Der Tod ist schön - weil bunt
von
joLepies
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Der Tod ist schön - weil bunt
Zuerst werden die Blätter rot, gelb und braun,
dann runzelig und knochentrocken.
Leblos taumeln sie
in die offenen Arme der Erde.
Nahrung für diese.
Aber auch die Nebel sind gekommen.
Sie löschen alle Farben und Konturen,
machen Mensch und Tier frösteln.
Mit der klammen Kälte beginnt
dann auch der Reigen Schwarzer Gedanken.
Genauso der Wind.
Er strolcht durch die Zweige
der Bäume und Büsche.
Bis zum Horizont,
dem taubengrauen Versteck der Sonne.
Die Gedanken sind jetzt nur noch grau.
Ähnlich der Blätter wirbeln sie
durch Zeit und Raum.
„Ich bin jetzt da. Mein Name ist Herbst ...“,
spürt jede, jeder und alles.
Doch auch den Himmel treibt es um.
Und plötzlich schwemmen
seine Tränen jedes Staubkorn
von Dächern, Wänden, Straßen,
Wegen und Brücken.
Dann weint das Firmament so heftig,
dass seine Wasser Häuser und Dämme mit sich reißen.
Das sind die Tage, an denen die warme Jahreszeit
endgültig ihre Kraft verliert,
träumend vom satten Grün wiederkehrender Zeit.
Nur wer sich gleichmacht wird überleben.
Klagen und Seufzer werden von den
pfeifenden Winden davon getragen.
Und der kalte, trübe Schein der Sonne
kann kaum noch wärmen.
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Kommentare
Stella G. schrieb am 2007-10-16 06:35:57:
Schönes Gedicht, hat Kommentare verdient ;-)
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