Der Umzug
von
Beppo
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Der Umzug
Damals war ich 11 Jahre alt, ich wohnte in Fröttmaning, nur 2 Minuten von der Allianz Arena entfernt. Ich wohnte mit meinen Eltern in einer nur 60 m² großen Wohnung. Doch dann kam ich eines Tages vom Fußballtraining heim und ich spürte schon, dass etwas komisch war, denn meine Mutter war total übertrieben nett zu mir und sie hatte mein Lieblingsessen gekocht. Während des Essen sagte sie dann plötzlich: „Wir werden umziehen“. Ich wusste erstmal nicht, was ich davon halten sollte, denn natürlich war ich froh, dass wir in eine wahrscheinlich größere Wohnung ziehen würden. Dies dachte ich, bis meine Mutter hinzufügte: „Die Sache hat nur einen Haken: Die Wohnung ist nicht hier in München, sondern in Merching.“ Schockiert fragte ich: „Wo ist diese Merching?“ Ich wollte die Antwort eigentlich gar nicht hören, aber meine Mutter sagte genau das, dass ich befürchtet hatte: „Es ist eine Stunde von hier, du wirst also die Schule wechseln müssen.“ „Nein!“ rief ich „das kommt gar nicht in Frage, hier habe ich meine Freunde, hier habe ich... Doch meine Mutter unterbrach mich: „Dein Vater und ich, wir haben uns schon entschieden, die Wohnung hat 5 Zimmer und hat 140 m². Außerdem ist die Miete nicht höher als hier.“ Ich verschwand wütend auf meinem Zimmer, doch das sollte an ihrer Entscheidung nichts mehr ändern.
1 Monat später
Jetzt sind wir in Merching eingetroffen. Gerade eben habe ich mein neues Zimmer eingeräumt. Mit meinen alten Sachen gefüllt ist es allerdings nicht einmal halb voll. Und am nächsten Tag muss ich auch noch in die Schule. Erschöpft von dem langem Umzug lasse ich mich ins Bett fallen. Am nächsten Morgen klopft mein Vater an die Tür und ruft: „Aufstehen! Frühstück ist fertig. Müde öffne ich meine Augen und sehe auf die Uhr. Es ist viertel vor 6. In München wurde ich immer um viertel vor sieben geweckt. Hundemüde begebe ich mich zum Frühstück, wo mein Vater mir erklärt, dass ich jeden Morgen so früh aufstehen muss, weil der Zug 40 Minuten bis zu meiner Schule in Augsburg braucht. Am Bahnhof angekommen sehe ich einige Schüler stehen, doch da ich kein so kontaktfreudiger Mensch bin, stelle ich mich etwas Abseits. In der Schule angekommen muss ich feststellen, dass es nur noch eine einzelne Bank gibt. Ich sitze also alleine. Die ersten zwei Stunden vergehen ziemlich schnell, doch in der Pause ist keiner da, der wirklich mit mir reden will. Der restliche Schultag zieht sich ewig in die Länge, weil keiner da ist, der mit mir reden mag. Und was soll man in der Schule schon anderes machen? Zu Hause angekommen erzählt mir meine Mutter, dass sie mich schon für den örtlichen Fußballverein angemeldet hat und dass heute Abend das erste Mal Training ist. Als ich dort ankomme sehe ich, dass fast jeder im Verein aus meiner Klasse ist. Sie lachen mich sofort aus und fragen mich, was ich denn hier will. Sie hänseln mich so immer weiter, bis ich keinen einzigen Ball mehr treffe. Ab diesem Tag bin ich nie wieder ins Fußballtraining gegangen.
2 Wochen später hat sich an dieser Situation immer noch nicht viel geändert, die Schultage ziehen sich ewig hin, und die Nachmittage sind noch viel länger, weil ich nichts zu tun habe. Doch an diesem Tag kommt ein neuer in die Klasse, er ist „freiwillig zurückgetreten“, wie man das heute nennt. Neben mir ist der einzige freie Sitzplatz, deshalb setzt er sich dorthin. Er versucht sofort sich mit mir zu unterhalten und erzählt mir von seinen Noten, und wie es passiert ist, dass er durchgefallen ist. Er ist mir von Anfang an sehr sympathisch und sogar in den Pausen redet er mit mir. In der 5. Stunde werd eich dann tatsächlich ermahnt, dass ich nicht so viel schwätzen soll. Oh, wie ich das vermisst habe. Er lädt mich sogar ein, am Nachmittag mal beim Handballtraining vorbeizuschauen . Ich sage begeistert zu. Beim Handball ist es einfach nur toll, die Mannschaft nimmt mich supernett auf. Die Sportart erlerne ich auch sehr schnell, so dass ich bald schon bei den Punktspielen mitspielen darf.
Mittlerweile bin ich 13 Jahre alt und spiele sehr erfolgreich Handball. Durch den Verein konnte ich mir einen großen Freundeskreis aufbauen, und durch meine sportlichen Erfolge werd ich jetzt auch von meiner Klasse respektiert.
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Kommentare
Stefan Schweinberger (Autor) schrieb am 2008-03-06 12:57:34:
das freut mich, dass sie dir gefällt, ich werde mal schauen, was sich machen lässt
Anita schrieb am 2008-03-03 17:04:56:
ich finde diese kleine geschi´chte sehr schön und auc spannend es sollte eine vortsetztung geben
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