Der Schatten und das Licht
von
Freedom
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Der Schatten und das Licht
Rotes Blut spritze aus der Wunde die das Katana geschlagen hatte. Der Mann ging vor ihr zu Boden. Ein weiterer kam auf sie zu: „du verdammte H…“, doch er konnte das Wort nicht zu Ende sprechen, denn die Klinge hatte ihn bereits die Hauptschlagader am Hals durchgetrennt. Gurgelnd ging auch er zu Boden. Nur noch einer der acht Männer stand. Hasserfüllt blickte er sie an. „was denkst du dir dabei, dich in unseren Weg zu stellen?“, er spuckte auf den Boden. „was ich mir dabei denke?“ sie trat auf ihn zu. An der schmalen Klinge ihres Schwertes klebte das Blut. „du und deine Gruppe- von Straßenkötern geborene Männern- habt alle zweiundvierzig Wandernde abgeschlachtet. Einfach nur, um sie auszurauben. Ist es da nicht auch gerecht wenn ihr getötet werdet?“ der Mann lachte ein dreckiges Lachen. „als würde in dieser Welt Gerechtigkeit existieren. Du Träumst Weib!“, rief er. Da war sie an ihn heran getreten. Schneller als er es gesehen hatte war sie vorgesprungen und stand nun das Schwert an seiner Kehle vor ihm. „stimmt. Und ich lebe meinen Traum.“ Dann ging der Mann röchelnd auf die Knie. Sie wischte die Blutverklebte Klinge an seiner Kleidung ab und ließ sie zurück in die Schwertscheide gleiten, die an ihrer Seite befestigt war. Dann ging sie, die Toten hinter sich lassend weiter ihren Weg. Der schwarze Mantel flatterte im Wind und sie war aus seinen Augen verschwunden. Sie war die Rächerin, wie sie die Menschen nannten. Sie war der Schatten des Todes für die Mörder und das Licht der Gerechtigkeit für die Leidigen. Dann starb der Mann.
Das Metall blitze im Licht der Abendsonne silbern und rot. Rot, wie das Blut das wie kleine Flüsse über den Waldboden lief. Er hob sein Schwert um das kleine Geschöpf vor ihm zu töten. Von der Klinge tropfte das Blut seiner Eltern und Verwandte. Da hörte er, wie seine Männer hinter ihm zu Boden gingen. Einer nach den andern. Er hatte noch nicht mal die Zeit um sich umzublicken, als eine Schwertklinge seinen Körper durchstach. Erstaunt blickte er auf die Spitze der Waffe hinab, die aus seiner Brust reichte. Die Klinge war durch seine Schulterblätter gestoßen worden. „wie…?“, er konnte es nicht glauben. Dass ihn jemand so nahe hat kommen können, ohne dass er es registriert hatte. Die Klinge wurde aus seinem Körper gezogen. Er fiel auf die Knie. „wie? Was? Warum? Woher?“, fragte er durcheinander. Er spuckte Blut. Jemand trat an seine Seite, beugte sich hinab und flüsterte ihm ins Ohr: „wie? Du fragst wie? Mit Wut. Du fragst was? Mit Glauben. Du fragst warum? Wegen Gerechtigkeit. Du fragst woher? Aus meinem Herzen.“ Er würde diese Stimme wohl nie vergessen. Diese Stimme, die so hell und verständnisvoll klingen kann, doch so hasserfüllt und mitleidslos in diesem Moment war. Sie wischte, wie als wenn es Brauch zu sein schien, die Klinge sauber und steckte sie weg. Dann trat sie auf die kleine Gestalt zu und kniete sich hin.
Die türkisenen Augen blickten ihr entgegen. Sie sahen so tief aus. Voller Trauer, als würden sie verstehen, dass sie ihre Familie nie wieder sehen würden, voller Dank, dass sie beschützt worden waren und voller Fragen, die sie zu haben schienen. Die Frau blickte das kleine Kind an. „hast du schon einen Namen?“, fragte sie. Ihre Stimme klang hell und zärtlich. Er schwieg. Blickte sie nur weiterhin an. Ein Lächeln erschien in ihrem Gesicht. „du hast Recht. Namen sind nicht wichtig.“ Sie streckte die Hand aus. „willst du mit mir kommen?“ die großen Augen blinzelten, als würden sie verstehen und die kleine Hand ergriff die Ihre. Dann machten sie sich zusammen auf den Weg. Sie verließen zusammen den Platz in diesem Wald, auf dem die Toten lagen.
Zusammen lagen sie nebeneinander. Die Mörder und die Leidigen. Das Blut vermischte sich und floss langsam über den moosigen Boden, bis es in der Erde verschwand.
Der Mond stand hoch am Himmel, doch wurde immer wieder von den dunklen Wolken verdeckt. Key Menatora hatte ihren Mantel um sich gelegt und schlief, als etwas an dem Stoff zupfte. Sie öffnete die Augen. Der kleine Junge krabbelte unter den Mantel, den sie nun anhob und kuschelte sich an sie. „hey mein Kleiner“, sie strich ihm durch die weißen Haare. „du kannst wohl auch nicht so gut schlafen, was? Vielleicht schaffen wir es ja zusammen. Schließ die Augen Shiro“, sagte sie. Der kleine Junge blickte sie noch einmal aus seinen leuchteten türkisen Augen an, dann schloss er sie schnell. „jetzt Atme tief ein und aus.“, sie spürte die Atmung des Kindes. Sie wurde langsamer. Auch sie holte langsam und tief Luft. „und jetzt“, sagte sie. „denk an das Schönste, das dir einfällt.“ Da öffnete das Kind wieder die Augen und blickte sie an. Trauer lag in ihnen. Und so viel mehr. „was ist los Shiro?“ fragte sie ihn. Doch er sagte nichts. Er hatte noch nie mit ihr gesprochen. Auch nach den drei Wochen nicht, in denen sie nun schon zusammen unterwegs waren. Kein Laut hatte sie von ihm gehört. „dir fällt nichts ein?“, fragte sie. Die großen Augen blitzen. Sie drehte sich auf den Rücken, sich gegen einen alten Baum lehnend und setzte den Jungen auf ihren Bauch, sodass er in den Himmel blicken konnte. „sieh hinauf.“ Der Junge legte den Kopf nach hinten und schaute hinauf. „siehst du den Mond?“, fragte sie ihn, ebenso hinauf blickend. Der kleine Kopf wurde geschüttelt. „du hast Recht. Man sieht den Mond nicht. Aber pass auf. Sieh genau hin.“ In diesem Moment zog die dunkle Wolke weiter und gab die Sicht frei auf den silbern leuchtenden Mond am Nachthimmel. Auch einige Sterne waren neben dem Mond mit der hell leuchtenden, zunehmenden Sichel zu sehen. Key sah, wie das Kind erstaunt die Augen aufriss und gebannt in den Himmel schaute. „siehst du? Die Dunkelheit muss immer irgendwann weichen und Platz für das Licht machen. So ist es immer und wird es auch hoffentlich immer bleiben. Denn auch irgendwann muss auch das Licht wieder weichen und die Dunkelheit wird seine Zeit über regieren. Behalte dir diesen Moment. In dem wir- du und ich- in dieses Licht des Mondes blicken. Beide den gleichen Mond anblicken und vielleicht denselben Gedanken haben. Behalte ihn in deinem Gedächtnis.“ Der helle Mond spiegelte sich in den großen, Aqua farbigen Augen wieder, um die ein roter Rand lag. Sie konnte sich nicht erklären, woher dieses dunkelrote Merkmal war, woher der Junge stammt. Diese Augenfarbe gab es nicht in diesem Teil des Landes. Und auch keiner seiner verstorbenen Verwandten hatte diese Haarfarbe gehabt. Der Junge würde einmal sehr gut aussehen. Das wusste sie. Doch vielleicht auch alleine sein, da er anders war, als die Kinder in seinem Alter. Er war etwas Besonderes.
Da legte sich Shiro hin. Vorsichtig- um nicht hinunter zu fallen und als ob er sie nicht verärgern wollte- rollte er sich auf ihren Bauch zusammen. Verwundert blickte sie auf den nun schlafenden Jungen. Ein Lächeln lag auf seinem Gesicht. Auch sie musste Lächeln. Dann legte sie den Mantel über sich und den Jungen und schlief ebenfalls ein.
Die Jahre
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Kommentare
aleksa schrieb am 2010-11-03 04:32:49:
die geschichte is hammer geil ! Richtig gut geschrieben erzählung und spannung gefühl alles ist dabei wirklich klasse weiter so .
Freedom schrieb am 2007-09-12 16:27:01:
mhh...also interessante frage xD
er denkt, dass es wichtigeres gibt, als zu sprechen. dass man sich eben auch ohne wörter verständigen kann. und diese sprache deutlicher ist, als mit wörtern, wenn man sie versteht. und er hat eben daran fest gehalten, dass ihn jemand versteht, auch wenn es zu beginn schwer ist.
(war das eine sinnvolle antwort???)
und auf deine zweite frage kann sich jeder selbst eine antwort bilden ^^
vll ein wenig, vll auch nur mit tenshi...das bleibt jetzt dir überlassen xD
Freedom schrieb am 2007-09-08 18:06:13:
danke ^^ freut mich wenn sie dir gefällt
Freedom schrieb am 2007-09-06 20:34:18:
hey danke ^^ freut mich wenn sie dir gefällt
Diana schrieb am 2007-09-04 17:15:05:
Die Geschichte ist dir wirklich gut gelungen.
Was mich noch interessieren würde ist, wieso Shiro nie gesprochen hat. Du hast gesagt, es gäbe einen Grund, also wär es schön, diesen zu erfahren. Wird Shiro den in Zukunft, nachdem er schon was gesagt hatte, sprechen?
LG
Eric schrieb am 2007-08-30 16:57:17:
Hey die is voll geil!
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