Der Wille, meine Freiheit – Das Ende
von
Zahra Kritar
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Der Wille, meine Freiheit – Das Ende
Es war ein langer Weg gewesen. Ich wusste, das er noch nicht zu ende war. Für die Ewigkeit würde er weiter gehen und ich ging ihn Hand in Hand mit Vincent.
Seine Villa war nun auch mein Zuhause. Dösend lag ich in der Sonne und hörte seine leisen Schritte. „Wir haben Besuch.“ teilte er mir mit. Ich öffnete die Augen und sah in sein Topmodel reifes Gesicht. Seufzend küsste er mich und zog mich hoch.
„Weißt du schon, wer es ist?“ fragte er neugierig. Ich runzelte die Stirn. „Soweit ich weiß, kann ich noch gar keine Verwandten haben, also müssen wir uns keine Sorgen machen, dass meine Mutter hier auftaucht.“ Er lachte und zog mich mit sich. Drängend schob er mich zur Tür. „Wieso muss ich öffnen, das ist dein Haus!“ protestierte ich, doch er grinste nur Schadenfroh. Grummelnd öffnete ich die Eingangstür und schlug sie vor Schreck wider zu. Langsam drehte ich mich zu ihm um. „Du weißt schon, wer davor steht, oder?“
Mit unschuldigem Blick antwortet er, „Natürlich, willst du sie nicht herein bitten?“
Ich tippte an meine Stirn, „Spinnst du? Niemals!“ etwas enttäuschte schob er mich weg und öffnete die Tier erneut.
„Lilian, was für eine Überraschung sie hier zu erblicken!“
Ich schnaubte hinter ihm. Die hatte mir noch gefehlt. „Mister Lorong, es ist schön, dass sie sich über meinen Besuch so freuen.“ Sie streckte ihre blasse Hand heraus und Vincent küsste sie leicht. Ich wurde feuerrot vor Eifersucht. Er bat sie herein und als sie mich sah, rümpfte sie angewidert die Nase. Ich streckte ihr die Zunge heraus! Geschockt starrte sie mich an, „Vincent, ihre Dienerin hat mir gerade die Zunge herausgestreckt!“ empörte sie sich mit hoher Stimme. „Ach ja?“ Er drehte sich suchend um und spähte in den Flur. „Wen meinen sie, Miss?“ Lilian starrte ihn ungläubig an, „Na die da!“ Sie zeigte auf mich und ich schaute unschuldig zur Decke. Vincent schüttelte den Kopf, „Ich bitte sie, Lilian, warum beschuldigen sie denn meine Verlobte?“ Ich hatte keine Ahnung wer entsetzter von uns beiden ausgeschaut hatte. Nach ein paar Sekunden hatte ich mich wider unter Kontrolle. Zärtlich legte ich meinen Arm um ihn und lächelte Lilian an, „Ja, mein Schatz, ich glaube, Lilian geht es gar nicht gut. Sie ist ganz blass!“ Stotternd drehte sie sich Richtung Tür und verließ ohne ein Abschiedswort das Haus. Ich boxte Vincent in die Seite. „Das gibt ein mega Skandal, Vincent!“ rief ich spöttisch. Er beugte sich zu mir herunter und küsste mich, „Natürlich, aber ich hatte nicht vor hier weiter zu leben!“
„Nein?“ flüsterte ich zurück. „Was wollen wir dann machen?“
Er lächelte mich schadenfroh an.
„Bevor wir gehen, möchte ich noch, dass wir etwas von dir in England lassen. Es wird ein Abschnitt der englischen Geschichte sein.“ Ich kaute ungeduldig auf meine Unterlippe herum, „Sag es mir schon, was willst du machen?“
Er strich durch mein Haar und küsste mich zärtlich. „Meine geliebte Vampirfreundin, ich möchte ein Bild von dir malen.“ Mir klappte der Mund auf, so überrascht war ich. „Wie konnte ich das vergessen, das hat noch gefehlt.“ murmelte ich leise. Ansatzweise erinnerte ich mich an das Museum, aber da brach die Erinnerung auch schon ab.
„Ich habe dir sogar schon ein Kleid gekauft.“ ich zog eine Augenbraue hoch, „Ohne Korsett?“ fragte ich zweifelnd.
Vincent lachte über mein Misstrauen. „Ich weiß doch, dass du es hasst und ich muss behaupten, sie sind wirklich unbequem.“ Ich kicherte, bei der Vorstellung, „Du hast das niemals anprobiert!“ Er nickte, „Stimmt, ich wollt es nur nicht zerstören.“
Das Kleid war bezaubernd. Es war tief Gold, wie seine Augen und ohne Träger. Er stellte mich in dem Salon auf, hob mein Kinn sanft an und schob meine Haare auf einer Seite. Meine Hände faltete er liebevoll zusammen. Zum Schluss legte er seine Stirn an meine und strich mit den Fingern über meine Lippen, bis ich lächelte, dann erst war er zufrieden. Skeptisch schaute ich ihm zu, wie er sich hinter der weiße Leinwand setzte und Ölfarben auf ein Holztablett gab. „Kannst du überhaupt zeichnen?“
„Beweg dich nicht.“ Irgendwann antwortet er, „Wir Vampire können alles und damit drehte er die eben noch weiße Leinwand um. Ich sah nur das Bild und plötzlich kam alles wider in mir hoch. Wie alles begann. Das warme Museum und der langweilige Führer. Als ich mich umdrehte, war nicht mehr der Salon hinter mir, sonder der Gang des Museums. Vor mir lächelte mich eine Lieclair an, die das Glück hatte einen Vampir zu treffen. Ich seufzte.
Es war alles nur ein Traum gewesen. Ein verdammter Traum!
Plötzlich spürte ich seine Hand auf meiner Schulter und seine Lippen an meiner Kehle.
Zögernd griff ich an meinen Hals und ertastete die kleine Narbe.
„Siehst du? Es wird eine Zeit kommen an denen die Frauen den Männern gleichgestellt sind.“
„Natürlich.“ erwiderte er und küsste mich.
ENDE
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Kommentare
Dragoneye schrieb am 2008-04-17 14:17:35:
Hallo Zhara,
deine Geschichte ist wirklich gut gelungen.
Dein Ende finde ich übrigens nicht verwirred. Ich verstehe es so, das die beiden glücklich
zusammen gelebt haben und eines Tages ihr Bild im Museum sehen. Sie erinnert sich wie
es entstanden ist und verliert sich in ihren Gedanken. Dadurch ist sie kurz verwirrt.
Also ich finde das Ende toll. Sie haben sozusagen die Jahrunderte überstanden und stehen
zum Schluss wieder da wo ihre Reise begonnen hatt.
Meinen Respect für diese geniale Story..
Gruß Dragoneye
zhara schrieb am 2008-03-17 12:53:16:
Danke Nura, es ist schön das sie dir gefällt.
Da freut man sich immer richtig, wenn die Leute soetwas schreiben.
Natürlich freu ich mich auch über gerechte Kritik.
zhara
Bonita schrieb am 2008-03-16 22:38:24:
Hey das mit dem Ende fand´ ich kurzzeitig richtig gemein (Also: Alles war nur ein Traum gewesen!)
Aber trotzdem war die Geschichte letztendlich einfach nur klasse!!!
Mach weiter so!!!!!!!!!!!
Liebe Grüße
Deine Bonita
Nura schrieb am 2008-03-15 01:43:57:
Mir gefällt dein Ende; ob es jetzt logisch oder nicht ist, finde ich eigentlich nicht wichtig. Vor deiner Geschichte hab ich noch nie eine mit Vampiren gelesen -- deine finde ich wirklich schön :-)
zhara schrieb am 2008-03-14 13:27:54:
Verwirrend Yuriko?
Oder einfach nur ein gut gelungenes ende?
Mir soll es nicht gerade egal sein, aber es ist vorbei.
Ich habe es endlich geschafft diese Geschichte zu ende zu schreiben und da ich niemals vorhabe mehr damit zutun, ist es egal, wie etwas unlogisch ist. Es ist egal ob es bereits Schulterfreie Kleider gab oder Uhren.
Letztendlich zählt nur die Story.
Ihr habt alles überprüft, das finde ich klasse, doch habt ihr nie die Sachen erwähnt, die geschichtlich korrekt sind.
Es gab einen König Eduard und es gab Vincent Lorong, sein Ratgeber.
Niemand weiß, wann Vincent gestorben war.
Es gab eine Königin Johanna, die Eduard ermordet hat und die im Tower of London hingerichtet wurde. Sie wurde auch Zwangsverheiratet.
wie ihr seht, habe ich mir schon einige Gedanken gemacht und letzendlich ist alles nur Fantasy.
Geschichte bleibt Geschicht und sie hat euch gefallen, oder?
ich bedanke mich bei allen, die sie komentarlos gelesen haben und bei denen, die anmerkungen gemacht haben, wie unlogisch einiges ist.
Der Vorhang schließt sich und ich verabschiede mich mit einem breiten Smile für euch.
Das wir uns in einer nächsten Geschichte von euch oder mir wider sehen.^^
zhara, die erst 14 ist und noch keine Ahnung von der Welt hat, sondfern nur von ihrer eigenen.
Andrea schrieb am 2008-03-13 16:35:57:
schön *gg*
danke für die geschichte.
lg andrea
eli schrieb am 2008-03-13 14:39:59:
klasse geschrieben!!! super story! kompliment!!
Yuriko schrieb am 2008-03-13 11:49:47:
och nööö...warum denn schon zu ende ? das is doch blöd !!!
aber iwann in einem teil hat iwer mal geschrieben, dass du darauf achten sollst, dass die sachen die du in deine geschichte einbringst, auch in der zeit schon vorhanden sind...
genau so ist es hier mit dem kleid...kann sein, dass es wunderschön ist, aber in der zeit wurden noch keine schulterfreien sachen getragen...das war zu obszön...
und was ich noch nicht versteh ist, wie es sein kann, dass sie ihn kurzzeitig vergessen hat,scheint ja so, da sie als sie das bild von sich sieht ihn noch nicht kennt, wenn sie dann aber wieder in "ihrer" zeit ist, existiert er trotzdem...es war also kein traum...sie is auch schon ein vampir, da sie ja seine bissspuren fühlt...das heißt, das ganze konzept mit ihrer familie und so, geht ja gar nicht auf, da sie in der zeit eigentlich nie als kind hätte existieren können (seh ich das richtig? oder hab ich mal wieder ein brett vorm kopf ?)
aber trotzdem eine sehr sehr schöne geschichte...mach weiter so !!!
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