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Kategorien > Gewalt und Mord > Rache

Der SKlavenmarkt Teil 3/1

von Lillium

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Scarlett saß gefesselt auf der Erde und schluchzte leise vor sich hin. Sie beobachtete den fremden Mann, der einige Leichen aus dem Haus zerrte. Magda beobachtete ihn ebenfalls mit vorwurfsvollem Blick.
„ Du hast versprochen, dass du und deine Leute den Knechten und Mägden nichts antut“ Peer warf einen Kadaver auf den brennenden Holzhaufen. Er schnaubte angestrengt. „ Peer?“, sagte Magda rügend. „ Ich habe aber auch gesagt“, ächzte er, als er den nächsten Toten über die Schwelle schliff. „ Dass sie sich nicht in den Weg stellen sollten“ Magda verschränkte trotzig die Arme und murmelte etwas Unverständliches. Magda war schon lange Zeit mit Peer befreundet gewesen, bevor sie zu einer Sklavin wurde. Man hatte sie aus dem kleinen Dorf entführt, mit all den anderen Mädchen, die dort gewohnt hatten. Peer hatte sie ausfindig gemacht, mit Mitteln, auf die er nicht besonders stolz war, aber er konnte damit leben. Schon etliche Zeit zuvor, wollte er Magda mit sich nehmen, um sie aus der Knechtschaft zu befreien, aber Magda wollte nicht einfach verschwinden, ohne Scarlett ihren Hass spüren zu lassen. Zwar hätte sie nicht damit gerechnet, dass Peer so ein Blutbad anrichten würde mit seinen Gefolgsleuten, die er in irgendwelchen Wirtshäusern kennen gelernt hatte, jedoch war sie gar nicht unzufrieden mit der Situation, wie sie im Moment war.
Währenddessen versuchte Scarlett die Stricke loszuwerden, was ihr nicht recht gelingen wollte. Schließlich trat Magda auf das Mädchen zu. „ Alles in Ordnung, Scarlett? Du siehst so unzufrieden aus“ Scarlett hätte Magda am liebsten ins Gesicht gespuckt, aber sie zügelte ihren Zorn. Verachtend wandte sie bloß ihren Blick ab und erspähte eine Kutsche, sehr schäbig, wie Scarlett fand, die unmittelbar vor dem Hofeingang hielt. Zwei braune Klepper waren davor gespannt, alte Rösser, deren Flanken pumpten, als würde jeden Moment ihr Herz still stehen.
„ Peer!“, schallte es über den Hof. Es war der Kutscher, der offensichtlich auf die Fahrgäste wartete. Peer hievte den letzten der Knechte in die lodernden Flammen und kam auf die beiden Mädchen zu. Er war mit Blut beschmiert, sodass Scarlett angewidert versuchte sich seinen Händen zu entziehen, die nach ihr griffen, um sie zur Kutsche zu schaffen.
Ihr Schimpfen und Fluchen brachte ihr nichts, erbarmungslos brachte sie der Mörder ihrer Eltern fort. Weit weg von dem Ort, wo sie aufgewachsen war, zu jenem, den sie niemals in solch ungünstiger Lage, betreten wollte.

„ Es war ein König in Thule, getreu bis an das Grab, dem sterbend seine Buhle, ein goldnen Becher gab“ Magda hielt sich die Ohren zu. Sie war zusammen mit Peer und der Gefangenen bereits einige Zeit in der Kutsche und seit sie darin eingestiegen waren, sang Peer ständig dasselbe Lied. Es war eigentlich ein schönes Lied, jedoch vermochte Peer, nur diese eine Stelle, auf schreckliche Art und Weise, zu trällern, das jegliche Schönheit verloren ging.
„Es“ „ Bitte“ „ war“ „hör“ „ein“ „ AUF!“
Scarlett zuckte zusammen. „ Was denn?“, fragte Peer gelangweilt. „ Dieses Lied…du raubst einem den letzten Nerv!“, rastete Magda aus. Peer lächelte verschmitzt. „ Ich könnte ein anderes singen“ „ Nein!“, riefen Magda und Scarlett gleichzeitig. „ Na schön“, spielte Peer den Beleidigten. Seine Gekränktheit dauerte allerdings nur kurz an, denn sein Blick fiel auf Scarletts lange Beine. Er gähnte gestellt und streckte sich, um gleich darauf seinen Arm um ihre Schultern zu legen. Unverfroren musste er grinsen, da er richtig fühlen konnte, wie sich ihre Muskeln verspannten. „ Wie läuft das ganze jetzt ab, Magda? Habe ich noch ein Schäferstündchen mit der Kleinen?“ Scarlett warf ihm einen empörten Blick zu. Magda hob die Augenbrauen. „ Hast du das wirklich nötig?“ Sein Blick wurde von lüsterner Natur. „ Und wie ich das nötig habe“ Magda schnaubte verächtlich, was Scarlett insgeheim preisgab, dass sie bald mit Peer allein sein würde.
„ Von dem lasse ich mich nicht anfassen!“, warf Scarlett zornig ein. „ Ach nein? Und ich dachte, es wäre ein Funken übergesprungen…fühlst du denn rein gar nichts für mich?“, äußerte Peer mit ironischem Unterton.
„ OH ich fühle etwas für dich…Hass!“, zischte Scarlett. „ Damit kann ich leben“, lachte er, während Magda genervt die Augen verdrehte. Eigentlich war es Magda schon egal was mit Scarlett geschah, sie hatten ihr schwer zugesetzt, aber wenn Peer sich noch mit ihr vergnügen wollte, dann wollte sie ihm auch nicht mehr im Wege stehen.
„ Von mir aus, mach mit ihr was du willst. Entjungfere sie, wenn es dir im Sinn steht“ Hellhörig erwiderte Peer: „ Entjungfern?“ „ Natürlich, es war doch keiner gut genug“, entgegnete Magda gelassen. „ Das reicht, ich befehle euch mich auf der Stelle frei zu lassen!“, mischte sich Scarlett ein und kämpfte mit ihren Fesseln. Magda jedoch herrschte: „ Halt deinen Mund, du hast hier überhaupt nichts mehr zu befehlen!“ „ Du Miststück, ich fand immer schon, dass du deine Silbermünzen nicht wert warst“ Anstatt ihr eine Ohrfeige zu geben, anstatt ihr eine Beleidigung an den Kopf zu werfen lächelte Magda nur kalt und sagte: „ Ja, mach mit ihr, was auch immer du willst“

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Kommentare

Lilly schrieb am 2009-11-15 20:34:15:
Hey, das Lied "Der König von Thule" kenne ich, dass singen wir im Chor. Ich liebe dieses Lied. Wir haben ein super
arrangement von unserem Chorleiter davon.
Ach und super Geschichte!!!!!

Lg
Lilly

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