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Kategorien > Science Fiction >

Der Verlust

von Klaus Eylmann

Der Nachspann rollte vor seinem inneren Auge ab, als ihn die virtuelle Welt entliess. Sie gab ihm Zeit, sich auf die Realitaet einzustellen, und doch wurde ihm jedes Mal uebel, wenn er sich den Helm vom Kopf zog. Er oeffnete die Augen und blickte auf die graue Wand seiner Wohnzelle.
Jan blieb einen Moment in seinem Sessel liegen, wusste, er wuerde sich langweilen, wenn er jetzt nichts unternahm. Er bestellte ein Robotaxi und fuhr zur naechsten Fabrik. Nach dem Kalender war es Winter, doch das Klima war gesteuert, fuenfundzwanzig Grad das ganze Jahr ueber, und drei Mal im Monat ein Gewitter. Jan hatte seine Jacke zu Hause gelassen.
Er reihte sich in die Menschenschlange ein, die vor dem Fabrikgebaeude wartete und langsam weiterrueckte. Noch eine halbe Stunde, dann standen sie auf dem Laufband, dass sich im Schneckentempo durch den verglasten Korridor bewegte, vorbei an den Fenstern, die sie von der Halle trennten. Fasziniert blickten sie hindurch. Dort drinnen wird gearbeitet, dachte Jan und sah, wie Roboter hin und herwuselten. Wie gern haette auch er eine Aufgabe gehabt, wie sie alle hier. Die Maschinen hatten ihnen jegliche Arbeit abgenommen. Nicht lesen, nicht schreiben, nicht rechnen, was war den Menschen denn noch geblieben? Die Sprache. Ein Lautsprecher sagte es, doch Jan hatte es schon tausend Mal gehoert: “Station der Endprodukte.” Was war es, das da aus der letzten Maschine fiel und in einer Schuette verschwand? Die Maschinen hielten fuer nicht erforderlich, es ihnen zu erklaeren. Wozu auch? Jan und die anderen haetten es ohnehin nicht begriffen.
Missmutig stieg er aus dem Taxi, fuhr mit dem Lift in seine Wohneinheit zurueck und liess sich in seinen Sessel fallen. Wenn sie, so dachte Jan, die Kenntnisse von Maschinen haetten, koennten sie auch arbeiten, und er legte ein neues Programm in seinen Reader, dann zog er sich die Haube ueber den Kopf. Es war das Programm, welches in Millionen von Lesegeraeten lag und zum millionsten Mal in Millionen Hirne uebertragen wurde: Das Instruktionsprogramm fuer neue Maschinen: Robotics 1. Robotics 2 – 1000 verstaubten im Regal.

Kommentare

Dead_Eye666@web.de schrieb:
na ja irgendwie war das nen bisschen kurz also um nicht zu sagen seht kurz und etwas wirr aber naja deshalb ist es ja ne sci-fi story.
tupamaro666@yahoo.de schrieb:
ja, das stimmt eigentlich. die geschichte ist sehr kurz und ich finde sie auch nicht besonders gut. aber ich denke, die anderen geschichten von Klaus Eylmann können sich wirklich sehen lassen. Kompliment.

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