Der Überfall der Orks
von
Kenshin Himura
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Die Sonne brannte auf die Wagen herab. Die Temperatur hatte die 35 grad schon lange hinter sich gelassen und schritt nun auf die 40 zu. Borbon saß schief im Sattel, er hüpfte auf dem Kamelrücken hin und her ohne rechte Kontrolle, den Helm hatte er abgenommen und neben den Wassersack gehangen, welcher schon seit mehreren Stunden leer war. Borbon schwitzte nicht, er kochte. Seit rund einer halben Stunde schon philosophierte er, in Gedanken mit sich selbst darüber ob ein Mensch verdampfen konnte. Schließlich bestehen wir doch zu 98%% aus Wasser rechtfertigte Borbon seine Überlegungen vor sich selbst, also warum nicht auch verdampfen, oder plötzlich in Flammen aufgehen. das war zwar schmerzvoller aber irgendwie spektakulärer.
Der Schweiß floss unter seinem Brustpanzer hervor, er berührte das Eisen mit der Hand, es kochte, er hätte sich darauf getrost ein Spiegelei braten können, oder etwas Schinken. Schnaubend ließ Borbon die Hand sinken, den Feldwebel interessierte es ja nicht das seine Truppe gerade verdampfte oder verbrannte. Verdammt, schon wieder diese Frage, er musste sich, sobald er wieder zu Hause war unbedingt erkundigen was von beidem nun wahrscheinlicher war. Innerlich machte er die Stimme des Feldwebels nach. „Und behaltet die Brustpanzer an, und die Stiefel, es könnte jederzeit etwas passieren.“ Borbon kicherte leise, zum Beispiel greift uns eine Wüstenratte an oder ein Eisbär springt hinter dem nächsten Kaktus hervor.
Er blickte sich im Sattel um, die Kolonne, bestehend aus 5 Holzwagen und 20 berittenen Soldaten kam im weichen Wüstensand nicht besonders voran. Die Wagen steckten andauernd irgendwo fest und mussten losgezehrt werden. Zwei der Wagen waren mit gesalzendem Fleisch, Kleidern für die Nacht, Brot und das wichtigste in der gottverdammten Wüste: Wasser bestückt.
In den anderen Wagen befanden sich die einzigen Menschen, denen wohl noch heißer war als Borbon. Die Gefangenen bekamen nur hab soviel Wasser und nur das nötigste zu Essen.
Wenn der Trupp halt machte dann durften sich die armen Trottel weder waschen noch die Beine vertreten, was ihnen nach so vielen Stunden Fahrt bestimmt gut getan hätte. „ Borbon“.
Also wie war das wenn man verdampfte...
„Borbon!“ der Feldwebel schlug ihm leicht, aber auch nicht zu leicht gegen den Hinterkopf.
Borbon erwachte aus seinen Gedanken und verfluchte sich selbst, verdammte Denkerei, wenn der Feldwebel ihm die nächste Wasserration strich konnte er seine Verdampf- Verbrenn Theorie bald selber ausprobieren.
„ Na Borbon, da du im Moment gerade nichts zu tun hast kannst du ja die Gefangenen kontrollieren.“ Der Feldwebel machte eine kleine Pause. „und du kannst das Wasser ausschenken, aber sorge dafür das dass Trinken nicht auf dem Weg in deinem Magen landet, wäre doch schade für die Gefangenen,“ Seine Miene wurde härter. „und jetzt Abmarsch.“
Borbon trottete gelangweilt in Richtung Karawanenende, zum Wasserwagen, er wusste die Augen des Feldwebels würden auf der kompletten Wasserausschenktour auf ihm kleben.
Es war eine anstrengende und erniedrigende Arbeit, im Lauftempo neben den Wagen hertraben und das kostbare Gut aus einem schweren Holzfass an die Gefangenen zu verteilen.
Borbons Beine taten weh doch er durfte nicht langsamer werden. In jedem Wagen saßen 4 der abgerissenen Gestalten und nahmen die Wasserschläuche die Borbon ihnen reichte dankend an.
„ Hey Borbon.“
Tilo ein relativ junger Soldat sprang neben ihm her.
„ Na musste Wasser ausschenken , ist schon Scheiße so bei der Hitze und dann noch arbeiten; also ich hätte da keinen Bock drauf, aber du musst ja, denn du hast sicherlich auch keinen Bock, denke ich mal.“
Borbon wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„ Also der Feldwebel hat dich dazu verdonnerte, tja der Typ ist ganz schön gereizt in letzter Zeit, gerade gestern, als ich meinen Posten kurz verlassen hatte um zu pissen...“
Borbon reichte einem weiteren Gefangenen sein Wasser, nur noch ein Gefangener, gleich konnte er wieder auf dem Rücken seines Kamels sitzen und Löcher in die Luft gucken, oder Sandkörner zählen.
„ Also ich war gerade nicht auf meinem Posten und da kam dieser alte Giftzwerg...“
Borbon lehnte sich kurz gegen den langsam fahrenden Wagen, konnte dieser Junge nicht mal für ein paar Sekunden den Mund halten.
Er öffnete einen kleinen Klappe wodurch er dem letzten Gefangenen sein Wasser reichen wollte. Plötzlich griff sich Tilo den Wasserschlauch und setzte ihn genüsslich an die Lippen, gurgeln floss das Wasser in seine trockene Kehle.
„ He, lass das, das Wasser ist für den Gefangenen, der hatte heute noch nichts zu trinken.“
Tilo setzte den Wasserbeutel ab und kicherte leise.
„ Man was kümmert dich dieses verlauste Stück Scheiße, soll der Mistkerl doch verdursten.“
Tilo beugte sich zu dem Gefangenen und warf ihm den leeren Wassersack vor die Füße.
„Willst du mich verklagen, Abschaum der Welt?“
Der Mann im Wagen starrte mit leerem Blick auf den Wassersack, dann ließ sich der ältere Mann nach hinten sinken. Er fing an zu schluchzen.
„ Schnauze da drin.“
sagte Tilo mit verächtlicher Stimme.
Ein weiterer Gefangener, der sich bis jetzt in einer schattigen Ecke des Karrens saß, reichte dem alten Mann wortlos seinen Wassersack, danach sank er wieder in sich zusammen.
„ Guck dir diese Bastarde an, teilen ihr Wasser vor dem Galgen, das ist ja besser als ne Oper.“
lachte Tilo nun lautstark.
Der Mann in der Ecke erhob sich und ging zu dem Gitter an dem Borbon und Tilo standen.
Borbon schätze ihn auf etwa 20 Jahre, langes verfilztes, schwarzes Haar hing ihm bis über die Schultern.
„ Du nennst mich einen Bastard?“ fragte er mit erstaunlich kräftiger Stimme.
„ Genau, und ich sage das deine gottverdammte Mutter das billigste ist was es auf der Straße gibt.“ Tilo steigerte sich nun richtig hinein. „ Verstanden.“ fragte er nach.
Borbon mischte sich nun ein.
„ Komm Tilo, lass den Mann in Ruhe.“
Er wollte den jungen Mann mit sich ziehen doch der Gefangene griff, durch die Gitterstäbe nach Tilos Hemd und zog ihn näher zu sich.
„ Ich werde dich töten, bevor wir den Galgen erreichen.“
Dann ließ er ihn los. Tilo und Borbon waren für einen Moment sprachlos.
„ Na warte du...“
setzte Tilo zu einer neuen Schimpfkanonade an. Doch weiter sollte er nicht kommen, den plötzlich explodierte der Boden um die Karawane herum, der Angriff hatte begonnen.
Borbon stolperte vom Wagen weg, die gesamte Karawane stand still. Was Borbon für explodierenden Boden gehalten hatte waren Orks. Dicht an den Sand gepresst hatten sie gewartet und nun die sandfarbenen Umhänge abgeworfen die sie so gut wie unsichtbar gemacht hatten. Die Orks waren fast alle unterschiedlich groß. Die größten waren weit über 2 Meter, so wie Borbon das schätzen konnte, andere waren gerade mal 1,70 Meter groß. Sie trugen Brustpanzer aus verschrammten Metall und ihre Arme und Beinen waren mit genauso angeschlagen Arm- und Beinschienen geschützt, einige trugen zerrissene Lederhosen, bei anderen wurde ihr Unterkörper
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Kommentare
Bone1979 schrieb am 2008-12-02 10:40:24:
Hallo.
Auf jeden Fall. Gut geschrieben.
MfG
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