Der Wille, meine Freiheit VIII
von
Zahra Kritar
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Der Wille, meine Freiheit VIII
Wir saßen dicht auf sein weiches, bequemes Bett. Er hatte meine rechte Hand in seine gebettet und fuhr mit den Fingern feinfühlig meine Lebenslinien nach. Entspannt ließ ich mich nach hinten fallen und schloss die Augen. Wenn Vincent nett zu mir war, dann vertraute ich ihm und das was er gerade tat war schön. Einfach nur schön. Ich spürte, dass er mich ansah und schmunzelte. „Deine…“ seine warmen Hände wanderten meinen Arm hinauf. „ Brot, Salat und ähm… Käse, Salami Frühstück war sehr interessant.“ Nun musste ich lachen. Überrascht sah er mich an. „Du hast noch nie ein Sandwich gegessen?“ Vincent runzelte die Stirn. „Isst man so etwas in deinem Land?“ Natürlich. So etwas isst man auch in England, nur noch nicht in dieser Zeit. Das hätte ich gerne geantwortet, doch ich beschränkte mich auf ein kleines, kurzes „Ja.“ Es musste ja keiner wissen, dass ich gerade zur Erfinderin des Sandwichs geworden bin. Vincent bemerkte, dass hinter meiner Antwort noch viel mehr steckte, aber sprach es nicht noch einmal an. Stattdessen starrte er auf die Sonnenbeschienende Terrasse.
„Vermisst du deine Heimat?“ Er schaute mich dabei nicht an und ernst setzte ich mich wider aufrecht hin. „Nein, ich vermisse ehrlich gesagt meine Freiheit. Es ist…“ Seine glühenden Augen fixierten mich und ich verlor den Faden. „Es ist…“ Seine Hand lag immer noch in meiner und ich wurde rot. Vincent deutete es falsch. „Ist es wegen mir? Warst du verheiratet?“ Jetzt war ich es, die verwirrt war. „Ich bin 15, da ist man doch noch nicht verheiratet.“ Zart strich er über meine Wange und ich unterdrückte den Reflex mich wegzulehnen. „Was ist es dann?“ seine Frage war so inständig, das ich nicht länger in seine wunderschönen, strahlenden Augen schauen konnte. Er brachte mich vollkommen aus der Fassung. War das normal? Mein Ex hatte mich nie so verwirrt. Ich versuchte dieses Kribbeln in meinem Bauch zu deuten und gleichzeitig seinen angenehmen Finger an meinem Hals zu vergessen. Stöhnend ließ ich mich wider nach hinten fallen. Nein, wie bin ich doch dumm! Berta hatte ganz recht gehabt. Ich bin eine dumme Gans. Warum? Ich war in ihm verliebt, verliebt! Das geht doch nicht, nicht hier! Ich bemerkte, dass er aufstand und vorsichtig meine Hand losließ. Seine Schritte waren kaum zu hören, so leise lief er im Zimmer auf und ab. Warum war er so nervös? Ich beobachtete ihn, wie er mir ab und zu einen abschätzenden Blick zuwarf und gleich wider wegschaute. „Ich verstehe das nicht.“ sagte er mit verzweifelter Stimme. Vincent kam langsam auf mich zu und beugte sich über mich. Meine Haare waren wie ein Fächer über der kalten Seide ausgebreitet. Er kam mir dabei so nah, dass sich unsere Nasenspitzen fast berührten. Seine Karamell farbenden Augen leuchteten eindringlich. Ich wollte wegschauen, doch er hielt mein Kinn sanft aber entschieden fest. Sein Geruch war furchtbar verführend. Es war mit keinem Parfüm zu vergleichen. Sondern mit einer warmen Sommernacht. „Was ist anders an dir?“ „Vielleicht, weil ich nicht hier sein sollte?“ hauchte ich atemlos. Er brachte mich um den Verstand. Er schloss die Augen fest und ließ mich los, während er seine Schläfe massierte. „Du gehst mir einfach nicht aus den Kopf. egal was ich tue.“ Oh nein, ihm geht es genauso wie mir. Das kann nicht gut enden. „Tausende schöne, junge Mädchen habe ich auf den Londoner Bällen kennen gelernt. Sie alle lagen mir zu Füßen, doch du, du bist anders. Mein Charme hat keinerlei Wirkung auf dich und ich begehre dich so sehr… „ Seine Hände fuhren sacht durch meine Haare. Ich konnte nichts anderes tun, als still da zu liegen und seiner Stimme zu lauschen. Ich war vollkommen gelähmt. Seine Finger glitten über mein Schlüsselbein, bis zu meinem Ohr. „Sag doch etwas, Geliebte.“ Geliebte! Dieses Wort holte mich wieder in die Wirklichkeit zurück. Ich rückte ein Stück von ihm weg. Seine Miene war erschrocken und es tat mir im Herzen weh, ihm das anzutun. „Nein, das geht nicht.“ keuchte ich. „ich, ich bin eine…Sklavin. diesen Unterschied dürft ihr nicht vergessen…“ ich atmete schwer ein. „Herr.“ Langsam kam er auf mich zu und in seinen Blick lag so viel wärme, das ich dahin Schmolz. Und im nächsten Moment spürte ich auch schon seine Lippen auf meinen. Das war der Himmel, dachte ich. So war der Himmel und Vincent war mein Engel. „Was für einen Unterschied?“ flüsterte er mir zärtlich ins Ohr. Vincent nahm mich in seine kräftigen Arme und küsste mich auf die Stirn. Seine Nase strich sanft durch meine Haare und plötzlich hatte ich wider Angst. Angst davor mit ihm schlafen zu müssen. Ich liebte Vincent, aber ich war noch nicht bereit für so etwas. Er spürte, dass ich mich verkrampft habe und sah mich fragend an. Er betrachtete besorgt mein flehendes Gesicht. „Hab keine angst Lieclair. Was nicht heute geschehen muss, kann auch erst in einem Jahr passieren. Ich will nur, das du bei mir bleibst.“ ich lehnte meinen Kopf gegen seine muskulösen Brust. Seine Haut war so weich und weiß, wie geronnene Milch.
„Bleibst du heute Nacht bei mir?“ Mit gespielter, abschätzender Miene überlegte ich laut. „ich weiß nicht… ich glaube ich ziehe heute mal ein sauberes Bett, einem dreckigen, kalten Strohsack, vor.“ Er lachte leise in mein Ohr. „Das war wirklich eine schwere Entscheidung.“
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Kommentare
Bonita schrieb am 2008-02-23 21:00:27:
Jetzt hab´ ich vor Schreck glatt vergessen deine Geschichte zu bewerten!
Also eigentlich find ich sie wie immer: Einfach nur erste Sahne und total spannend!!!
Das schreit förmlich nach einer Fortsetzung!!!
Ganz liebe Grüße
Bonita
Bonita schrieb am 2008-02-23 20:56:18:
Hey das ist mit dem Computerverbot ist echt fies, besonders weil wir damit auch voll bestraft werden!!!!!!!!!!!!!!! Wir (oder zumindest ich) wollen doch wirklich nur eines: DIE FORTSETZUNG!!!!!!!!!!!!!
Und zu ... (vom 2008-02-19 15:02:07): Vielleicht geht es Zhara ja gar nicht darum Computer zu SPIELEN, sondern mehr so um´s SCHREIBEN!!! Und außerdem hört sich dein letzter Satz sehr ironisch an, was wahrscheinlich auch so sein soll und DAS kannst du dir wirklich klemmen!!!
Deine aufgebrachte, hoffnungsvolle und wartende
Bonita
zhara schrieb am 2008-02-20 07:49:59:
hey Leute ich sehe ihr habt mich fleißig unterstütz...vielen Dank schreibe gerade von der Schule aus^^ trotzdem muss ich ein Monat warten...echt traurig.
zhara
... schrieb am 2008-02-19 15:02:07:
Ähm...ja deine Geschichte ist wirklicht gut, aber wir sind nicht dafür verantwortlich das du wider Computer spielen darfst....Oh das ist ja mehr ne Bitte...was?
Lol schrieb am 2008-02-19 15:00:43:
Das ist dir mal wider ziemlich gut gelungen (genau wie das Computerverbot^^).
Tolle Story
Elle schrieb am 2008-02-19 14:59:45:
Ohh...sooooo schöööön, schreib.... was steht da? Computerverbot? Das ist aber richtig gemein. Haben deine Eltern schon mal gelesen, was du da schreibst?! Wirklich, ziemlich fies....
Schreib weiter!!!^^
Ella
Zinn schrieb am 2008-02-19 14:57:53:
Also Schlachtruf für zhara sonst erfahren wir nie wie es weiter geht!
An zharas Eltern: Ihr Tochter schreibt wunderschön und hatte mich schon süchtig nach ihren Geschichten gemacht. Wenn sie ihr ein Verbot auslegen, dann verletzten sie die Leser ebenfalls und wir sind nun wirklich unschuldig.
Bedenken sie das ganze doch noch mal...
ihr ehrenwerter Zinn.
PS: Zhara deine Geschichte gefällt mir immer besser und was auch immer du getan hast, hoffe ich, das ich nicht einen Monat auf eine Fortsetzung warten muss^^
zhara schrieb am 2008-02-18 18:04:24:
Ich bins wider... Es könnte sein das meine nächste Geschichte etwas in Verzug gerät, weil ich (Man ist das dämlich) ein offizielles Computer Verbot von meinen lieben Eltern erhalten habe. ^^
Macht euch keine Sorgen, wozu gibt es das Schulfach IT ? Bin beim Überzeugen von einer Verkürzung oder... vielleicht könnt ihr sie auch überzeugen? Schreibt einfach alle wie toll ihr doch meine Geschichte findet und das ihr einfach nicht mehr aushaltet ohne eine Fortsetzung...sonst müsstet ihr jetzt ein Monat warten... bis ihr erfahrt was mit Lieclair und Vincent noch passiert...
Mensch ist das fies... das halte ich doch gar nicht aus... bitte bitte helft mir.
mit einem hoffnungsvollem Lächeln für euch zhara
Yuriko schrieb am 2008-02-18 16:42:26:
hey zahra,
ich hab grad mal alle teile in einem durchgelesen und ich muss sagen, die story hört sich echt interessant an...!!!
aber ich find auch, dass die einzelnen kapitel ruhig etwas länger sein könnten..
schreib schnell weiter !!!
Denise Rüegg schrieb am 2008-02-18 12:35:52:
Dieser Teil der Geschichte hat mir bis jetzt am besten gefallen, weil du die Gefühle so wunderbar beschrieben hast! Echt toll! ...bis auf die paar Rechtschreibefehler... Aber die sind nicht weiter schlimm...
Mach weiter soo!
Lg Denise
Pünktchen schrieb am 2008-02-18 12:22:37:
einfach nur toll...schreib bitte schnell weiter
eli schrieb am 2008-02-18 09:11:30:
juhu es geht weiter
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