Der Virus- Buch alpha 1
von
Obscurefighter
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So, hier etwas Neues von mir. Hoffe es gefällt euch. Da der Prolog ziemlich kurz ist, habe ich auch einen Teil des ersten Kapitel dazugetan. Viel Spaß.
Prolog
"Und achte auf das, was du sagst, ja?"
Meine Mutter sah mich ernst an. Ich schmunzelte und nickte.
"Ja, Mum. Alles klar. Und außerdem... ich bin ja nur für drei Wochen in England."
Meine Mutter lächelte und tätschelte mir die Wange. Ich ließ das alles widerstandslos über mich ergehen. Immerhin würde ich sie einige Wochen nicht sehen. Mein Vater warf einen Blick auf seine Armbanduhr.
"Dein Schiff legt in 30 Minuten ab. Geh lieber schon mal an Bord."
Er war immer so trocken und direkt. Ich nickte und nahm meinen Rucksack. Dann reichte mir mein Vater seine Hand.
"Wir sehen uns, Prinzessin."
"Ja. Bis dann, Daddy."
Er zuckte bei seinem Kosenamen zusammen. Doch ich lächelte ihn an und drehte mich in Richtung Schiff. Kein großer Ausflugdampfer, sondern nur ein kleines Schiff, dass mich ans Festland bringen würde.
Da fiel mein Blick auf das Mädchen, was etwas weiter abseits stand. Clara, meine Zwillingsschwester. Ich stellte meinen Rucksack wieder ab und ging zu ihr. Sie hatte mir den Rücken zugedreht. Ihre blonden Haare fielen zum Pferdeschwanz gebunden ihren Rücken hinab. Sie rieb sich die nackten Schulter. Als ich hinter ihr stand, wandte sie sich um.
"Du verlässt uns also, Josi."
"Clara, du weißt doch."
"Ja, du bist der Mensch für so etwas."
Sie drehte sich um und lächelte mich an.
"Tu mir nur einen Gefallen, kleine Schwester. Pass auf dich auf."
Ich nickte und strahlte sie an.
"Klar. Und wenn ich einen süßen Typen sehen, merk ich ihn mir, ok?"
"Hey, ich bin zur Zeit vergeben."
"Ja, aber wer weis wie lange noch."
Sie schaute völlig ensetzt, doch ich lachte und sie sah, dass alles nur ein Scherz war. Sie klopfte mir auf die Schulter und schubste mich dann ein Stück weg.
"Jetzt zieh ab."
"Pass auf Mum und Daddy auf, ok?"
"Klar."
Ich sah kurz auf den Boden und dann wieder in Claras Gesicht.
"Ich geh dann mal."
"Viel Spaß und vergiss uns nicht."
Ich lachte, nahm sie einmal in den Arm, schnappte mir dann meinen Rucksack und ging die Gangway hinauf. Als ich das Schiff betreten hatte, wandte ich mich noch einmal um. Meine Mutter winkte mir nach und Clara hob aufmunternd den Daumen. Nur mein Vater sah wieder auf seine Uhr und machte ein genervtes Gesicht. Ich schluckte und legte dann meinen Rucksack auf das Band. Dann stieg ich die Stufe zum Deck hinab.
Später saß ich auf meinen Platz im Schiffsrestaunrant und sah durch das kleine Fenster neben mir nach draußen. Ich spürte meinen Rucksack zwischen meinen Beinen und starrte auf den Boden. Da spürte ich eine Bewegung neben mir. Ich sah auf. Ein Mann mittleren Alters hatte sich enebn mich gesetzt. Er lächelte mich freundlich an und zog seine Schiebermütze von Kopf.
"Einen wunderschönen guten Tag, mein Fräulein."
Ich lächelte ihn an und nickte ihm höfflich zu.
"Ihnen auch, Sir."
"Sie fahren also auch ans Festland?."
"Ja. Ein Austauschprogramm. Ich muss zum Flughafen, um nach Birmingham zu fliegen. Und Sie?"
"Eine Geschäftsreise. Eine schnöde Geschäftsreise."
Er klopfte auf den Aktenkoffer, der zu seinen Füßen stand. Dann reichte er mir die Hand.
"Mein Name ist Roger Martin. Und Ihrer?"
"Josifine Stampler."
I
Drei Wochen später
Als ich das Schiff verließ, hatte ich ein merkwüdiges Gefühl. Mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Und das, obwohl die Sonne schien. Wie immer, hier auf Sunny Island. Ein leichte Meeresbrise strich durch mein Gesicht. Ich schloss die Augen und genoss sie eine Weile. Dann trat ich einen Schritt vor und wollte mir ein Taxi heranwinken, aber hier war kein einziges. Ich zog verwirrt eine Augenbraue hoch, wollte aber nicht warten und entschied mich zu Fuß in die Stadt zu gehen. Also schulterte ich meinen Rucksack und ging los.
Etwas stimmte hier nicht. Die Stadt war wie ausgestorben. Niemand war auf der Straße, kein Auto fuhr. Ich ging am Eingangschild der Stadt vorbei und sah mich um.
"Hallo? Hallo?!"
Niemand antwortete. Ich ging weiter, doch etwas beunruhigte mich. Ich fühlte mich beobachtet. Vor der kleinen Kneipe, dem 'Donner Inn' hielt ich an. Ich legte die Hände auf die dreckige Fensterscheibe und spähte hinein. Dort bewegte sich etwas. Ich musste schmunzeln. Ich war also doch nicht alleine. Vielleicht hatte Clara ja eine Willkommensparty für mich organisiert. Also trat ich von der Scheibe weg und ging zur Tür. Ich setzte ein extra überraschtes Gesicht auf und trat ein.
Die Überraschung war ab jetzt nicht mehr gespielt. Denn niemand war da. Alles sah aus, als hätten Leute es nur kurz verlassen. Als würden sie gleich wieder auftauchen. Aber ich hatte doch gerade eine Bewegung hinter der Fensterscheibe wahrgenommen. Ich nahm den Rucksack ab und stellte ihn auf einen Stuhl. Dann sah ich mich um. Ich ging hinter die Theke und strich über den Wasserhahn, der tropfte. Wieder kam das Gefühl in mir hoch, dass ich beobachtet wurde. Ich wirbelte herum, doch hier war niemand.
"Was geht hier vor?", murmelte ich.
"Hallo! Ist hier irgendwer?!"
Da knackte etwas schräg hinter mir. Ich wirbelte herum. Doch hockte jemand auf dem Boden. Die Kleidung war zerissen und er wirkte wirklich nicht gesund. Ich ging leicht in die Hocke und schlich auf ihn zu.
"Hallo, sind Sie ok?"
Er hob den Kopf und ich starrte für einen Moment in ein ausdruckloses, totes Paar Augen.
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Kommentare
Obscurefighter schrieb am 2010-01-12 19:20:05:
das kommt noch
tanja schrieb am 2010-01-11 17:18:57:
Hi!
Die Geschichte ist i-wie cool.
Aber ist der Mann zum Schluss nun tot?
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