Der Sprung inīs Wasser
von
Stephanie P.
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Eigentlich war ich eine gute Schülerin. Eigentlich. Aber das war ich nicht immer. Vor anderthalb Jahren war ich schlecht. Ich meine so richtig schlecht. Ich habe nie gelernt, war immer zu faul. Bis es dann klick gemacht hat. In meinem Kopf. Da oben. Irgendwo drin. Doch dann habe ich die Schule gewechselt, auf ein Gymnasium. Von der Realschule. Der Sprung in´s Wasser. Ob man gerettet wird, weiß man nicht. Vielleicht gibt es Schulen, wo man noch einen Rettungsring zu geworfen bekommt. Dann kann man ihn fangen oder man ersäuft, qualvoll. Am Anfang fühlt man sich, wie ein Sandkorn auf dem Meeresgrund, das aufgewirbelt wird. Es dauert seine Zeit, bis man sich beruhigt und zum Alltag findet. Doch nun befinde ich mich in einem schwarzen Loch, voller Depressionen. Es hat so lange gedauert, die Klassenbeste zu werden. Und nun soll ich wieder von neu anfangen, alles noch einmal durchleben?? Warum? Es ist traurig, weil mir die Zeit davon läuft, rasend schnell. So fliegt, wie ein Vogel. Und was wird mich in der Zukunft erwarten? Soll ich zur Uni gehen? Schaff ich das? Und wenn man sich Mühe gibt, und dann versagt. Und wenn man es noch zu sehr will und es nicht schafft, ist man am Boden. Wie ein Blatt, welches vom Herbstbaum gefallen ist. Und dann wartet man, bis der Frühling kommt. Und man wieder aufsteht. Nun wollte ich mehr Zeit mit meiner Mutter verbringen, immer bei ihr sein. Ich wurde anhänglich, zu anhänglich vielleicht. Sie lehnte mich auch nie ab. Die Zeit, die ich durch machte, brachte uns näher zusammen. Ich wollte nie alleine sein, zu mindestens jetzt nicht.
Der Sprung in das Wasser. Man riskiert etwas. Wie beim Börsenhandel. Was passiert, zeigt die Zukunft.
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