Der Wolf und das Reh
von
Entropie
Die Bäume, einzige Erhebungen einer sonst so perfekt weißen Landschaft,
waren die einzigen Zeichen der Natur, die schneeschwanger aus der Erde
hinausragten. Eine Idylle der absoluten Stille, Reinheit und Unberührtheit,
wie sie so pur und äußerst nur selten zu finden ist. Der schnee wirkte sanft
angeschmiegt an die steilen Hänge der urzeitlichen, gigantischen Berge wie
ein Erzeugnis der Erde, ist er doch in Wirklichkeit ein Produkt des Himmels,
der sich in tiefem, unergründlichem Blau wie eine Decke über die Landschaft
zu legen schien.
Nur ein Etwas, das sich auf einem der Hänge durch den Schnee zu wühlen
wagte, durchbrach die allgewaltige Ruhe, die sich wie ein Mantel auf die
ganze Umgebung gelegt hatte.
Ein Reh hetzte von panischer Furcht erfüllt und von Instinkten gelenkt, aber
dennoch unendlich elegant, edel und anmutig, jeder Sprung, jeder Schritt
eine Bewegung von Natürlichkeit und Schönheit, den Berg hinab.
In unmittelbarer Distanz dahinter, ließ sich die Ursache seiner hektischen
Flucht erkennen: ein Wolf, grau wie Nebel, sein Fell mit Schnee geschmückt,
die Augen dunkel und undurchdringlich, jagte das Reh, wobei er jedoch der
Ästhetik und Grazie seines Gejagten mindestens ebenbürtig war.
Abseits des Schauspiels, unter dem Schutze einer Fichte, lauerte ein
weiteres Tier, das ganz im Kontrast dazu völlig anderer Herkunft, ja
komplett anderer Art war. Die Gestalt schien von einer Auro der Bösartigkeit
umgeben zu sein und fixierte mit einer Akribie und Gefühlskälte den Wolf und
das Reh.
Wie eine Zecke, wartete es den richtigen Augenblick ab, handelte jedoch
nicht instinktiv, sondern bewusst, um mit einer schnellen, kontrollierten
Bewegung das zu Ende zu bringen, was seine Aufgabe war.
Ein ohrenbetäubender Krach hallte durch die Luft, ließ eine kleine
Staubwolke aufsteigen und löste dabei eine Kette von Ereignissen aus.
Das Geschoss, das aus dem Gewehr des Jägers abgegeben worden war, traf das
Reh an der Flanke mitten ins Herz und tötete es auf der Stelle. Doch der
Lärm, den die Gewehrsalve erzeugt hatte, ließ eine Schneeschicht von einem
Hang oberhalb des Jägers abrutschen und begrub ihn in dem ausgelösten
Lawinenschwall unter sich.
Der Wolf jedoch befreite sich kurz darauf geschickt aus dem Schnee und hatte
nur wenige Minuten später die Witterung eines Hasen aufgenommen.
Kommentare
marvinwarnecke@web.de schrieb am 2010-12-13 13:44:09:
naja ich habe diese geschichte netmal gelesen ´find sie aber trotzem geil und bin richtig gut drauf :Dweiß net warum is aber so metin2 zocken oder World of Warcraft zocken und ivle psaß beim lesen dein amrvin :DDDD
Hans Döner schrieb am 2008-10-22 13:29:55:
Diese geschichte werde ich für den FabulierWettbewerb benutzen xDDD
Michele schrieb am 2008-10-13 14:02:00:
Das ist doch ne blöde Geschichte, warum muss der Wolf denn immer einer von den Bösen sein?
hans schrieb am 2007-12-03 16:12:51:
langweilige geschichte hat ja gar kein action
kayahilal@hotmail.de schrieb am 2007-11-19 16:18:48:
diese geschichte hilft mir bei meinem projekt...!!THX
MaMiKlu@aol.com schrieb:
Ich persöhnlich finde die Geschichte ganz schön und auch gut überlegt aberwas ich jedoch Bemengeln muss ist das kein bischen darüber drin Steht weshalb sie sich dieses Thema gemitmet haben außerdem ist noch nicht einmal das Erscheinung Datum oder gar wo es erschienen ist vorhanden .
chatmaus500@aol.com schrieb:
Ich finde diese Geschichte wunderbar und da gute Geschichten zeitlos sind ist es völlig egal wann und warum sie geschrieben wurden
riekeclausen@hotmail.com schrieb:
Klasse Geschichte. Tolles Ende!! Mehr muss man dazu nicht sagen.
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