Der Weg des Drachen
von
Xanathos
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Es war früh am Morgen als Woldar durch ein Signalhorn geweckt wurde. Es war das Alarmsignal vor einem feindlichen Angriff. Er War in wenigen Augenblicken voll gerüstet. Er war ein Waldläufer. Seine Ausrüstung bestand aus einem leichten Kettenhemd, einer Tunika und einem Ledermantel. Bevor er aus seiner Hütte ging nahm er den Bogen vom Haken an der Tür und hängte sich das Langschwert um die Hüfte.
Er lief durch die Straßen der Stadt und hielt genau auf den Bergfried im Inneren der Stadt zu. Dort angekommen erwartete ihn bereits eine Wache. „Gut dass Ihr so schnell kommen konntet Woldar. Der Stadtherr möchte dass ihr zum östlichen Strand geht und dort Ausschau nach einem Schiff haltet. Es kann kein Schiff des Königs sein, da das Versorgungsschiff erst in einigen Wochen wiederkommt. Seid Vorsichtig und erstattet sofort Bericht wenn sich etwas tut.“ Woldar nickte und machte sich mit den weiteren Befehlen von dannen.
Nach einem langen Fußmarsch erreichte Woldar schließlich den östlichen Strand. Soweit er sehen konnte war an dem Strand kein Schiff oder gar Bote zu sehen. Also machte er sich auf und suchte sich einen Unterschlupf um den Anbruch des Tages zu erwarten und vor Überraschungen geschützt zu sein. Er wählte eine dichte Baumkrone als Versteck. Nachdem er es sich gemütlich gemacht hatte holte er die Rolle mit den Befehlen der Stadtherren hervor und spürte im selben Moment wie die Müdigkeit ihn langsam übermannte. Noch bevor er über die ersten zwei Zeilen hinweg kam schlief er ein.
Die Sonne stand schon hoch am Horizont als Woldar schließlich wieder erwachte. Er reckte sich in dem Sonnenlicht das die Äste seines Verstecks hindurch ließen. Als er schließlich die Augen öffnete um sich umzusehen erschrak er. Überall auf dem Strand waren Wrackteile und Körper verteilt. Es war ein grauenhaftes Bild und Woldar konnte für einen langen Augenblick seine Augen nicht abwenden. Was war passiert. Es sollte ein Schiff kommen und nun liegt es mitsamt den Passagieren über den Strand verteilt. Woldar wusste zwar das die gesamte Insel von einem Riesigen Riff mit vielen Strudeln umgeben war, aber allein das konnte solch eine Zerstörung und Tot nicht verursachen.
Schließlich musste er von dem Baum herunter um die Leichen und das Wrack zu untersuchen um einen ausgiebigen Bericht abliefern zu können.
Woldar musterte genau die Wappen des Segels und der Soldaten. „Dies war ein Transportschiff für einen Botschafter oder Würdenträger. So viel steht fest. Aber zu welchem Zweck? Solch ein Wappen ist mir noch nie untergekommen.“ Als er sich gerade zu einem der Soldaten hinunter beugen wollte hörte er ein husten. Woldar richtete sich sofort auf. `Jemand hat überlebt! ‘ Schoss es ihm durch den Kopf. Woldar rannte in die Richtung aus der das Husten kam. Unter einem Stück Segel fand er schließlich einen Jungen dessen Kleidung zerrissen war als ob ihn eine Art Tier angefallen hatte. Er sah schwer mitgenommen aus und war sehr blass, aber er lebte. „Du hast verdammtes Glück gehabt Junge.“ Woldar untersuchte ihn auf Verletzungen. Stellte aber nur einige Prellungen und Schürfwunden fest. Er hielt allerdings inne als er seinen Brustkorb untersuchte. Auf der rechten Brust des Jungen prangte ein Brandmal auf dem ein Drache zu sehen war. „Ein Abkömmling des Drachenklans.“ >Unmöglich! < dachte Woldar. >Denn Drachenklan soll es doch schon seit Jahrhunderten nicht mehr geben! Das wird nichts Gutes heißen! < „Warum bist du auf diese Insel geschickt worden Junge? Dies ist der gefährlichste Ort für jemandem von deiner Abstammung. Nun gut vielleicht wirst du mir es erzählen wenn du erst mal wieder bei Bewusstsein bist. Du hast Glück gehabt das gerade ich dich gefunden hab.“, sagte Woldar und hob den Jungen vom Boden auf und trug ihn vom Strand.
Mein Kopf dröhnte. Ich konnte Blut, Salzwasser und Seetang im Mund schmecken, dass ich mich erbrach bevor ich überhaupt erkennen konnte wo ich war. Meine Glieder schmerzten als das Erbrechen meinen ganzen Körper durchfuhr.
Auf einmal bemerkte ich hektische Stimmen um mich herum. Als ich versuchte etwas zu erkennen war ein Gesicht vor mir, von einem Mann in seinen besten Jahren. Es war ernst, aber auch freundlich. Ich wollte etwas sagen doch bevor ich einen Satz herausbrachte legte er seine Hand auf meinen Mund und gebar mir zu schweigen. „Ruhe dich aus. Im Moment ist deine Gesundheit schwer angeschlagen. Du musst dich erst erholen, dann ist immer noch genug Zeit zum reden. Hier bist du in Sicherheit.“ Und mit diesen Worten fiel ich in einen Unruhigen Schlaf.
Ich befand mich in einem Gang. Er war aus dem blanken Fels geschlagen. Man erkannte die Spuren der Werkzeuge, dennoch sah es majestätisch aus. Es ging aufwärts und an den Wänden waren Fackeln zur Beleuchtung angebracht. Je weiter ich voranschritt desto breiter wurde der Gang, bis er schließlich in einer riesigen Höhle endete. Am gegenüberliegenden Ende von mir war ein riesiges Loch von wo aus man auf den Wolkenverhangenen Himmel sehen konnte. Davor lag eine Zusammengerollte Gestallt. Ich Schritt voran. Ohne Furcht, ohne zu zögern. Da regte sich die Gestallt um so näher ich ihr kam. Als ich schließlich vor der Gestallt stand erkannte ich einen Drachen vor mir. Er war schwarz wie die Nacht und hatte Klauen und Zähne so Weiß wie der Vollmond. Er hob seinen Kopf genau auf meine Augenhöhe. Ich fühlte eine Hälfte meiner Seele in dieser Kreatur und ich Verlor mich in seinen Azurblauen Augen.
Ich schreckte auf als mich jemand an den Schultern packte. Ich riss die Augen auf und erkannte den Mann wieder. „Bleib ruhig. Ich wollte nur nicht das du aus dem Bett fällst.“
Ich ließ mich vorsichtig auf der Bettkante nieder und sah mich in dem kleinen Raum um. Er war sehr einfach eingerichtet und doch hatte er einen gewissen Reiz. Es war ein Recht großes Zimmer mit einem Kamin in dem ein Kochtopf hing, einem Bett, sowie einem Bücherregal das zum bersten gefüllt war. An der Tür hingen ein Rapier, ein Mantel sowie ein Langbogen.
Der Mann neben mir folgte meinem Blick. „Du brauchst keine Angst zu haben. Du bist hier sicher.“ Daraufhin stand er auf und holte eine Schüssel und machte sie an dem Topf im Kamin voll. Als er sie mir reichte sagte er: „Hier iss die Suppe sie wird dich stärken. Ich muss dich heute noch zu einem Heiler bringen der dich untersuchen wird. Ich bin zwar auch etwas in der Heilkunde geschult, aber er ist bei weitem einer der besten seines Fachs.“
Ich aß die Suppe und verschlang einen halben Leib Brot dazu. Danach ging es mir besser, denn während ich aß bekam ich einen unglaublichen Hunger. „Du isst als ob du seit Tagen nichts zu essen hattest. Was hast du in den letzten Tagen gemacht?“
Darüber hatte ich bis jetzt gar nicht nachgedacht. Als ich versuchte mich an irgendetwas zu erinnern wurde ich immer panischer da ich mich an nichts erinnern konnte. „Bleib ruhig. Reg dich nicht auf. Es ist alles in Ordnung. Du hast wahrscheinlich eine Form von Amnesie, dafür würde auch die Beule an deinem
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