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Kategorien > Alltag > Action

Der Raub-Die Geschichte vob vier Jungen 3

von blacknight99

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Der Raub-Die Geschichte von vier Jungen 3


Als Martin die knarzende Holztür öffnete drang ihm ein Schwall heißer,stickiger Luft entgegen.
Es roch nach Zigarrettenrauch und Schweiß.
Die Hütte war spärlich eingerichtet,doch es reichte um sich hier vor Schule und Hoffnungslosigkeit zu verstecken.
In einer Ecke stand ein alter Ofen für den Winter.Direkt daneben hatte ein verrostetes Gitterbett seinen Platz,auf dem eine durchgelegene Matraze lag.
Der einzige Raum der Hütte wurde von einem massiven Holztisch dominiert.
Ein Sofa,wahrscheinlich aus der Vorkriegszeit,auf dem ein hübsches Blümchenmuster war,diente als Sitzgelegenheit.
Und diese hatte Daniel direkt genutzt.
Der Teenager saß breitbeinig auf dem Sofa,eine Bierdose in der Hand.
Direkt neben ihm saß ein muskulöser,braunhäutiger Teenie,der auf den Namen Ahmed hörte.
,,Hi,Martin!"begrüßte Daniel den Neuankömmling und lächelte,wobei zwei Reihen strahlendweißer Zähne hervorblickten.
Insgesamt war Daniel ein sehr charistmatischer Typ.
Es war dieser Charme,wie ihn wohl auch Mafiapaten ausstrahlten.
Sie wirkten sympathisch und zuvorkommend,doch man spürte das etwas Kriminelles und Böses hinter ihren Lächeln verborgen war.
,,Setz dich doch!"forderte Daniel Martin auf und deutete mit einer einladenden Geste auf einen Klappstuhl,der gegenüber dem Sofa stand.
Martin ließ sich das nicht zweimal sagen.
Trotz der wenigen Minuten Fahrradfahrt war er verschwitzt.
Er spielte wohl wirklich zu viel Computerspiele.
Dennoch schaffte er es sich schlank zu halten.
Denn ab und an besiegte er den inneren Schweinehund in sich und setzte sich eine Stunde lang auf dem Balkon in die Sonne oder joggte ein wenig im Park.
Ahmed kramte eine Cola-Dose hinter dem Sofa hervor und reichte sie Martin.
Martin nahm sie mit einem Kopfnicken entgegen und leerte bei seinem ersten Schluck fast die halbe Dose.
Ahmed gehörte schon seit langen zu Martins engerem Freundeskreis.
Der 19 Jährige,aus der Türkei stammende Ahmed hatte ein freundliches Gemüt.
Ahmeds Körper war von Muskeln gerade zu übersäht.
Doch was er in den Muskeln hatte fehlte ihm wahrscheinlich im Kopf.
Ahmed war bei weitem kein Albert Einstein und bangte noch um seinen Hauptschulabschluss.
Als Martin endlich aufhörte auch die letzten Tropfen aus der Dose zu nuckeln,räusperte sich Daniel.
,,Martin,ich hab dir ja erzählt das ich was Großes plane.Etwas,wodurch uns die Welt offen stehen wird,ohne Abi oder Schulabschluss."
,,Und was soll das sein?"fragte Martin.
,,Wir überfallen die Sparkassen-Zentrale an der Hauptstraße."
Ahmed,der während Daniel sprach einen Schluck aus seiner Bierflasche genommen hatte spie den Gerstensaft auf den Boden?"
,,Was willst du machen?"fragte der Türke entsetzt.
Martin sah Daniel an und suchte in den Augen seines Gegenübers nach einem Anzeichen von Größenwahn oder Verrücktheit.
,,Daniel,das ist doch irre!Das schaffen wir doch niemals!"
,,Was habt ihr beide für Probleme?Das ist doch kinderleicht!
Wir besorgen uns irgendwo einfach ein paar Waffen,marschieren in die Bank,sacken die Kohle ein und bevor die Bullen überhaupt gemerkt haben was los ist sind wir verschwunden."
Daniels Augen fixierten Martin.
,,Mit dem Geld kannst du deinem Großvater die OP finanzieren."
Dann wanderte sein Blick zu Ahmed.
,,Und du,Ahmed,könntest den Rest deiner Familie aus der Türkei hierherbringen!"
Michael dachte an seinen Großvater.
Er würde alles tun um den Mann zu retten.
Aber eine Bank überfallen?Das klang alles wie in einem Western oder einem Krimi.
Das klang einfach unmöglich.
,,Daniel...das ist,das ist illegal und wenn wir erwischt werden..."
,,Jetzt sei doch still Martin!Was willst du denn sonst machen?
Glaubst du wirklich du kriegst einen Job?Glaubst du Sofie bleibt so deine Freundin?
Nein,du brauchst Geld!Es ist die einzige Möglichkeit um hier rauszukommen,Martin!
es gibt kein Zurück!Wir müssen es wagen!"
Gerade als Daniel richtig in Redeeifer gekommen war,knallte die Tür auf.
Alle Augenpaare richteten sich auf den fetten,Pommes essenden Jungen,der zur Tür hineinschritt.
,,Hi!"sagte er schmatzend.
,,Hi,Stefan!"begrüßte Daniel den Fetten.
,,Sorry,Jungs das ich zu spät komme,aber ich wollt mir noch was zum Abendbrot holen!"
,,Schon OK!"sagte Daniel und bot Stefan einen weiteren Klappstuhl an.
Stefan setzte sich mit einemSeufzer auf den Stuhl.
Die alte Sitzgelegenheit knarzte bedenklich.
Daniel erklärte Stefan seinen Plan.
Dieser war sofort begeistert.
,,Also ich bin dabei!"sagte er während er sich Pommes in den Mund stopfte.
,,Ok,danke Stefan!"sagte Daniel und legte dem Fetten kurz eine Hand auf die massige
Schulter.
Es gab dicke Menschen,die waren durch Krankheit fett,doch Stefan hatte es sich selbst zuzuschreiben.
Fast täglich aß er in Fast-Food Schuppen.Obst und Gemüse waren Fremdwörter für ihn.
,,Nun kommt!Was ist mit euch,Daniel und Ahmed?
Seid ihr auch dabei?"
Daniel blickte die Beiden an.
,,Na,gut!Wenn Stefan auch mitmacht!"meinte Ahmed.
,,Super,Junge!"sagte Daniel und blickte dem Türken lange froh in die Augen.
Dann wanderten die blauen Augen zu Daniel.
,,Und du?"
,,Ähhmm...nein...ja,jaa ich mache mit!"
Martin dachte an seinen Opa.
Wie der alte Mann in seinem Bett im Altenheim lag.
Bei vollem Verstande,aber unfähig,Herr über seinen eigenen Körper zu sein.
Wieviel hatte der alte Mann für Martin getan und ihm geholfen.
Opa hatte immer an Martin gedacht,egal ob er Fünfen oder Sechsen nach Hause brachte.
,,Aus dir wird etwas,Junge!Das spüre ich!"hatte Großvater immer gesagt.
Doch Daniel wusste immer,das dem nicht so war.
Nun wollte Martin seinem Großvater danken.Dem alten Mann das Leben retten.
,,Also..."begann Daniel und erklärte die näheren Details des Raubes.
Die erste Phase würde am nächsten Abend anlaufen.
Dann würden sie einen Waffenladen auf der Steinschen Gasse ausräumen.

Als Martin aus der Hütte trat hatte die Nacht bereits die Welt ins Dunkel getaucht und verlieh Duisburg etwas Magisches aber auch etwas Bedrückendes.
Der Vollmond spiegelte sich im Rhein.
EInige Sterne lugten sogar zwischen der ewigen Wolkendecke aus Fabrikdämpfen und
Smog hervor.
In der Ferne erstrahlten die Lichter der Stadt,der Stadtwerketurm leuchtete grün.
Hier am Rheinufer war nur das Zirpen der Grillen zu hören.
Martin meinte sogar kurz einige Glühwürmchen zu erblicken.
Doch dort war auch noch ein anderes Geräusch.
Im Gebüsch,kurz hinter der Hütte,raschelte es kurz laut.
Waren dort Schritte?
Die Anderen waren bereits fort.
,,Hallo?!"rief Martin in die Dunkelheit.
Stille.
Martin zuckte mit den Schultern,schwang sich auf sein Rad und fuhr nach Hause.
Als an der Hütte am Rheinufer wieder alles Still war,kroch eine Gestalt aus dem Ginsterdickicht.
In der

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Kommentare

blacknight99(Verfasser) schrieb am 2006-07-12 17:53:54:
Hey Christoph!!
Danke für deine vielen aufbauenden und kritischen Kommentare!
Ich versuche mehr von der Geschichte zu schreiben.
Doch wenn du noch mehr von mir lesen willst,dann les' doch einfach mal meine anderen drei Geschichten
,,der letzte Ritter",Der Bezwinger von Rom"oder ,,Der Chrononaut" Die sind alle lang,der letzte Ritter erreicht sogar fast hundert Seiten.
Ich schreibe an dem Raub immer wenn ich Zeit hab und ich weiß nicht wann ich fertig werde.

Bis dahin hoffe ich das du meine anderen Geschichten liest und wieder kritiesiert

Danke für viel Kritik und aufbauende Worte!
L.S

P.S.:Ich find meine geschichte gut (Es soll ja ein Kommentar sein = ))
christoph schlüter schrieb am 2006-07-12 11:24:46:
War mir wieder mal zu wenig. Trotzdem, soweit detailliert und bildreich beschrieben.
Das einzige was mir weniger gefiel ist dieses Klischee von Ahmed als hirnlosen Muskelprotz. Warum müssen muskulöse Typen immer blöde sein? Aber es ist kein dramatisches Klischee und letzten Endes nicht schlimm. Sei hier nur erwähnt, um mal auf so was aufmerksam zu machen.
Ansonsten finde ich, man spürt, dass du dir mit deinen Geschichten viel Mühe gibst und Arbeit machst.
Find ich klasse. Klingst an manchen Stellen noch etwas ungeschliffen, aber das ist alles nur eine Frage der Übung.
Schön finde ich bei dir, das man quasi die Lust am Schreiben spüren kann.
Es würde mich feuen, bald mehr von dir zu lesen.

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