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Kategorien > Grusel > Gänshaut

Der Unfall

von S. Cyrill

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Der Unfall
Es war viertel nach Zehn, und die Sonne färbte den Himmel, als sein Wagen in den roten Kombi, der gerade abbiegen wollte hinein fuhr. Bis dahin war es ein angenehmer Abend gewesen. Nie hätte Stan sich das träumen lassen. Er war ein guter Fahrer und seit Jahren unfallfrei, das heißt, bis heute unfallfrei gefahren. Er hatte es auch nicht eilig gehabt oder war zu schnell, eher war er gemächlich in den anderen Wagen hinein gerollt. Innerlich checkte er sich noch einmal durch bevor er ausstieg um nach der Person zu sehen. Stan bezweifelte zwar, dass dem anderen Autofahrer ernsthaft etwas passiert war, aber immerhin war er an dem Unfall Schuld also konnte er auch nach dem Rechten sehen.
Nach wenigen Schritten konnte er in dem roten Kombi eine Gestalt erkennen, sie bewegte sich und war gerade dabei aus dem Auto zu steigen. Es war anscheinend alles nur ein Blechschaden. Das hätte ihm gerade noch gefehlt jemanden wieder zu beleben, schon bei dem Gedanken stieg ein Brechreiz in ihm auf. Stan trat um den Wagen herum und betrachtete die Stelle auf die er aufgefahren war. Auf den ersten Blick handelte es sich nur um eine ziemlich großen Kratzer, doch aus dem Motorraum rauchte es verdächtig. Auch sein Auto war gezeichnet, an seinem Kotflügel klaffte eine tiefe Beule.
Er überlegte ob er seinen Bruder anrufen sollte um ihm zu sagen, dass er später bei ihm eintreffen würde, doch er beschloss dies nicht zu tun, denn Kevin brauchte nicht unbedingt noch mehr Munition um ihn für die restlichen Jahre seines Lebens zu schikanieren. Dazu fand er sowieso immer Gelegenheit. Hinter Stan schob sich langsam die Autotür auf und entblößte einen jungen Mann in einer Lederjacke. Stan schätze ihn etwas jünger als sich selbst.
„ Alles ok Sir, es tut mir sehr leid ich weiß auch nicht wie das passieren konnte“
Doch das wusste er genau. Eigentlich wollte er schon seit Monaten aufhören zu Rauchen, was Kevin von Geburt der Überlegung bis zu heutigen Tag als Niederlage bezeichnete. Aber trotz des Hohns seines Bruders fühlte sich Stan nicht motiviert es ihm zu beweisen und aufzuhören, sondern zündete sich genüsslich eine Zigarette an, Kevin würde es ja niet erfahren. Und spätestens als die Glut sich von ihr löste und in seinem Hemd verschwand hatte er die Straße aus dem Blick verloren.
„ Nein, nein mir geht’s gut“ sagte der Mann. Dabei zuckte sein rechtes Auge im Takt der Silben. „Ich glaube ihr Auto ist Schrott. Sir, soll ich ihnen den Abschleppdienst anrufen, damit sie nach Hause kommen?“
„Wieso denn?“ der Mann lehnte sich über Stan hinweg um auf die Motorhaube zu schauen. Stan konnte sich gerade noch herum winden sonst hätte er der Länge nach auf ihm drauf gelegen.
„Ja da haben sie wohl recht das Auto springt im Leben nicht mehr an, schade hatte es gerade abbezahlt“ der Mann zuckte mit den Achseln, drehte sich zu Stan um und lächelte ihn mit einem breiten Grinsen an. Dann stapfte er an ihm vorbei und stieg ohne auch nur eine Sekunde zu zögern in Stans Wagen. Stan stand einfach auf der Strasse und erwartete irgendwie, dass der Mann wieder aussteigen würde. Doch er konnte erkennen, dass dies wahrscheinlich nicht der Fall war. Zögernd ging er auf sein Auto zu und zog die Fahrertür auf. „Sir ich muss auf direkten Weg zu meinen Bruder, der erwartet mich schon, ich kann ihnen gerne ein Taxi oder den Abschleppdienst bestellen…“
„Ach quatsch Mann ich wohnen nicht weit von hier und die nächste Stadt ist eine Stunde von hier entfernt bis da jemand hier ist bin ich nach Hause gelaufen“ „Selbst das wäre mir egal Mann, lauf so weit wie du willst, bis ans ende der Welt. Doch steig verdammt nochmal auf meiner Karre!!“ „Oder wollen sie etwa, das ich nach Hause laufe, dafür das sie meinen Wagen zu Schrott gefahren haben ist das das mindeste was ich von ihnen verlangen kann“ Irgendwie und irgendwo hatte er Stan damit getroffen, er fühlte sich obwohl er vor Wut kochte. Er zog die Fahrertür mit Gewalt in die angeln und stieg ein.
„Ach übrigens Mann ich heiße Paul aber alle nennen mich Pauli, kannst du auch wenn du willst“ seine Stimme hatte jetzt nichts mehr von einem jungen Mann sondern eher die eines zu groß geratenen fünf jährigen der dir versucht eine Sandburg als Kuchen zu verkaufen. Stan bereute jetzt schon, dass er sich so von dem Bubi hatte überrumpeln lassen und dass er ihn tatsächlich nachhause fuhr, wo zu Geier das auch war. „Und wie heißt du Mann?“ Stan schwor sich nie wieder zu rauchen und beim nächsten Mal wenn Bursche ihn Mann nannte einfach vor den nächsten Baum fahren würde.
Die erste Stunde die sie fuhren sprachen er kein Wort, was daran lag das Pauli wie ein Wasserfall von sich und seinen Vorlieben sprach. Am meisten liebte er Sex und Gewalt und am besten beides zur gleichen Zeit. Stan drehte sich der Magen um. Bis jetzt hatte er noch nicht einmal gewusst, dass es so etwas gab was Pauli das beschrieb. Selbst das es in der Praxis funktionierte was Stan nicht begreifbar. Sonne war währenddessen vollkommen verschwunden und hüllte alles ins Dunkel.
Stan hatte sich seit dem er denken kann auf diesen Tag gefreut, nämlich heute würde der Tag seien an dem er besser wäre als sein Bruder. Nicht das er seinen Bruder nicht mochte aber es ekelte ihn an das er immer die Nase vor hatte und das nicht nur um Millimeter. Kevin war ihm schon immer haushoch überlegen. Doch heute hatte er das erste Mal die Chance und vertat sie mit Pauli im Auto. Wer weiß wo dieser Mensch wohnt. Als Stanley ihn fragte sagte er, er solle immer gerade aus fahren. Das tat er jetzt nun seit einer geschlagenen Stunde. Er hätte noch einmal gefragt, doch Pauli referierte jetzt über den nutzen des Internets für seine Perversionen. Soviel dazu das Pauli hätte laufen können sie waren bestimmt über 50 Kilometer von der Unfallstelle entfernt. Seinen Benzinstand zeigte an das er nur noch wenig Benzin im Tank war, obwohl er noch bevor er losgefahren war getankt hatte.
Wahrscheinlich hatte der Tank ein Loch. Die Menge würde eventuell noch einige Kilometer vielleicht auch etwas mehr durch halten, doch erst der Bursche Heim und dann noch zu seinem Bruder, das wäre eindeutig zu viel. Er würde bei der Hälfte bestimmt stehen bleiben. Er hielt sich zurück nicht sämtliche Schimpfwörter die er kannte auf sein Lenkrad zu spucken und hielt sich damit in Zaum den Straßenrand nach einem Schild abzusuchen. Wenige Meilen später stand eins. „Monas kleine Pausenstube“ hieß dies eher schäbig aussehende Motel mit Tankstelle. Er bog ein. Pauli war gerade an dem Höhepunkt seiner Ausführungen. Als er auf dem Vorhof des Hotels hielt sah er in dem angrenzenden Lokal keine Menschen drin sitzen und davor standen nur zwei Autos. Er würde sofort weiter fahren hätte sein Tank kein Loch so groß wie ein Cent stück. Vielleicht konnte es ja irgendwer reparieren. Stan sah hinüber zu Pauli. Dieser Grinste ihn höhnisch an und sagte er wolle ein Telefon suchen um mal wieder richtig zu Vögeln wie er meinte. Stan schüttelte den Kopf und stieß die Wagentür auf. Soll

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Kommentare

chrissi schrieb am 2009-05-02 11:36:02:
irgendwie langweilig... :)
jombo schrieb am 2008-04-23 22:21:35:
hallo s.cyrill diese geschichte ist echt sehr gut zu lesen, kurz und bündig aber immer noch sehr interessant...weuter so...mehr davon...byebye
Betty schrieb am 2008-01-24 13:28:11:
Hallo,es ist eine gute ,knappe ,genaue Geschichte.Es macht Spaß sie zu Lesen, weiter so

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