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Kategorien > Romane > Leseprobe

Der große Schritt

von Peter Bochanan

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Buchbeschreibung


Dieser unterhaltsame Roman befaßt sich mit einem
aktuellen Thema. Noch nie seit 1954 sind so viele
Deutsche ins Ausland abgewandert wie in diesem
Jahr weil es ihnen dort anscheinend besser geht.
Walter sitzt jeden Tag auf dem Lkw und fährt durch
die Lande und Melanie schlägt sich mit Putzstellen
durch's Leben. Eines schönen Tages beschließen sie
einen kleinen Urlaub zu machen um sich vom Alltags-
stress ein wenig zu erholen und reisen auf des deutschen
liebstes Kind---Mallorca. Sie sind so fasziniert von
der Insel das sie sich nach ihrer Rückkehr entscheiden
dort ein neus Leben anzufangen. Was sie im fremden
Land so alles erleben davon erzählt dieses Buch.


Auszüge aus dem 1. Kapitel

Der Wecker klingelte und Walter stellte ihn schnell ab um seinen Schatz nicht zu wecken. Es war drei Uhr in der Nacht und Walter mußte sich fertigmachen zur Arbeit. Er fuhr Lkw, mal einen Auflieger, mal einen Tandemachser oder auch einen normalen 40-Tonner, Zugmaschine mit Anhänger. Er machte vorwiegend Touren in die Schweiz, nach Spanien, Italien und Frankreich und war dann meistens ein paar Tage hintereinander unterwegs. Auch heute sollte er eine Tour antreten die ihn von zu Hause nach Perpignon an die spanische Grenze und dann über die Schweiz zurück nach Hause brachte. Behutsam stand Walter auf und schlich auf leisen Sohlen in die Küche. Dort schaltete er den Kaffeeautomaten an und ging dann ins Bad. Als er zurückkam war der Kaffee durchgelaufen und Walter schenkte sich eine Tasse ein. Während er den Kaffee trank bereitete er sich ein paar Brote zu und packte sie in seine Brotdose denn die ersten Stunden würde er nicht dazu kommen eine Pause einzulegen. Da das sehr oft der Fall war hatte sich Walter angewöhnt das Frühstück während der Fahrt einzunehmen. Bei der zweiten Tasse schaute sich Walter nochmal seine Route an und breitete zu diesem Zweck eine große Karte auf dem Küchentisch aus. Nachdem er die zweite Tasse Kaffee geleert hatte schüttete er den Rest aus der Kanne in seine Thermoskanne und verstaute die Brotdose und den Kaffee in seiner Arbeitstasche. Dann setzte er noch schnell eine neue Kanne Kaffee auf denn er wußte das sich Melanie, von ihm zärtlich Mel genannt, freute wenn sie später aufstand und der Kaffee wäre fertig. Das zeigte ihr immer das Walter , auch wenn er nicht bei ihr war doch immer an sie dachte. Walter nahm seine Arbeitstasche, ging in die Diele und schlüpfte in seine Schuhe und die Jacke. Es war jetzt 20 Minuten vor vier. Bis zu seiner Firma hatte er ca 10 Minuten mit dem Auto und um vier Uhr war die Abfahrt geplant. So hatte er noch Zeit seine Sachen im Truck zu verstauen und auch die Beleuchtung vor der Abfahrt zu kontrollieren. Ein leises Quietschen ertönte als er die Garagentür öffnete, irgendwann wäre hier wohl endlich mal ein Tropfen Öl hilfreich aber darum würde er sich kümmern wenn er wieder zu Hause war. Walter startete den Motor und fuhr rückwärts aus der Ausfahrt auf die Strasse. Dann setzte er sich in Bewegung in Richtung Firma. Um 12 Minuten vor vier rollte sein Volvo auf dem Hof aus. Der Nachtwächter kam ihm entgegen, außer ihm und dem Pförtner der ihm das Tor geöffnet hatte war noch niemand hier. Die Lkw's waren alle schon beladen und warteten auf ihre Fahrer. Walter winkte ihm schon aus einiger Entfernung zu. Als sie sich an Walter's Truck trafen schüttelten sie sich die Hände. " Guten morgen Jacques, na du hast es ja fast wieder geschafft was ? Für mich geht es jetzt erst los." " Guten morgen Walter, wo geht's denn heute hin ? " " Ich fahr runter nach Perpignon und lad da ab und wieder auf. Dann geht es hinüber in die Schweiz und von da aus zurück an Mutters Herd. Übermorgen bin ich wieder im Lande. Sag mal kannst du mir bitte eine Gefallen tun und mal nach der Beleuchtung schauen, ich will so schnell wie möglich los damit ich soviel Strecke wie nur irgend möglich hinter mir habe bevor der Betrieb auf der Bahn losgeht." " Klar, mach ich, dann schalt mal durch, ich fange hinten an " entgegnete Jacques. Walter hüpfte in den Truck und schaltete alles durch. Dann sah er Jacques nach vorne gehen, also war hinten alles in Ordnung. Noch einmal alles durchschalten, der Daumen von Jacques ging hoch zum Zeichen das alles paletti war. Walter startete und Jacques wünschte ihm noch gute Fahrt. Dann legte Walter den ersten Gang ein und fuhr zum Tor wo der Pförtner schon das Tor geöffnet hatte nachdem er die Motorengeräusche vom Hof gehört hatte. Walter setzte den Blinker nach rechts obwohl um diese Zeit niemand unterwegs war hier in der Strasse aber man konnte ja nie wissen ob nicht durch Zufall mal die Kollegen von der blauen Fraktion unterwegs waren. Blau deshalb weil Walter's Firma ihren Sitz in Belgien hat und hier die Gendarmen blau und nicht wie die Polizisten in Deutschland grün gekleidet waren. Die Rechtskurve die er hinter dem Tor machen mußte war immer etwas knifflig denn durch die enge Ein-und Ausfahrt mußte er mit dem Truck so weit auf die Strasse hinaus bevor er das Lankrad einschlagen konnte das er fast das gegenüberliegende Haus streifte aber es ging nicht anders, sonst hätte er mit dem Hänger die Mauer mitgenommen die den Firmenhof von der Strasse trennte. Es ging auch heute alles gut so das als er den Lkw gerade auf der Strasse hatte Walter Gas geben und in Richtung Autobahn düsen konnte. Ihn trennten nur wenige Minuten von der Auffahrt in Eynatten, einem belgischen Dorf nahe der deutschen Grenze, südlich von Aachen. Dort fuhr er auf die A 4 auf in Richtung Lüttich. Die A 4 war auch gleichzeitig die E 40 und ging im Verlauf von Walter's Tour über in die E 60 die hinunterführt bis nach Südspanien, Malaga , Benidorm usw. Als Walter am Kreisverkehr nahe Lüttich angekommen war wurde der Verkehr langsam stärker, diejenigen die früh ihren Dienst antreten mußten machten sich langsam aber sicher auf die Socken. Walter durchfuhr den Kreisverkehr zu drei vierteln und fuhr weiter in Richtung Luxemburg. Nachdem er Luxemburg passiert hatte erreichte er Metz, Hier war der Grenzübergang nach Frankreich und es würde nicht lange dauern bis zur ersten Mautstation. Ab da hieß es löhnen. Walter hatte sich schon das Geld das es an den einzelnen Stationen benötigen würde zurechtgelegt denn in Frankreich wurde an den Mautstationen noch bar kassiert und das hielt wenn man erst das Geld suchen mußte immer unnötig auf. Der Verkehr war hier auch schon recht stark, vermutlich durch die ganzen Pendler die von Luxemburg nach Frankreich unterwegs waren. Es hatte schon die letzte Stunde getröpfelt aber nun öffnete der Himmel seine Schleusen und Walter dachte er führe geradewegs in den Weltuntergang. " Au Mann, was ein Mist. Die Woche fängt ja gut an " dachte Walter. Wie Walter es sich gedacht hatte gab es an der ersten Mautstation einen kleinen Rückstau aber der war halb so wild. Einige Kilometer weiter allerdings wurde es dann ernst denn trotz der schlechten Sicht durch den niederprasselnden Regen sah Walter

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