Der Zauberbonbon
von
Caroline
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Der Zauberbonbon
von
Kerstin Förster-Sterzel
Ich hatte einen Termin zum Elternsprechtag in der Schule meiner Tochter. Sie besucht die 2. Klasse. Das Gespräch mit der Lehrerin verlief lustig. Sie erzählte mir, dass Angelina eine gute Schülerin ist. Das Einzige, was Angelina besser machen könnte ist, dass sie mehr Energie in die Aufgaben stecken könnte. Angelina würde immer herumtrödeln. Deshalb müsste sie sich immer bei ihrem Nachbarn vergewissern, ob sie alles richtig hat.
Na gut, dachte ich: Damit Angelina ein wenig schneller arbeitet und mehr an sich selbst glaubt, werde ich eine kleine Zauberei anwenden.
In zwei Tagen schreiben die Kinder ein Diktat. Geübt haben wir schon eine Woche lang, eigentlich konnte gar nichts schief gehen. Aber da ich ja meine Tochter kenne, braucht sie guten Zuspruch, um an sich zu glauben.
Ich kam den Abend nach Hause und erzählte ihr, dass Frau Strehl zufrieden mit ihr sei, bis auf diese Kleinigkeit: das unsichere Herumtrödeln. Darauf erwiderte Angelina, dass sie sich schon große Mühe gibt schneller zu arbeiten. Ich glaubte ihr.
Dann erzählte ich ihr von einem kleinen Zauberbonbon, den man vor jeder Stunde schnell lutschen kann. Sie schaute mich mit großen Augen an und war begeistert. Sie möchte dieses Bonbon gleich morgen ausprobieren. Natürlich wusste ich, dass Angelina begeistert von meinem Vorschlag sein würde und so hatte ich auch schon eine Rolle von den Wunderbonbons „gezaubert“.
Am nächsten Morgen konnte Angelina es kaum erwarten diesen Zauberbonbon in den Mund zu nehmen. Sie war von diesem Bonbon begeistert. Natürlich nahm sie für jede Stunde eins mit. Abends erzählte sie mir, dass Frau Strehl sie heute gelobt hat, dass ihre Mitarbeit und Schnelligkeit super waren. Seit dem Tag nimmt Angelina diese Zauberbonbons. Ich brauch ja nicht sagen, wie das Diktat ausgefallen ist: nur 2 Fehler! Nach einigen Tagen wollte ich von der Lehrerin wissen, wie die Zauberbonbons anschlagen. Ja, was soll ich sagen? Die Lehrerin schrieb: “In Deutsch helfen die Traubenzuckerbonbons gut, es wäre aber gut, wenn Angelina im Matheunterricht die doppelte Ration bekommen könnte.“
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Kommentare
ahmed G schrieb am 2007-10-27 08:09:06:
Ein ganz schöner text nur manchmal wechselte die Zeit zwischen Präteritum und Präsens
Ebony schrieb am 2006-12-22 23:49:02:
Kann ich auch die dreifache Ration kriegen? Dann fang ich auch an zu rechnen.*g*
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