Der Ring von Ijial -Teil 3
von
Ciina
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Am nächsten Morgen frühstückten sie im der Gaststätte und bezahlten dann an der Theke. Als Ako sich umdrehte, prallte sie gegen das schwarzhaarige Mädchen.
Pass doch auf!, schrie diese sie an.
Ako musterte sie von oben bis unten und meinte:
Tut mir Leid, ich habe leider keine Augen im Hinterkopf!
Sei nicht so frech. Deinetwegen bekomme ich blaue Flecken!, schluchzte das Mädchen.
Stell dich nicht so an., Ako wandte sich zum gehen.
Bleib! Weißt du eigentlich mit wem du redest?
Ja, mit Ciina., erklärte Ako und nickte ihr zum Abschied zu.
Dann verließ sie mit Kaí das Gasthaus.
Man, ist das ne Zicke!, stöhnte Ako und lief mit Kaí zum Südportal.
Kaí zuckte nur mit den Schultern und grummelte.
Ako sah ihn an und bemerkte seinen nervösen Blick, als sie in die Hauptstraße ein bog. Sie sagte nicht, ging aber ein wenig schneller. Als sie die Stadt verlassen hatten, atmete Kaí erleichtert ein.
Ich hasse Städte!, meinte er.
Habe ich schon bemerkt!, grinste Ako und schlug ihm auf die Schulter.
Kaí lächelte verlegen und ging weiter.
Mian liegt im Süden, nicht war?, fragte er Ako und die nickte.
Schade, dass wir keine Pferde haben. Dann wären wir schneller!, seufzte der schwarzhaarige.
Hm, wir brauchen ca. fünf Tage zu Fuß!, erklärte Ako und kratzte sich am Kopf.
Bist den Weg schon mal gegangen?
Ja, vor 7 Jahren bin ich mit Moon hier lang gewandert. Es war unsere letzte gemeinsame Reise.
Sag mal, wieso bist du eigentlich mit Moon durch Kaola gereist?
Er war im Auftrag der Königs unterwegs und musste unter verschiedenen Clanen und Gruppe Informationen suchen., erklärte Ako mit neutraler Stimme.
Nein, ich meine, warum du mit ihm gereist bist?, Kaí sah sie neugierig an.
Er
Ich
!, stotterte Ako und sah sich um. Kaí sah sie verwirrt an.
Pass auf!, rief Ako im gleichen Augenblick und schupste ihn von der Straße. Zusammen rollten sie in den Straßengraben und Ako blieb auf Kaí liegen.
Was
?, setzte der ärgerlich an und verstummte im selben Moment, denn über die Straße preschte eine schwarze Kutsche, die von drei weißen Pferden gezogen wurde.
Einen Moment bleiben Ako und Kaí im Graben, doch dann rappelte sich Ako auf. Er bemerkte bei ihr einen rötlichen Schimmer um die Ohren.
Sorry!, murmelte sie und drehte sich weg.
Ach quatsch. Ohne dich hätte mich die Kutsch glatt überrannt!, Kaí winkte ab.
Ako zuckte mit den Schultern und ging schweigend weiter. Er folgte ihr und beobachtete sie eine Weile. Ihr Haar wehte im Wind und ihr Rucksack bewegte sich gleichmäßig im Takt ihrer Schritte. Sie trug heute einen knielangen Roch und ihr weißes Hemd. Kaí schüttelte den Kopf. Dann schloss er zu Ako auf und lief schweigend neben ihr her.
Gegen Mittag schlugen sie eine Pause ein und aßen schweigend ein Stück Brot.
Als sie weiter gingen, fing Ako an zu kichern.
Kaí sah sie verwirrt an und fragte:
Warum lachst du?
Mir ist etwas eingefallen. Als ich mit Moon gereist bin, haben wir immer ein Spiel gespielt. Wir sagen uns gegenseitig drei Wörter und daraus mussten wir Geschichten erfinden. Oft haben wir einen ganzen Tag an den Geschichten gebastelt., erklärte Ako und lächelte.
Hm
Okay. Haus, Regen und Feder!, meinte Kaí und Ako fing an zu lachen. Dann aber schwieg sie einem Moment und begann zu erzählen. So verging die Zeit fiel schneller.
Gegen Abend erreichten sie einen Eichenhain.
Es wird bald dunkel. Lass uns diesen Hain durchqueren und dann unser Lager aufschlagen., meinte Kaí und stiefelte voran.
Ako folgte ihm. Es war ein ruhiger Abend. Die Vögel zwitscherten und man hörte den Wind in den Blättern rascheln. Sie fanden eine kleine Lichtung und wollten gerade das Lager aufschlagen, als ein Schrei die Stille durchschnitt:
HILFE!
Kaí und Ako sahen sich an und folgten dem Schrei weiter in den Hain. Ihre Waffen hatten sie in der Hand, als sie den Weg erreichten, auf der die schwarze Kutsche umgekippt lag. Mit den Rücken zu den beiden standen fünf Männer, die graue und schwarze Sachen trugen. Drei von ihnen trugen Hüte, so dass man ihre Haare nicht sehen konnte. Die anderen beiden hatten braune Haare. Sie standen um ein schwarzhaariges Mädchen, das um Hilfe schrie. Ako sprang aus dem Gebüsch und schlug einen Banditen mit Wood auf den Kopf. Er sank bewusstlos zu Boden. Die vier anderen wirbelten herum. Als sie Ako sahen, grinsten sie.
Schaut mal, Jungs. Jetzt haben wir zwei zum Vergnügen., lachte einer der braunhaarigen. Er hatte eine Augenklappe über den rechten Augen und sein linkes hatte die Farbe von einem dunkelgrünen Moor. Ako zog nur die Augenbraue hoch und schlug nach dem Banditen. Der hielt lachen Wood fest. Als die Banditen Ako fassen wollte, sprang Kaí ebenfalls aus dem Gebüsch. Er schlug nach zwei Banditen und die wichen aus.
So behandelt man keine Frauen., knurrte er und schlug nach dem einäugigen Banditen.
Der wich aus und suchte das weite. Seine Freunde hoben den bewusstlosen auf und flüchteten ebenfalls.
Nun, die scheinen sich nur an Frauen zu vergreifen., grummelte Ako und sah sich die Gefangene an. Ihre Arme und Beine waren gefesselt und sie blitzte Ako mit misstrauischen Augen an.
Mach mich los!, befahl sie. Ako sah sie mit hoch gezogenen Augenbrauen an. Jetzt erst erkannte sie die Sängerin.
Warum sollte ich?, erwiderte sie dann genervt.
Ich bin Ciina!
Und das ist ein Grund!, Ako schüttelte den Kopf.
Was willst du?
Nichts. Aber wie wäre es, wenn du freundlich fragen würdest?
Ciina schnaubte:
Würdest du mich BITTE befreien?
Natürlich!, sagte Ako und zog ihren Dolch. Sie schnitt die Lederriemen an den Handgelenken und an den Fußgelenken los. Dabei schnitt sie Ciina etwas in die Haut.
Tut mir Leid., meinte Ako sofort, doch Ciina ließ sie nicht ausreden:
Wie kannst du mich nur verletzen! Ich bin unendlich wertvoll!
Ako seufzte.
Sie hat sich doch entschuldigt., mischte sich Kaí ein. Ciina sah auf und fing an zu Strahlen.
Mein Held. Ich danke dir, dass du mich vor diesen grässlichen Banditen befreit hast., sie sprang auf und warf sich Kaí an den Hals. Kaí lief rot an und sah zu Ako. Die verdrehte die Augen und wandte sich ab.
Ich hole mal unsere Sachen., damit verschwand sie.
Kaí sah ihr verärgert hinter her und wandte sich aus Ciinas Umarmung. Die sah ihn verwirrt an und lächelte dann:
Du kommst mir so bekannt vor?
Wir waren im gleichen Hotel in Pura., antwortete Kaí und sah sich suchend um:
Bist du alleine gereist?
Nein, aber mein Kutscher hat sich, als wir überfallen wurden, aus dem Staub gemacht. Genau wie meine drei weißen Schimmel. Die waren ein Vermögen wert., klagte die Sängerin.
Die sind sicherlich glücklich, dich nicht mehr zusehen!, schnaubte Ako, die gerade wieder kam. Ohne auf Ciinas Einwand zuachten wandte sie sich an Kaí:
Wollen wir nun unser Lager aufschlagen?
Kaí nickte und nahm Ako seine Tasche ab.
Wohin wollt ihr denn?, fragte Ciina Kaí.
Nach Mian.,
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Kommentare
!!! schrieb am 2009-02-09 19:48:36:
Wann schreibst du endlich weiter???
Lg
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