleibt
Im hellen Glanz der Sterne find ich was ich ersehne
ein Platz im Universum meiner Träume
Sag Wahrheit wohin
verkriechst Du Dich
spielst Du nur mit der Realität
Ist dass was ich seh ein Spiegelbild
von der Welt die diese Wahrheit nicht verträgt
Ich - ein Kind des Universums
such immer nach Vollkommenheit
sehe dass die Wahrheit so unerreichbar bleibt
Im hellen Glanz der Sterne find ich was ich ersehne
ein Platz im Universum meiner Träume
(Danke Christina)
Die „erfrischende“ Zeit ist um.
Ernüchterung !
ABER es war
eben nur eine „Theatervorstellung“.
Der Vorhang ist jetzt unten ;
Und - man glaubt es nicht…
Es gibt zu denken. Eine Zeit der Depression war wohl notwendig. So ein Tief muss schließlich auch zelebriert werden.
Was wäre die Liebe ohne die Lust? Und was ist wenn sie fehlt.
Hat man es sich einfach nur bei jemand anderem ausborgen wollen, dieses Gefühl?
Doch noch viel
fataler und schmerhafter ist es wenn sie sich einschleicht diese Erkenntnis :
Was ist die Lust noch wert ohne die Liebe?
Und so arbeitet man an sich selbst. Setzt Puzzlelteile zusammen, wovon man
sich fast sicher sein kann, dass sie das wahre Glück der Zukunft bedeuten
könnten. Versucht das Altbewährte immer wieder gut zu heißen. Die Darsteller
des Stückes sollten nicht neu ausgewählt werden. Im Gegenteil. Vielmehr sollte an der
Art des neuen Stückes „gefeilt“ werden. Alles neu überdacht und besser ausgearbeitet….
Mehr Gefühl und Intensität sollte rein, sodass man die Vorstellung sein ganzes
Leben lang nicht mehr vergisst. Darüber nachdenkt. Eine Lehre sozusagen.
Jede Menge Erfahrungen mit ´rein bringen.
Schmerz, Trauer, Angst, Peinlichkeit, Schuldgefühle, Selbstzweifel, Langeweile,
aber auch Glückseligkeit, Geborgenheit und die Fähigkeit sich selbst genug zu lieben.
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Keine Gewissheit auf Erfolg
Keine Gewissheit auf ewigen Ruhm und Anerkennung
Keine Aussicht auf Respekt, Verständnis und „Alles-wird-gut-Gefühl“
Eines ist sicher:
Dieses Bühnenwerk wird niemals „groß rauskommen“ , wird weder am
Theater zu sehen sein noch in irgendeinem Kino laufen.
Aber es gibt jemand, der es merkt, wenn der Vorhang wieder
hochfährt…
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