Der Virus Buch alpha 2
von
Obscurefighter
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"Runter!", brüllte jemand.
Ich ließ mich nach hinten fallen. Ein Schuss gellte durch Luft und der Jemand vor mir kippte nach hintern über. Ich wollte mich aufsetzen, da sprang jemand neben mich. Er legte mir die Hand auf die Schulter und drückte mich nach unten. Ich sah hoch. Neben mir stand ein junger Mann, etwa so alt wie ich. Er trug ein Shirt. Seine dunkelbraunen Haare waren zurückgestrichen. Mit ernstem Blick suchte er die Umgebung ab. Endlich nahm er die Hand weg und ich stand auf.
"Was zum Teufel..." fing ich an, doch er schubste mich etwas zurück.
"Nicht bewegen."
"Aber..."
"Nicht bewegen." Er wirbelte herum und seine blauen eiskalten Augen fixierten mich. Ich schluckte, flüsterte dann aber:
"Was zum Teufel ist hier los?"
"Wenn ich das wüsste, wäre ich..."
Plötzlich hob er die linke Hand und lauschte.
"Hörst du das auch?"
Auch ich hob lauschend den Kopf.
"Ja. Hier ist noch jemand."
"Runter. Hinter die Theke."
Er drückte mich auf den Boden und wir beide robbten hinter die Theke. Ich musterte ihn.
"Hi, Steven."
"Hi."
Er nickte mir kurz zu. Ich nickte zurück.
Steven Oken war seit mehreren Jahren Claras fester Freund. Daher kannten wir uns ziemlich gut. Trotzdem hätte ich nicht erwartet ihn hier zu sehen. Vielleicht hatte er ja eine Antwort auf meine Frage.
"Also, was ist hier los?"
"Ich habe keine Ahnung."
Da erklang ein tiefes Atmen vor der Theke. Tief, brummend und... unmenschlich. Ich wollte aufstehen, doch Steven packte mich am Oberarm und zog mich runter.
"Nicht. Warte."
Er rollte sich auf die Seite, dann auf den Bauch und stand ganz langsam auf. Ich ging in die Hocke und folgte seinem Beispiel. Ich spähte über die Thekenkante, doch vor mir war nichts. Absolut nichts. Ich stand auf. Auch Steven erhob sich und sah sich suchend um.
"Merkwürdig. Ich habe doch gerade etwas gehört. Hm... naja."
Er zuckte mit den Schultern und ging um die Theke herum. Ich packte ihn an der Schulter.
"Warte. Wo willst du hin?"
"Hier raus."
"Ich komme mit."
"Na gut. Zu zweit ist man weniger einsam."
Er grinste und wir gingen in Richtung Tür. Doch kurz davor hatte ich so ein Ziehen im Nacken. Ich wandte mich langsam um. Und stieß einen lauten Schrei aus.
Vor mir stand ein Mensch. Seine Haut war eingefallen, die Kleidung zerissen. Er hatte blutige Wunden überall am Körper. Doch das schlimmste waren seine Augen. Sie waren weis und völlig ausdrucklos. Er stieß dieses lautes Stöhnen aus und bewegte sich langsam auf mich zu. Ich stieß wieder einen Schrei aus. Steven fuhr herum. Seine Augen weiteten sich vor Schreck. Mehr sah ich nicht, denn bei dem Versuch zurückzuweichen stolperte ich und fiel nach hinten über. Da knallte ein Schuss. Die Person fiel nach hintern über und rührte sich nicht mehr. Ich sah auf.
Steven stand schwer atmend da, in seiner Hand eine blitzende Pistole. Er schluckte und steckte sie dann ein. Danach sah er zu mir.
"Alles ok."
"Ja. Aber woher hast du das?" Ich deutete auf die Pistole, die jetzt in seinem Gürtel steckte.
"Ach die. Hab sie aus dem Waffenschrank von meinem Dad."
Stimmt ja. Sein Vater war der Sherrif hier auf Sunny Island. Steven deutete mit dem Daumen über die Schulter.
"Jetzt lass uns hier verschwinden."
Ich stand auf und nickte. Doch mein Blick fiel die Person auf dem Boden.
"Steven."
"Ja?"
"Hatte dieser Typ die Augen geschlossen, als du ihn erschossen hast."
"Nein. Wieso?"
"Weil wir dann ein Problem haben."
Plötzlich stand er wieder und das Stöhnen war wieder zu hören. Sofort zog Steven die Pistole und richtete sie auf ihn.
"Verdammt, ich habe ihm doch in die Brust geschossen. Warum steht er wieder?"
"Ich weis nicht. Aber lass uns hier verschwinden."
Ich packte seinen Arm und zerrte ihn zur Tür. Wir stürmten durch die Tür nach draußen. Es hatte angefangen zu regnen. Die schwarzen Wolken verdeckten die Sonne. Hinter war zu dem Stöhnen der einen Person noch mehrer andere dazugekommen. Steven sah sich panisch um.
"Weg hier! Weg!"
Er deutete auf die Straße und wir rannten los. Doch mitten auf der Straße kamen uns noch mehr solcher entstellter Menschen entgegen. Steven hielt schlitternd an und stoppte mich, indem er meinen Arm packte.
"Was zu Teufel ist hier los?", fragte ich wieder, diesmal mit festerer Stimme. Er schüttelte den Kopf.
"Ich fühl mich hier wie in einem schlechten Horrofilm. Diese Typen sehen aus wie Zombies."
"Und wie tötet man Zombies?"
"Keinen Plan."
"Dann weg hier!"
Ich rannte zu einer kleinen Seitenstraße. Steven folgte mir. Die Gasse führte zu einem Hinterhof. Steven stieß die Mülltonnen um, um unsere Verfolger abzuschütteln. Doch dann schien er eine Idee zu haben.
"Zur Polizeistation. Schnell!"
Ich nickte und bog scharf rechts ab. Die Polizeistation lag in der Mitte der Stadt, doch wir mussten uns zum Hinterausgang schleichen.
Ich rüttelte an der Tür, doch nichts tat sich.
"Verdammt. Abgeschlossen."
"Warte."
Steven holte sein Schlüsselbund heraus und nahm einen Schlüssel in die Hand. Flink schloss er das Schloss auf ud öffnete die Tür.
"Bitte nach dir." Ich trat ein und er folgte mir.
Die Polizeistation war in einem ungewohnt ordentlichen Zustand. Ich setzte mich auf einen Stuhl und rieb mir mein Gesicht. Steven lehnte sich an Wand und drehte die Pistole in seinen Händen. Ich beobachtete ihn dabei.
"Zombies. Nicht zu glauben."
"Ja."
Er steckte die Pistole ein und sah mir direkt in die Augen.
"Wo warst du?"
"Wie bitte?"
"Ich bin seit einer Woche hier und habe dich vorher nicht hier gesehen."
"Ich war auf einer Austauschreise in Birmingham."
"Aha. Hat Clara gar nicht erzählt."
Er schwang sich von der Wand weg und ging zum Fenster. Er sah nach draußen und ich dachte laut nach.
"Was geht hier vor? Ich meine, Zombies gibt es doch nicht."
"Wie du siehst schon. Wir sollten verschwinden."
"Aber, was ist mit unseren Familien?"
Er antwortete nicht. Endlich drehte er sich wieder um und sah mich mit festem Blick an.
"Wenn ich nur wüsste, was hier los ist?"
"Ich dachte, du bist seit einer Woche hier."
"Stimmt ja auch, aber als hier ankam war es schon so."
"Aha. Du warst..."
"Zelten."
Ich stand auf und ging zu ihm rüber. Eigentlich hatten wir nie viel miteinander zu tun gehabt. Er war diese Art von Typ, dem alle Mädchenherzen zuflogen. Nur mich ließen diese kräftigen Armmuskeln und sein Sixpack kalt.
Er deutete nach draußen.
"Es wird dunkel."
"Und?"
"Na ja, dass ist ihre Zeit. Ich traue mich nachts wirklich nicht auf die Straße. Die legen dich um, eiskalt."
"Wenn du meinst."
Es dämmerte schon und ich spürte, wie erschöpft ich war. Lag bestimmt am Flug und der Schifffahrt.
"Ich lege mich in die Ausnüchterungszelle. Das ist wenigens ein Bett."
"Gute Idee, ich komm mit."
"Warte."
Mir war eine Idee gekommen. Ich strecke fordernd die Hand aus. Steven schaute verwirrt.
"Was?"
"Du hast doch sicher noch eine Waffe,
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Kommentare
Vany schrieb am 2010-01-17 17:16:54:
ich finde deine geschichte bis jetzt ganz gut...ich bin schon auf die nächsten kapitel gespannt (:
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