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Kategorien > Fantasy > Andere Wesen

Der geheimnisvolle Unbekannte

von iLd1991

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raus.
Er nahm meine Hand und zog mich mit sich.
Wir gingen nach draußen, an den Fluss, der in der Nähe der Burg floss.
Ich setzte mich, wie in Trance, hin und er setzte sich daneben.
Wir redeten, doch ich wusste nicht worüber. Ich redete, war aber gar nicht wirklich anwesend.
Es war so gruselig.
Ich spürte, wie er meine Hand nahm. Seine Hand war so kalt und doch so warm. Ich konnte es nicht beschreiben und sah ihn nur staunend an. Dann kam die Frage, die mir schon die ganze Zeit auf der Seele brannte: „Wer oder was bist du?!“
„Ich bin Vlad, hast du das schon vergessen?“, antwortete er mit einem verführerischen Lächeln.
„Du bist kein Mensch!“, schrie ich. Doch ich konnte nicht lange schreien, denn kurz darauf folgte ein leidenschaftlicher Kuss.
Er flüsterte leise in mein Ohr: „Stimmt, bin kein Mensch mehr. Aber ich war es einst.“
Vlad kam meinem Hals immer näher, doch plötzlich schrie er mich an: „Renn weg! Ich will nicht, dass du stirbst. Geh fort von hier, schnell!“
Ich rannte tief in den Wald, bis ich nicht mehr wusste, wo ich war.
Es war aussichtslos. Wie sollte ich hier je rausfinden?


Ich wachte schweißgebadet auf und blickte mich um.
Die Sonne war bereits aufgegangen und ich war in meinem Zimmer in der Burg.
Es war so real – und doch lag ich jetzt hier und nicht im Wald.
Was war das gewesen?

Ich saß am Frühstückstisch und schaute irgendwohin.
Ludmilla sprach mich an und fragte, was mit mir los ist. Ich meinte schnell, dass alles gut ist.
Doch sie glaubte mir nicht. Allerdings fragte sie auch nicht weiter nach.
Wir gingen wieder zurück zum ‚Schloss de Cracium’.
Hier fühlte ich mich sicherer.
Die Studenten wollten wieder ein Ritual durchführen, doch ich ging nicht mit.
Vor allem der Anführer wollte unbedingt, dass ich mitkomme. Ludmilla hatte ihm mein Verhalten geschildert, wusste er mehr?
Nach längerem Nachdenken fasste ich den Entschluss zum Treffpunkt zu gehen und beim Ritual mitzumachen. Als wir es beendet hatten, gingen die meisten. Ich wollte noch nicht gehen, sondern mit dem Anführer reden.
„Ich gratuliere dir.“, sagte Mihai ehrfürchtig zu mir.
„Was ist geschehen? Erklär es mir, bitte!“, meinte ich verzweifelt.
Es war doch kein Traum gewesen. Alles war so geschehen.
„Komm mit, der Ort hier ist nicht passend für unser Gespräch.“, sagte er kurzangebunden und ging in Richtung Osten.
Ich folgte ihm und sagte dabei nichts.
Wir kamen an einem See an, nein, es war kein See. Es war ein Moor.
„Was wollen wir hier“, fragte ich verschüchtert.
Er kam langsam näher und griff meinen Arm.
„Lass mich los!“, schrie ich.
Mihai hielt mir den Mund zu. „Es hört dich hier eh keiner.“
Da hatte er Recht. Ich hatte keine Chance.
„Nun erzähl ich dir mal etwas, was du eigentlich wissen solltest. Du bist ja angeblich so Rumänienbegeistert. Dann müsstest du auch wissen, wie der ehemalige Herrscher hieß. Na, fällt es dir ein?“
„Dracul.“, sagte ich mit erstickter Stimme, denn ich wusste worauf er hinaus wollte.
„Richtig. Und weiter? Du weißt es. Er war eines grauenvollen Todes gestorben. Doch gestorben ist nur sein Körper.“, flüsterte er mir ins Ohr, während wir immer näher an Moor gingen.
„Er lebte als Vampir weiter, obwohl nie einer an so etwas glaubte. Nur wir, die Studenten aus diesem Schloss. Keiner von uns ist ihm je begegnet, aber wir wussten, dass die Person kommen wird. Diese Person, in die er sich unsterblich verliebt. Genau, diese Person bist du.“
Er machte eine kurze Pause und gab mir einen harten Stoß, sodass ich im Moor landete.
„Du bist dieser Liebe nicht würdig! Wir verehren ihn seit vielen Jahren und dann kommst du und er ist geblendet. Du wärst schon längst gestorben, wenn er an dir interessiert gewesen wäre. Doch er ist es nicht! Nun, da du ihn gesehen hast, musst du sterben. Niemand darf je von ihm wissen.“
Langsam sank ich tiefer. Die Erde ging mir schon bis zum Hals. Plötzlich bildete sich ein starker Nebel.
Ich hörte einen erstickten Schrei und der Nebel verschwand wieder.
Der leblose Körper von Mihai lag dort, direkt vor mir!
Vlad kam mir entgegen und zog mich aus dem Moor. Ich schaute tief in seine Augen und sagte: „Wenn du mich willst, dann nimm mich mit!“
„Nein, dein Leben soll noch nicht enden. Irgendwann werde ich dich wiedersehen und dann kommst du nicht mehr davon.“
Ich nickte, schloss meine Augen und legte meinen Kopf an seine Brust.
Kein Herz, das pochte. Keine Wärme – nur ein kaltes Etwas.
Ich spürte ein Ziehen in meinem Hals, doch ich öffnete meine Augen nicht.
Seine Liebe und meine verschmolzen miteinander.
Mit einem letzten Hauch wisperte er: „Wir sind vereint...“
Dann umwehte mich ein sanfter Windhauch. Er war verschwunden und ich wurde müde.

Ding! Dong! Ding! Dong! – Es riss mich aus meinem Schlaf.
Ich wachte in einem warmen, gemütlichen Bett auf.
Ich hatte keinen Schlamm an mir, nichts.
Hatte ich etwa doch alles nur geträumt?
Doch, was für ein Tag war heute?
Es war der Abreisetag!
Erleichtert sank ich zurück in mein Kissen und dachte über die Ereignisse nach.
Was sollte ich erzählen? Jedenfalls nicht das, was ich geträumt hatte. Es war sicher nur ein Traum gewesen!
Ich packte meine Sachen und ging zum letzten Frühstück. Es war so leer, wo waren alle hin?
Allerdings hatte ich nicht die Zeit darüber nachzudenken. Ich musste mich beeilen, denn mein Zug fuhr in drei Stunden.

Ein bekanntes Pfeifen kam in den Bahnhof gerauscht.
Ich verabschiedete mich von diesem Land, doch tief in mir drin wusste ich, dass es nicht für immer war.
Ich las die Zeitung des Tages. Mir stockte der Atem!
Dort stand eine Überschrift, die ich nicht glauben wollte. Das konnte doch nicht wahr sein!
„Junge durch unerklärliche Umstände gestorben – war es Dracula?“


Ich versuchte mich abzulenken, doch dieses komische Gefühl blieb.



Zuhause erwartete mich ein großer Empfang!
Alle waren gekommen, um mich zu begrüßen. Die letzten Wochen schienen für ein paar Stunden vergessen. Alle Träume einfach wie weggeblasen.
Wir feierten und waren glücklich.

So langsam verabschiedeten sich alle und gingen.
Auch ich war ziemlich müde und ging ins Bad.
Unter der Dusche fasste ich mir an den Hals und spürte etwas.
Etwas, was da nicht hingehörte!
Ich schaute in den Spiegel und sah – zwei Punkte!
Es waren zwei Löcher, direkt in meiner Haut.
Langsam strich ich mit dem Zeigefinger darüber.
Dann flüsterte ich leise in mich rein:

„Es war kein Traum! Vlad? Ich warte auf dich.“

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Kommentare

Mary schrieb am 2009-03-04 19:03:29:
Deine Idee ist schön, sie gefällt mir.
Wenn du die Situationen mehr beschreiben würdest wäre das super. ;)
Ansonsten finde ich es echt gut.
William Scaire schrieb am 2008-06-02 14:58:02:
Die Grundidee an sich ist wirklich toll, lässt sich mit Sicherheit auch gut umsetzten,allerdings ist das Thema "Dracula" für eine Kurzgeschichte einfach zu groß - egal wie man angeht.
Die Geschichte, so wie Du sie geschrieben hast, lässt sich mit Sicherheit noch um ein paar Seiten erweitern, einfach nur um manche Details genauer auszuschreiben. Dadurch verändert sich die Geschichte an sich ja nicht, es macht dann nur nicht mehr den Eindruck als hattest Du beim Schreiben das Bedürfnis gehabt, schnell zum Ende zu kommen.
An manchen Stellen klingt die Geschichte so, als wenn Du sie jemandem erzählst - d.h. Du schreibst wie Du sprichst. In der wörtlichen Rede mag das kein Problem sein, aber dadurch wirken manche Sätze etwas komisch.
Kleine inhaltliche Ungereimheiten und Ungenauigkeiten sorgen für Verwirrung und Unverständnis beim Lesen, ließen sich aber bei einer Überarbeitung leicht verbessern.

Ansonsten ist die Geschichte gelungen, in Anbetracht deines Alters, und lässt sich mit einer Überarbeitung noch verbessern.
Susel schrieb am 2008-03-12 19:52:55:
Oh jeh ist das schlecht!!!!!!!!!!!!!!!!!
Alles viel zu schnell und ich denke, das auch eine Vampirgeschichte, zumindest einen Hauch Realität besitzen sollte, damit man sich fürchten kann! DAS hier ist einfach nur grotten schlecht geschrieben, runtergerattert und noch schlechter formuliert. Mir war es die ganze Zeit so, als wolltest du nur schnell fertig werden! Keine Spannung, keine Höhepunkte - nichts, rein gar nichts.
Sorry für meine harte Worte, aber das war das, was ich beim lesen empfand.
Susel
... schrieb am 2008-03-11 17:04:00:
1. geht es noch weiter?
2.irgendwie kurz. du könntest alles viel mehr ausbauen. außer es ist eine kurzgeschichte. aber es ist eine gute idee und ich fände es schade, wenn so schnell das Ende kommt.
lg

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