Der erste Fall von Privatdetektiv Cold Night 1
von
Moonlightlady
Wer immer auch behauptet hat, Chaos sei das halbe Leben, hat verdammt recht damit.
Es ist immer das selbe. Man sucht dringend etwas, aber findet man es auch? Nein. Natürlich nicht. In diesem Büro herrscht das pure, unverfälschte Chaos.
Okay, okay. Er sollte dringend mal aufräumen. Vielleicht die verstreuten Klientenakten auf seinem Schreibtisch in den Aktenschrank hängen. Vielleicht sogar die Überreste seiner letzten Mahlzeiten wegwerfen, die schon ewig rum gammelt. Wenn er nur nicht solche verdammte Angst vor dem Becher auf dem Aktenschrank hätte. Erst gestern hatte er gesehen, wie er sich ein Stück bewegt hat - als ob er lebendig wäre.
Nicht das er ein Mann wäre, der leicht zur Angst neigt. Gefühle wie Angst, Furcht oder Schrecken darf er sich im seinem Beruf nicht leisten. Trotzdem rührt erden Becher vom Chinesen nicht an. Man kann ja nie sicher sein, ob der Hund oder die Katze da drinnen auch wirklich Tod war. Könnte ja sein, das es neuen Lebenswillen geschöpft hat, nachdem er es halb aufgegessen hat stehen lassen. Eine Putzfrau müsste her. Die könnte sich dann diesem Chaos hier annehmen.
Verlockend. Er könnte es sich bequem machen, während sie - sozusagen - die 'Drecksarbeit' erledigt.
"Night. Sie ham Kundschaft."
Aber wozu eine Putzfrau einstellen und deren Ausbeuterlohn zahlen, wenn man eine Sekretärin hat, der man bereits einen Ausbeuterlohn zahlt. Allerdings macht ihm Mable jedesmal die Hölle heiß, wenn er vom Putzen oder ihrem Lohn spricht. Ihr scheint das auch noch teuflisch Spaß zu machen, ihm mit ihrer Stimme, die einem schroffen Gefängniswärter im Hochsicherheitstrakt gleicht, einzuschüchtern.
Nicht, dass er sich von einer Frau - dazu noch seiner Sekretärin - einschüchtern lassen würde. Nein. Auf keinen Fall lässt sich Cold Night, Saturnine City's - wohlgemerkt - bester Privatdetektiv, von überhaupt irgend jemandem einschüchtern.
Jetzt aber beiseite mit diesen Gedanken, die Arbeit ruft. Cold stand auf, rollte seine Hemdsärmel herab, rückte seine Krawatte zurecht und streifte sein Jackett über, das über der Lehne seines Schreibtischstuhls hing. Cold knöpfte noch einen der Knöpfe zu. So sah man nicht gleich das Schulterhalfter mit seiner .38er. Erst dann betätigte er den Knopf der Gegensprechanlage und bat, die Person rein zu schicken.
Endlich. Ein neuer Auftrag.
Hoffentlich nicht wieder eine altes Großmütterchen in weiten, grauenhaft geblümten Kleider, Strohhut mit Fruchtbehang und dicker Hornbrille, deren Katze mit dem erbarmungswürdigem Namen 'Schnubbelchen' entlaufen ist, diese aber in Wirklichkeit von ihrem Frauchen in den Schrank gesperrt wurde.
Als die Tür sich öffnete schüttelte Cold kurz den Kopf um den Gedanken loszuwerden und dann passierte es.
Die Hitze im Raum stieg an, schien das Thermostat zu sprengen. Schweißperlen standen auf seiner bleichen Stirn, da alles Blut aus seinem Gesicht gewichen schien und sein Mund war wie ausgetrocknet. Er bekam Atemnot. Der Krawattenknoten schien ihm fast die Kehle zuzudrücken so dass Cold ihn hastig lockern musste.
Zum Glück sass er hinter seinem Schreibtisch, den der Anblick dieser blonden Schönheit mit der Eleganz und Ausstrahlung von Grace Kelly haute ihn Schlicht um. Ihre große, schlanke Figur, die von einem pastellfarbenem Kostüm wie eine zweite Haut umhüllt wurde, verdeckte keine ihrer üppigen Rundungen. Die schier endlosen Beine mit den zierlichen, kleinen Füßen steckten in hohen Pumps. Das blonde Haar, das in der einfallenden Sonne golden schimmerte ergoss sich wie ebendieses Metall flüssig über ihre Schultern.
Langsam ließ er seinen Blick nach oben wandern und hatte plötzlich wieder so viel Speichel im Mund, dass er aufpassen musste, nicht zu sabbern und zu hecheln wie ein Hund. Denn ihr Mund - O Gott! Diese vollen, schön geschwungenen, wunderbar weichen, knallrot geschminkten Lippen würden wohl in jedem Mann das Tier wecken.
Sie streckte ihm beim näherkommen ihre Hand entgegen und Cold erhob mich langsam aus seinem Stuhl, den Blick noch immer auf diese Sündhaften Lippen geheftet und bemüht, mit seinem Jackett die Beule zu verdecken, die sie zweifellos mit einem solchen Aussehen bezweckte.
Äußerlich ruhig ergriff Cold ihre Hand und sah ihr in die Meeresgrünen Augen. Das einzige, was den Gesamteindruck störte, waren die dunklen Ringe unter ihren Augen, die selbst durch ihre Make-up nicht zu kaschieren gewesen waren.
"Sind Sie Night, der Privatdetektiv?" Sie hat nicht nur Haar wie Gold sondern auch eine solche Stimme. Und Unwillkürlich kam er noch mehr ins Schwitzen.
"Sehr wohl. Stets zu ihren Diensten, Miss..."
"Turner. Priscilla Turner.." Sie klang ruhig. Leicht Arrogant und merklich kühl.
"Wie kann ich ihnen helfen, Miss. Turner?"
Mit einer Handbewegung bedeutete Cold ihr, Platz zu nehmen.
Sie musterte die Sitzmöglichkeiten. Einen Stuhl, dessen eines Bein durch einen Stapel Waffenzeitschriften ersetzt wurde, nachdem sich Fatboy Walker darauf gesetzt hatte, und einen Schemel, der ursprünglich für eine Gummipalme angeschafft wurde, aber nie für einen solchen Zweck Verwendung fand.
Angewidert rümpfte die Schönheit das feine Näschen.
Cold gab sich eine Kopfnuss und schob seinen Schreibtischstuhl nach vorne.
Idiot! Wie kannst du einer Dame nur so etwas anbieten!
"Entschuldigen Sie die Unordnung. Für gewöhnlich sieht es hier nicht so aus." Sprachs und schalt sich selbst einen Lügner noch bevor er das abfällige Schnauben von Mable durch die dünne Bürowand an seine Ohren drang.
Pricilla Turner starrte kurz darauf, wischte dann mit einem blütenweißen Taschentuch über die Sitzfläche, bevor sie sich letztendlich auf der vordersten Kante niederließ.
So heiß Cold auch bei ihrem Anblick geworden war, hoffte er doch, dass ihr der Stuhl unter dem feinem Aristokratenarsch wegrutsche.
Cold, der das Wagnis mit dem Stuhl auch nicht eingehen wollte, setzte sich auf die Kante seines Schreibtisches.
"Nun, Miss Turner?"
"Ich..." Pricilla holte tief Luft und setzte erneut an. "Es geht um meinem Verlobten."
Erst jetzt bemerkte Cold den schmalen Goldring mit dem dicken Diamanten an ihrer Hand.
War ja klar, dass so jemand nen Bettwärmer hat!
"Wir hatten vor zwei Tagen eine Dinnerverabredung und Mick hat mich versetzt."
Innerlich seufzte Cold. Kaum wird das reiche Mädchen von ihrem Lover versetzt, muss ein Privatdetektiv angeheuert werden, der dann beweisen soll, dass er fremd geht, um ihm dann in aller Öffentlichkeit eine Szene zu machen, Haben den reiche nichts besseres zu tun?
Aber eigentlich sollte er sich gar nicht darüber beschweren, wo seine Brötchen herkommen.
"Er ist auch nicht bei der Arbeit erschienen. Das passt gar nicht zu Mick. Er ist der pünktlichste Mensch, den ich kenne."
Eine winzige Träne rann ihr über die Wange und fiel zu Boden. Cold folgte ihr gelangweilt mit den Augen.
"Mick liebt seine Arbeit. Er würde nie einfach fehlen ohne Bescheid zu sagen. Dann kann ich ihn auch noch nirgends finden. Oh Mick!" Und jetzt brach der Sturzbach los.
Aus langjähriger Erfahrung wusste Cold, was er jetzt zu tun hatte.
Er stand auf, legte Pricilla eine Hand tröstend auf die Schulter, verbannte den Gedanken daran, was ein paar Zentimeter tiefer liegt und sich so schön weich in seinen hohlen Händen anfühlen würde und hielt das Mitgefühl aus seiner Stimme. Was kein Problem war, den er empfand keines.
"Miss Turner. Aus welchem Grund wenden Sie sich nun an mich?" Als ob er die Antwort nich schon kannte.
"Finden Sie meinen Mick, Mr. Night. Ich weis, dass ihm etwas zugestoßen ist. Es muss so sein. Er hätte mir sonst Bescheid gesagt. Das tut er immer, damit ich mir keine Sorgen mache. Er..."
Die Tränen wollten wieder fließen und Cold sprach barsch:
"Wo arbeitet ihr Verlobter denn, Miss Turner?"
Ein leises, unterdrücktes Schluchzen.
"Sie müssen schon mit mir Zusammenarbeiten. Anders kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen."
Cold nahm wieder auf der Tischkante platz und wartete. Jetzt kam für ihn der amüsante Teil.
Vorhang auf: Zittriger Schluchzer, Make-up schonendes Tränenabtupfen, tiefer Atemzug, Schulter straffen.
Showdown: Konzentrierter Blick auf Cold, der zeigt, wie mühsam sie ihre Traurigkeit unterdrückt.
Immer darauf bedacht, weiteres Mitleid zu erzeugen.
Cold musste sich auf die Innenseiten seiner Backen beißen, um nicht schallend zu lachen.
"Mick ist Junior-Partner in der Firma meines Vaters, Turner inc."
Warum war er nicht gleich darauf gekommen?
Die Verlobung von Turner's Tochter, also Pricilla, die jetzt vor ihm sitzt, war Wochenlang Thema Nr. 1 in den Klatschspalten.
Nicht das sich Cold dafür interessieren würde, was die Reichen und Schönen so treiben oder auch nicht. Und auch die Tatsache, das er selbst manchmal zwischen den Beinen der einen oder anderen Schönen liegen möchte, ändert nichts daran.
Cold hatte schon mehrfach über Turner inc. im Business-Teil gelesen. Die Umsätze steigen, die Aktienkurse ebenfalls und Patrick Turner kann mehrere Milliarden sein eigen nennen.
Dessen Vater, Fitzpatrick Turner, hat das Unternehmen in den frühen 20er Jahren gegründet. Angefangen hatte alles in einem kleinen Hinterhofzimmer, in dem er Waren ankaufte und umgehend weiter verkaufte.
Heute besitzen sie ein großes Fabrikgebäude mit eigener Kühlanlage zur Aufbewahrung von Frischwaren und mehreren Lagerhallen und großem LKW-Fuhrpark.
Und alles auf dem neuesten Stand der Technik.
"Dort weis auch niemand, wo Mick ist. Und wenn will keiner mir etwas sagen. Erst recht nicht seine Schlampe von Sekretärin." Die letzen Worte spie Pricilla angewidert aus. "Mr. Night. Finden Sie meinen Mick. Ich flehe Sie an!"
Doch Cold war bereits in seine Überlegungen vertieft und nahm ihr flehen nicht wahr. Erst als sie sich an die Aufschläge seines Jackett's klammerte, ruckartig daran zog und mit sturmblitzen in den Augen, wie es nur wohlhabende Töchter können, wenn man ihnen keine Beachtung schenkt, richtete er seine Gedanken wieder auf Pricilla Turner.
Ein Fehler, wie sich raus stellte.
Er nahm ihre Handgelenke und löste sie von seinem besten Jackett.
"Miss Turner. Ich werde alles in meiner Macht stehende versuchen, um ihren Verlobten zu finden."
Pricilla stand die Dankbarkeit über seine zuversichtlichen Worte ins Gesicht geschrieben.
Langsam erhob sie sich, betupfte ein letztes Mal ihre Augen, mit dessen Inhalt sie sicher mit Leichtigkeit einen 10 Liter Eimer füllen könnte, würde man es auswringen und folgte Cold zur Tür, wo sie ihm neuen Mutes die Hand zum Abschied reichte.
Cold zog seinen Stuhl hinter den Schreibtisch zurück und nahm seine Denkerposition ein, die sich nicht sonderlich von seiner Faulenzer- oder Arbeitsposition unterschied: Füße auf die Tischplatte legen, im Stuhl zurücklehnen, Hände hinter dem Kopf verschränken und den Blick gebannt auf das Faustgroße Loch in der Decke richten.
Über Cold's Büro hatte Susi, das fliegende Höschen, wie er sie liebevoll nennt, ihr Schlafzimmer. So schnell, wie bei Susi bei Attraktiven Wesen des männlichen Geschlechts das Höschen auf den Boden segelt, könnte man meinen, es hätte Feuer gefangen und würde lichterloh brennen.
Schon oft wurde Colt Zeuge einiger delikater Sachen, da Susi zudem noch sehr experimentierfreudig ist. Buddy, Susi's Freund, ein stämmiges, hochaufgeschossenes Muskelpaket und ein echter Seebär, dessen linken Bizeps eine Susigleiche Meerjungfrau, was an sich schon ein Widerspruch ist, und dessen rechten mit einem leuchtend roten Herzen seiner 'Mommy' gewidmet ist, erwischte seine Liebste Inflagranti mit einem anderen.
Buddy hätte sich gar nicht wundern brauchen, wusste er doch nur zu gut, das Susi nicht treu sein kann.
Trotzdem konnte der Typ noch von Glück reden, dass ihn Buddy's Faust verfehlte. Ebenfalls Glück für ihn, dass er so wie ihn Mutter Natur erschaffen hatte auf die Straße geflüchtet ist bevor Buddy ihn Kastrieren konnte.
Bei Susi ist immer etwas los.
Nur Pech für Cold, dass Susi nicht zu Hause ist. So konnte er nur in ein leeres, totenstilles Zimmer blicken.
"Gratulation!", ertönte es sarkastisch bellend aus Richtung der Tür. "Se' hätt'n ruhig 'nen Vorschuss von Blondie verlangen könn'. Dann hätt' ich endlich mei letscht'n drei Monatsgehälter bekom'n."
Mable füllte mit ihren in die molligen Hüften gestemmten Händen und dem scheußlich geblümten Kleid, das noch von ihrer Urgroßmutter im Schrank gehangen haben musste, die gesamte breite der Bürotür und starrte ihren Arbeitgeber tadelnd ob seiner Nachlässigkeit an.
"Ich denke, Mable", knurrte Cold ohne sich aus seiner Position zu bewegen. "Sie stören."
Mable wusste aus Erfahrung, dass weiteres Nachhaken sinnlos wäre und zog klirrend und laut schnaubend, die Bürotür hinter sich zu.
Manchmal glaubte er wirklich, dass seine Sekretärin mit einem Stier oder einer Dampflokomotive gekreuzt worden ist, so wie sie immer schnaubt.
Cold überlegte, dass es am sinnvollsten wäre, wenn er sich erst einmal ein paar Hintergrund Informationen über Mick Mathews beschaffen würde. Wo er lebt? Wie es um sein Privatleben und seinen Finanzen steht? Was seine tägliche Routine ist? Ob er irgendwelche besonderen Merkmale hat, die ihm das auffinden erleichtern?
Cold griff zum Telefon, wählte die Nummer eines Pagers und hinterließ eine Nachricht.
Dann wartete Cold
Er wusste genau, wem er diese Sache anvertrauen konnte.
Cold schoss kerzengerade aus seinem Stuhl, als am späten Abend das Telefon schrillte.
Schlaftrunken griff er zum Hörer und lauschte der Stimme am anderen Ende, die kratzig und unmenschlich verzerrt klang, als ob ihr Schmieröl fehle.
Er verdrehte die Augen.
"Ich habe, was sie wollten. Morgen 10.00 Uhr. Sie kennen den Ort. Seien sie Pünktlich. Ansonsten..."
Es knackte leise, als der Hörer am anderen Ende aufgelegt wurde.
Cold lehnte sich zufrieden und leise lächelnd zurück.
Auf diesen Anruf hatte er gewartet.
Es war typisch für Cold's Informanten, ungewöhnliche Treffpunkte zu wählen, meist sehr zu seinem Ärgernis. Im Moment stand er mitten auf einem Kinderreichen Spielplatz, dessen Lärmpegel weit außerhalb der Norm lag.
Am liebsten hätte Cold sich die Hände auf die Ohrmuscheln gepresst und laut geschrien, um die lärmenden Störenfriede zum Schweigen zu bringen oder noch lieber, seine .38er gezogen anstelle seiner Stimme.
Wäre sein Informant nicht der beste auf dem Gebiet würde er das alles gar nicht auf sich nehmen.
Resigniert ließ Cold sich auf einer Bank nieder und sah zu Boden. Hoffentlich taucht sein Informant bald auf.
Sehr bald.
"Hey! Sie da! Mister! Wollen sie 'ne Schachtel Kekse kaufen? Sie sind wirklich günstig. Nur einen Dollar pro Schachtel."
Der süßlich-kindliche Sing-sang eines in etwa 10jährigen Mädchens, drang rüde an seine Ohren und er hob den Kopf. Ein blonder Rauschgoldengel, ganz in zartes Pink gekleidet mit Spitzenbesatz am Rocksaum, einer ebenfalls pinken, riesigen Schleife im Haar und einem breiten, sichtlich amüsiertem Lächeln im Gesicht, stand vor ihm.
Sie streckte ihm eine Keksschachtel entgegen.
Cold fixierte die Packung und das Persönchen, dass sie hielt, grimmig.
"Was soll der Mist, Maggie May? Kannst du nicht wie alle anderen einfach mit den Sachen rausrücken, anstatt alles so kompliziert zu machen?"
"Jetzt sei kein Spielverderber, Night!"
"Was hast du für mich, Maggie May?", knurrte Cold zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
"Kaufen Sie eine Packung Kekse, Mister. Ihre Kinder werden sich freuen. Sie sind wirklich lecker." Mit einem strahlend-süßem Kleinmädchenblick bezirzend streckte sie ihm erneut die Packung hin.
"Maggie May!" Cold senkte seine Stimme drohend, was die angesprochene völlig Kalt ließ.
"Für einen Dollar gehören sie ihnen."
Resigniert, da weiteres Drohen vergebens wäre, ging Cold auf das Spiel ein. Sobald Maggie May den Schein in Händen hielt schob sie ihre rosigen Lippen an das Ohr des noch immer sitzenden Cold's und flüsterte: "Immer wieder ein Vergnügen, mit dir Geschäfte zu machen Night. Du findest alles in der Keksschachtel. Den Rest wie immer."
Cold erhob sich und funkelte Maggie May böse an.
"Wenn du nicht die beste dafür wärst, würd ich dir den Hintern versohlen."
"Und wenn du nicht etwas wüsstest, was du gar nicht wissen solltest würde ich mich nicht mit dir abgeben, Night."
Jetzt klang ihre Stimme viel zu erwachsen, für eine 10jährige und bevor Cold etwas bissiges erwidern konnte wirbelte sie auch schon herum, winkte fröhlich Lachend zum Abschied und rief ihm mit der Euphorie eines Kindes, über sein erstes Geschäft zu: "Vielen Dank, Mister! Lassen sie sich die Kekse gut schmecken."
Cold starrte erst Maggie May böse nach bevor er den Blick auf die Schachtel in seinen Händen richtete.
So sehr mich Maggie May auch auf die Palme treibt, so sehr kann ich mich auch auf ihre Informationen verlassen, dachte Cold, während er bequem auf seinem Schreibtischstuhl lümmelte und mit dem großen Zeh seines linken Fußes wackelte, der aus dem Loch in seiner Socke lugte. Er wusste jetzt, dass Mick Mathews 37 Jahre alt, der mittlere von drei Söhnen eines armen Bauern und seiner Frau ist. Dass er sich sein Studium durch mehrere Jobs erackert hat, welche Kleider- und Schuhgröße er trägt und das er 5 unbezahlte Strafzettel hat. Und das er gerne scharf isst.
Er kannte seinen Kontostand auf den Cent genau und wusste auch, dass er seine Schmusedecke aus Kindheitstagen in einem Bankschließfach aufbewahrt, was er für ziemlich Paranoid hielt. Er wusste wie viel klein Mick bei seiner Geburt wog. Ja er wusste sogar, das er ein Muttermal in der Form eines Schweinerüssels auf seinem Allerwertesten hat.
Jetzt musste er nur noch herausfinden, wo Mick Mathews selbst steckte.
Fortsetzung folgt....
Kommentare
ashkure@lycos.de schrieb:
Nicht schlecht. Ein bissel Witz is auch dabei, find ich gut. Bin gespannt, wie es weitergeht.
peperoni86@web.de schrieb:
Hey Sonnenscheinchen!!!
SUper toll! wie immer! All my love for Cold *breitgrins* *bussi*
Weiter so!!!
caro-line@hotmail.com schrieb:
Echt nicht schlecht! So macht lesen Spaß! Ich ab immer noch ein Lächeln im Gesicht! Bin schon gespannnt wie es weiter geht!! Weiter so!! Viele grüße Caro
mail-case@web.de schrieb:
nich schlecht! ziemlich witzig!
allerdings auch sehr anstrengend die geschichte zu lesen, da du wirklich dauernd die zeiten verwechselst. entscheid die doch mal entweder für präsens oder für präteritum, nicht beides vermischen!
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