Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Liebe > Vampir

Der Wille, meine Freiheit XVI

von Zahra Kritar

1 2

Der Wille, meine Freiheit XVI

Wir saßen zusammen in der engen Kutsche. Ich war in Gedanken versunken. Was die Königin zu mir gesagt hatte, machte keinen Sinn. Von wem sollte ich mich fern halten? Sie konnte unmöglich Vincent meinen. Nein, niemals meinte sie ihn. Vielleicht sollte ich mich vor dem König in Acht nehmen. Ich hatte seinen gierigen Blick nicht vergessen. Wie versessen er mich angestarrt hatte. Wie viel Macht hatte ein König? Reichte sie aus einem Freund das Kostbarste zu nehmen? Vincent berührte leicht meine Hand und ich zuckte zusammen. „Was ist los, Liebste?“ ich schüttelte nur den Kopf. Ich merkte wie er zitterte, als er vorsichtig mein Kinn anhob. Irgendetwas war mit ihm. Warum waren seine Bewegungen nicht mehr so ruhig und Gelassen? Hätte ich gewusst, dass es im 16. Jahrhundert bereits Drogen gab, hätte ich dies vermutet, denn er wies eindeutig das Verhalten eines Süchtigen auf, der lange nichts mehr geschluckt hatte. „Vincent ist allen in Ordnung mit dir?“ fragte ich besorgt. Er fuhr zusammen und versuchte so viel Abstand, wie es in der kleinen Kutsche möglich war, zwischen uns zu bringen. Langsam machte ich mir ernsthafte Sorgen. Es war gar nicht seine Art, so zu reagieren. Als wir vor seinem Anwesen anhielten, stand er so schnell auf, das ich gerade erst wider auf den Bürgersteig ausstieg, da war er schon bei der Eingangstür. Ich hatte das Gefühl, das es ihm ziemlich schlecht ging und schritt ein, „Vincent ich glaube du solltest dich lieber hinlegen, ich mach dir einen Tee.“ Er verschwand so eilig nach oben, das ich mich fragte, ob es an mir lag. Nein das konnte nicht sein. Vincent liebte mich. Als das Wasser kochte, goss ich es zu den Kräutern und balancierte die Kanne zu seinem Schlafgemach. Er lag bereits im Bett und sah noch blasser aus, als sonst. Schwere Augenringe ließen ihn krank wirken. Die Fenster waren weit geöffnet und ein kühler Wind kam herein. Er spielte mit meinem Haar und als sich der Luftzug wider legte stand plötzlich Vincent hinter mir. Für einen Moment dachte ich, er hätte leuchtende rote Augen, aber das war sicher nur Einbildung. Erschrocken drehte ich mich um und schaute in sein Gesicht. Es war schmerzerfüllt und ich sah, wie er die Hände zu Fäusten geballt hatte. Er atmete heftig ein, als sei er ein Marathon gelaufen. „Dein Tee“, flüsterte ich ängstlich. Er machte mir Angst, aber wie ich ihn kannte, würde sich das gleich wider ändern. Mit größter Mühe legte er sich wider in das Bett und ich setzte mich neben ihn. Seine Hände umklammerten krampfhaft das Laken. „Geht es dir nicht gut, Vincent?“ Er hatte die Augen geschlossen und ich hörte wie er brummte. Es war Dunkel und ich konnte nur Schemenhaft seine Umrisse erkennen. „Sag etwas, Lieclair.“ Seine Stimme war vor Anstrengung verzerrt. „Mhm.“ Ich überlegte. „Weißt du, was ich jetzt als erstes tun werde?“ Er lachte leise, „Wahrscheinlich das schreckliche Kleid ausziehen, womit ich jeden Fräulein in London ein Geschenk gemacht hätte.“ „Natürlich.“ antwortete ich prompt. „geht es dir besser?“ ich strich über sein Arm und spürte, wie er bebte. „Nein, aber du solltest jetzt schlafen. Morgen wird alles vorbei sein.“ erwiderte er. Ich zog dieses teure Kleid von ihm aus und schlüpfte in das bequeme Nachthemd. Dann legte ich mich zu ihm und wollte mich an ihm kuscheln, wie immer, doch er schob mich sanft weg und flüsterte abwehrend. „Nicht heute Nacht, Lieclair. Sonst werde ich dich anstecken und meine Krankheit kann tödlich sein.“ geschockt vergaß ich das atmen. „Du hast Aids?“ kreischte ich fast hysterisch. Vincent lachte unsicher, „Ich weiß zwar nicht was Aids ist, aber es wäre bestimmt besser als meine Krankheit.“. Irgendwann flüsterte ich in die Dunkelheit, „Stirbst du?“ Er drückte sacht meine Hand, „Wenn ich das könnte, „murmelte er. Ich schlief in dieser Nacht nicht ein und das sollte mir zum Verhängnis werden.

Ich hörte wie er leise aufstand und stellte mich schlafend. Sanft strich er mir übers Haar und ich kuschelte mich tiefer in das Kissen. Ich war eine miserable Schauspielerin, aber Vincent nahm es mir ab. Die Tür knarrte, als er nach draußen huschte. Lautlos sprang ich auf und zog mir eilig etwas anderes an. Für Schuhe war keine Zeit mehr, außerdem hätte mich das Klackern der Sohlen auf den Asphalt verraten. Barfuss schlich ich nach draußen und sah gerade noch rechtzeitig, wie Vincent um ein Häuserblock bog. Im Schatten der Villen rannte ich ihm hinterher. Was hatte er vor? Und plötzlich war ich mir nicht mehr so sicher, ob die Königin Vincent vielleicht doch gemeint hatte. Wer verließ schon nachts das Haus und dann noch sein merkwürdiges Verhalten. Egal, ich durfte jetzt nicht darüber nachdenken, sonst passte ich nicht auf und das war’s dann mit meiner Spionage. Schlechtes Gewissen überkam mich, doch ich beachtete es nicht. Wir gingen immer weiter und die Anwesen wurden immer kleiner, bis wir in den Slums angelangt waren. Was wollte er hier? Vincent war ein Graf, warum hielt er sich dann im Armenviertel auf? Es stank ganz erbärmlich und statt Pflaster hatte ich nun Matsch unter den Füßen. Ich sah nicht, wo ich hintrat und hatte manchmal das Gefühl in etwas zu treten, das nicht aus Schlamm bestand. Vincent hielt an. In gebückter Haltung lauerte auf etwas, das gleich in Sicht kommen würde. Aus seiner Brust hörte ich es Knurren, also hatte ich mich nicht geirrt, als wir zum König herein gingen. Es klang bedrohlich und als er sich in der Dunkelheit umblickte, versteckte ich mich schnell hinter einem Schuppen. Doch sein Anblick raubte mir den Atem. Er hatte leuchtende rote Augen gehabt. Seine weiße Haut war gut sichtbar in der Finsternis. Vincent sah so unglaublich schön und gleichzeitig furcht einflößend aus. Ein Summen durchbrach die Stille. Es war ein summen, wie man es tat, wenn man alleine in der Dunkelheit unterwegs war und Angst hatte. Vincent straffte die Schultern und genau in diesen Moment kam ein dreckiges, aber trotzdem hübsches Mädchen um die Ecke. Als sie Vincent bemerkte, blieb sie erschrocken stehen. Er kam mit einer gefährlichen Ruhe auf sie zu. „Was…was wollte ihr Herr?“ fragte sie verstört. Ich sah selbst auf dieser Entfernung, dass sie zitterte und auch ich bebte wie verrückt. Die Morde, kam es mir wider in den Sinn. Junge Mädchen in meinem Alter, alleine auf der Straße. Vincent antwortet nicht sonder ging weiter, betont langsam auf sie zu. „Bitte, lasst mich in Ruhe!“ weinte sie. Plötzlich war Vincent nicht mehr so gelassen. Er ging in eine kauernde Stellung. Er erinnerte mich an einen lauernden Tiger. Ich hatte schreckliche Angst und wartete ab, was als nächstes geschah. Wie ein Blitz schoss er nach vorne und presste das verängstigte Mädchen an eine Mauer. Ihre Schreie erstickten und man hörte nur noch ein Röcheln, das immer schwacher wurde. Jemand anderes schrie und Vincent drehte sich ruckartig um. Ich hatte geschrieen, stand mitten auf der Straße und sah in das starre Gesicht des leblosen Mädchens. Vincent brüllte mich an, „Geh, Bitte.

1 2

Kommentare

zhara schrieb am 2008-03-07 22:28:37:
Das ist mal keine Nachricht für meine Lese, sondern für das Team von Storyparadies. Ich wollt mich bedanken, das ihr in einem Kapitel auf eine kleine Anmerkung von mir etwas verbessert habt. Ihr macht das ganze Super und ich kenne noch viele andere Seiten, in denen man seine story reinstellen kann, doch keine ist so übersichtlich wie Storyparadies. Thank you very much for all,
macht weiter so,eure dankbare zhara und im Namen von allen, das ihr es ermöglicht Leute schreiben zu lassen.
Danke
zhara schrieb am 2008-03-07 22:19:27:
schön das sie euch so gut gefällt! Die nächste Geschichte ist schon in Arbeit und ich hoffe euch gefällt weiterhin, was ich schreibe^^
Noch schöne Grüße an alle eure zhara
Bine_ schrieb am 2008-03-07 18:56:56:
deine Geschichte is echt verdammt spannend. Ich selber bin begeisterte Geschichtenschreiberin, baer sowas gutes is mir noch nich eingefallen. ICh hoffe du schreibst schnell weiter, sonst werd ich noch verrückt vor Spannung...
... schrieb am 2008-03-07 18:05:38:
toll. wie immer *gg*
bist ziehmlich schnell im schreiben. hoffe die nächsten teile kommen auch bald.
lg andrea
Jeiy schrieb am 2008-03-07 16:06:59:
Hey, das ist ja mal sogar ein etwas längerer Abschnitt ^^
Fand ich ziemlich spannend und ich hab mich wirklich gefreut, dass du nun endlich die Vampire mit einbezogen hast. Man hat sich zwar schon früher denken können, wer in deiner geschichte der Vampir sein wird (Vor Allem da bei den Kategorien ja schon immer 'Vampire' stannd ^^), doch die Art und Weise wie du das alles aufgedeckt hast, war wirklich gut, meiner Meinung nach. Eine schöne Geschichte und ich bin gespannt wie es weiter geht! ^^
Mfg
Jeiy

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.