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Kategorien > Gewalt und Mord > Rache

Der Sklavenmarkt Teil1/2

von Lillium

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Einige Monate waren vergangen, in denen Willow schon oft gedacht hätte, er würde nun zu Grunde gehen. Wie zum Beispiel an jenem Tag, als Scarlett ihn begraben wollte. Sie hatte ihn aufgefordert ein Loch zu schaufeln und nachdem sie es als tief genug erachtete, musste er sich reinlegen und sie begann es zu zuschütten. Einer der Knechte griff noch rechtzeitig ein und so überlebte Willow seine eigene Beerdigung.
Nun war es November, der den Morgen mit einem dichten Nebelvorhang einleitete. Willow half fleißig im Stall. Scarlett hatte Besuch einer Freundin. Sie hieß Adeline und war genau so verzogen wie ihre Freundin. Gerade als Willow mit den Wassereimern auf dem Weg zum Pferdestall war, liefen die beiden kichernd auf ihn zu.
„ Willow, wir benötigen dich für unser Spiel!“, rief Scarlett und grinste schemenhaft. Willow stellte die Eimer ab, er hatte die Erlaubnis solche Arbeiten zu unterbrechen, wenn es galt mit Scarlett zu spielen. Die Kinder marschierten in Richtung See. Die beiden Mädchen tuschelten und kicherten. An der Stelle angekommen, die sie aufgesucht hatten zog Scarlett ein Seil hervor. „ Wir binden dich jetzt an diesem Baum und du musst versuchen dich zu befreien. So wie der Zauberkünstler im Zirkus, den wir gesehen haben. Sagen wir innerhalb von“, sie unterbrach sich. „ Einer Stunde“, ergänzte Adeline. „ Ja eine Stunde hast du dafür Zeit, wenn du es nicht schaffst bekommst du kein Essen heute“ Adeline quietschte vor Vergnügen, als sie Willow festbanden. „ IN einer Stunde sind wir dann wieder da“
Die Kinder liefen weg, selbst wenn es Willow versuchen würde, er hatte keine Chance sich selbst zu befreien. Der Junge strengte sich gar nicht an, es erschien ihm klüger zu warten. Also tat er es. Er wartete.

„ Auf Wiedersehen, Adeline“ „ Wiedersehen“ Adeline stieg in die Kutsche und winkte ihrer Freundin zum Abschied. Es war sehr dunkel und kalt geworden. Es regnete schon seit geraumer Zeit in Strömen. Scarlett schritt ins Haus. Theresa räumte gerade den frisch gewaschenen Lacken in einen großen Holzschrank. Eine Zeit lang begnügte sich Scarlett damit ihr zu zusehen, allerdings langweilte sich das Mädchen bald.
Sie sah aus dem Fenster, der letzte Knecht eilte mit einer Laterne über den Hof um in das Nebenhaus zu gelangen, indem die Knechte schliefen. Plötzlich erschrak Scarlett. Sie und Adeline hatten Willow am See vergessen, der dort noch immer gefesselt stand. Doch bevor sie agieren konnte, klopfte es an der Tür. Theresa öffnete und schrie fassungslos auf. Ein Händler hatte Willow aufgegriffen. Der Knabe war tropfnass, als hätte man ihn in den See gestoßen, und zitterte am ganzen Leib
„ Er war draußen beim See an einem Baum gebunden, der Bauer am anderen Hof sagte er gehöre hier her“, brummte der bärtige Mann. „ Ja…um Gottes Willen“ Theresa war außer sich und zog Willow herein, er hustete stark. Gleich darauf kam Scarletts Vater hinzu und hielt dem Kind eine Standpauke, sie solle gefälligst besser auf ihren Sklaven Acht geben.
„ Der war nicht gerade billig, junge Dame“ Theresa trocknete Willow währenddessen mit einem der Lacken ab. Unverfroren fasste sie ihm an die Stirn. „ Herr…ich denke er hat Fieber“, meinte sie. Der Gutsherr donnerte auf Willow zu, fühlte ebenfalls die Temperatur und schnaubte missmutig. „ Auch das noch… er soll sich ins Bett legen“, schnaubte der Gutsherr. „ Ausnahmsweise“, fügte er hinzu.
Gesagt getan. Willow lag im Bett. Er zitterte obwohl seine Stirn glühte, als wäre es heißes Schmiedeeisen. Theresa legte ihm einen nassen Fetzen auf die Stirn, den sie immer wieder neu anfeuchtete. Allerdings sah es nicht gut aus, der Schweiß rann dem Knaben über die Stirn, er wirkte schon mehr tot, als lebendig. Das Fieber wollte nicht abklingen und schließlich musste sich auch Scarletts Vater eingestehen, dass der Junge wohl nicht von selbst gesund werden würde. Noch früh am Morgen kam der Doktor, dessen Diagnose ein Faustschlag in Theresas Gesicht war.
„ Der wird nicht mehr, nichts zu machen“ „ Was? Aber Herr Doktor, irgendetwas muss es doch geben…irgendeine Medizin“, rief Theresa aufgeregt. „ Nun es gäbe schon eine Medizin, aber die müsste man erst bringen lassen, das kostet viel Geld und Zeit, die hat das Kind nicht mehr“ „ Und ich habe das Geld nicht“, sagte der Gutsherr trotzig. Theresa warf ihm einen schockierten Blick zu, den der Mann allerdings nicht zu bemerken schien. „ Nun gut, dann schaffen wir ihn hier weg, ob der hier verbleicht oder im Wald ist dann auch schon irrelevant, sollen sich Wölfe dran erfreun“ Theresa standen Tränen in den Augen. Schützden nahm sie Willow in die Arme. „ Herr… bitte Herr…tun Sie das nicht, nehmen Sie ihn mir nicht weg“, kreischte sie hysterisch. „ Ich nehme ihn dir nicht, Weib! Der Tod holt ihn“, knurrte der Gutsherr. Zwei Knechte nach denen er geschickt hatte, tauchten in der Tür auf. „ Weg mit ihm“, sagte er zu ihnen gewandt. Die beiden Männer stießen Theresa einfach von Willow weg.
„ Nein tut das nicht!“, plärrte sie verzweifelt. Aber sie hörten nicht, zerrten den Knaben aus dem Bett und wollten ihn fortbringen. Neben ihrem Vater stand schließlich Scarlett. Ungerührt musterte sie die Trauernde. „ Warum plärrt sie denn so, Vater? Das ist doch nur ein Sklave!“ Mit funkelndem Blick starrte Theresa das Mädchen an. Ihre Nasenflügel blähten sich vor Zorn und Ekel. „ Nur ein Sklave?“, wiederholte sie Scarletts Worte. „ Du grässliches Monster, du Abschaum…Teufelsbrut, verbrennen sollte man dich du widerwärtige Hexe!“, schrie sie und verpasste Scarlett eine schallende Ohrfeige. Wie erstarrt hielt sich das Mädchen ihre Wange.
Wie ein erzürnter Bär brüllte der Gutsherr: „ Nehmt das Weib gleich mit…mein Kind schlagen, du Hure! Das wirst du bereuen!“ Der zweite Knecht packte Theresa, die wild um sich schlug. Doch bevor er sie rauszerren konnte schrie sie: „ Verflucht sollt ihr sein! Pech und Unglück sollen euch heimsuchen, der Teufel soll eure Seelen ins ewige Feuer werfen, alles wird sich rächen, alles bekommt ihr heimgezahlt und vor allem“ Theresas Blick traf Scarletts. „ DU!“
Scarlett hatte allerdings nur ein selbstgefälliges Lächeln auf den Lippen, als der Knecht Theresa fort brachte, nachdem der Vater befohlen hatte ihr die Kehle durchzuschneiden.
Die beiden Männer brachten Theresa und Willow in den Wald, der eine Knecht ließ den geschwächten Knaben zu Boden gleiten. Theresa kauerte bei dem kranken Kind, ihre Tränen vermischten sich mit dem Regen. Die beiden Männer losten darum, wer die Magd umbringen sollte.
„ Willow“, flüsterte Theresa dem Jungen zu. Er öffnete seine schweren Lider. „ T…T“ Theresa hielt den Atem an. „ Theresa“, sagte Willow mit kratziger Stimme. „ Du…du sprichst“, murmelte sie leise. „ D….Danke“, hauchte er. Theresa lächelte traurig. „ K…kalt“ Bevor Theresa ihn umarmen konnte, damit sie ihn wärmte, wurde sie an den Haaren zurück gezogen, sodass sie ihren weißen Hals darbot. Das Messer setzte an. Ein einziger Schnitt löschte ein Leben aus. Regungslos glitt Theresa zu Boden.

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Kommentare

Lillium schrieb am 2009-11-09 16:33:37:
Also wenn man da nicht überredet wird ^^
Die nächsten Teile folgen

mfg
john-kniesel@gmx.de schrieb am 2009-11-06 23:20:22:
Eine sehr "schöne" geschichte
Mich würder es sehr freuen wen du noch mehrere teile rein stellen würdest
Veronica Wallner schrieb am 2009-11-06 19:33:27:
Hy Lillium

echt eine klasse geschichte würd mich freuen, wenn ich auch noch die fortsetzung lesen kann

Lg Veronica
Celebration schrieb am 2009-11-06 19:23:31:
Bitte,bitte,bitte Die anderen teile reinstellen!
tweety schrieb am 2009-11-06 19:19:35:
hi lilium. du hast eine echt eindrucksvolle geschichte geschrieben..... wenn es auch traurig ist schätze ich mal, dass die leute früher wirklich so grausam mit ihren sklaven umgegeangen sind.
Aber du hast eine tollen schreibstil-- mach weiter so!
mfg tweety

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