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Kategorien > Liebe > 1024 Error while loading Unterkategorie object in class.GeschichteAdoDB.php @ line 587

Der Wille, meine Freiheit V

von Zahra Kritar

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Der Wille, meine Freiheit V

Ich spürte den rauen Stoff auf meiner Zunge. Man hatte mich geknebelt und als ich versucht mich zu bewegen, stellte ich fest, das man mich auch gefesselt hatte. Am liebsten hätte ich geheult. So aussichtslos war meine Lage. Völlige Dunkelheit umhüllte mich, doch die Wärme ließ darauf schließen, dass ich mich in einem Zimmer befand. Um genau zu sein, in einem Bett. Ich robbte von einer Seite zu nächsten und stellte fest, dass das Bett ziemlich groß war. Das Klicken eines Schlosses ließ mich erstarren. Angespannt wagte ich es kaum zu atmen und beobachtete einen Schatten der sich dem Bett nährte. Ängstlich fiepte ich, denn schreien konnte ich durch das Tuch in meinem Mund nicht. Eine Gestalt setzte sich auf das Bettgestell und seufzte, kurz darauf wurde eine Öllampe angezündet. Das Zimmer wurde von einem flackernden Schein erhellt und ich sah, dass man mir ein altmodisches Schlafkleid angezogen hatte. Mein Blick glitt langsam zu der Person, die das Licht angezündet hatte. Ein attraktiver, junger Mann mit schwarzem, kurzem gelockten Haar saß vor mir. Seine Karamell farbenden Augen fixierten jede Bewegung von mir und am liebsten hätte ich aufgeschrieen. Natürlich war es dieser Vincent von dem Porträt im Museum! Das war alles ein übler Scherz, wirklich! Das konnte nicht sein! Ich hätte ihn gerne berührt, um mich zu vergewissern, dass er echt war. Er betrachtete mich interessiert und lehnte sich über das Laken zu mir herüber, während ich mich gleichzeitig wegrobbte. Ein hoffnungsloser Versuch, gefesselt wie ich war. Er legte den Zeigefinger auf seinen vollendeten Mund, um mich zu beruhigen. Misstrauisch starrte ich ihn an. „Hab keine Angst, dir wird nichts passieren.“ Seine Stimme klang freundlich und ich hätte ihm auch getraut, doch ein Mann blieb ein Mann und ich wollte noch nicht entjungfert werden. Nicht als Sklavin und erst recht nicht in dieser Zeit! Langsam streckte er seinen Arm aus und ich ließ ihn nicht aus den Augen. „Beruhige dich, ich will nur…“ Er löste den Knoten meines Knebels, „dir helfen.“ Die verknoteten Seile an meinen Handgelenken und Füßen löste ich selber. Er ließ mich gewähren und beobachtete mich dabei aufmerksam. Dann saßen wir uns gegenüber und starrten uns dabei völlig fasziniert an. Ich, weil ich es immer noch nicht glauben konnte und er, warum auch immer. Irgendwann fragte er mich, „Wie ist dein Name?“ er war höflich und mutig antwortete ich „Lieclair. Du musst Vincent Lorong sein!“
Vincent runzelte die Stirn, wobei er noch hübscher aussah. „Ein sehr schöner Name.“ Er klopfte leichte neben sich auf die Matratze. „Komm her, du musst dich nicht fürchten.“ Das sollte ich ihm glauben? Keinen Zentimeter rührte ich mich von der Stelle. Seufzend erhob er sich und öffnete ein Fenster, das zur Terrasse führte. Ein frischer Wind wehte herein und mir fiel zum ersten Mal auf, dass er oben herum nichts trug. Da er mit dem Rücken zu mir stand, konnte ich ihn eingehend betrachten. Er war sehr durchtrainiert und von schlanker Gestalt, auf seiner Weise sehr sympathisch. Ich atmete die reine Nachtluft ein und beruhigte mich langsam. Das war wohl der Zweck, denn Vincent setzte sich neben mich. Darauf bedacht keine hektischen Bewegung zu machen und abstand zu halten. Ich fühlte mich unwohl, ließ mir aber nichts anmerken. Sein Gesicht lag im Schatten, deshalb war es schwierig festzustellen, was er jetzt vorhatte. Sanft strich er mit seiner warmen Hand über meinem Arm und ich bekam eine Gänsehaut. „Ich werde dich zu nichts zwingen, Lieclair. Wenn du etwas nicht willst, dann berücksichtige ich das.“ Dankbar lächelte ich ihn an. „Danke.“ Er schwang sich in das große Ehebett und legte sich auf die Seite, sodass ich seine Miene nicht sehen konnte. Etwas unsicher legte ich mich ebenfalls in das fremde Bett, auf die äußerste Bettkante. Jetzt war der Zeitpunk gekommen, an dem ich weinen musste. Lautlosen rannen die Tränen meine Wangen hinab. Werde ich je meine Familie wieder sehen? Und als hätte Vincent mich gehört, griff er nach meiner Hand und drückte sie sacht. Ich war dankbar in diesem Moment nicht alleine zu sein.

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Kommentare

Eleóme schrieb am 2008-02-15 17:30:03:
Hallo Zhara, ich kann Jeiy nur zustimmen :) tolle Geschichte, versuche trotzdem etwas länger zu schreiben
LG Eleóme
Jeiy schrieb am 2008-02-14 17:07:38:
Hi Zahra,
ja darfst mich fragen und ich antworte dir auch sogar ^^
Ich bin 18 und schreib schon fast mein ganzes Leben lang selber Geschichten, zu denen sich Tag für Tag neue gesellen ^^
Und ich werd sicherlich auch noch schreiben, wenn ich schon 40+ bin ^^
Mfg
Jeiy
zhara schrieb am 2008-02-13 15:01:53:
sag mal, darf ich dich fragen wie alt du bist?
zhara schrieb am 2008-02-13 08:18:49:
Hey Jeiy, danke irgendwie sah das ganze komisch aus.
Jeiy schrieb am 2008-02-12 18:29:16:
Hallo zahra,
So hab die letzten beiden Teile jetzt direkt hintereinander gelesen (Kleine Anmerkung: Römische 4 wird IV und nicht IIII geschrieben ^^) und ich denke, dass könnte noch alles sehr interessant werden!
Schreib weiter!

Mfg Jeiy

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