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Kategorien > Aus dem Leben > Abschied

Der kleine Engel

von Shakti1420

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Der Kleine Engel

Es war eine stürmische Nacht. Von Osten brauste ein gewaltiger Wind und brachte jede Menge Schnee mit. Die weißen Flocken drängten sich dicht an dicht und beschränkten die Sicht auf wenige Meter.
Doch das war auf der Erde.
Mehrere hundert Meter war es viel schlimmer, dass wurde unserem kleinen Engel bewusst.
Er hatte noch einen dringenden Auftrag zu erledigen, der keinen Aufschub duldete.
Auf dem Rückweg wurde er jedoch von einer heftigen Windböe erfasst. Der Ausgleich gelang ihm nicht mehr und er geriet heftig ins Trudeln um anschließend abzustürzen.
Mit voller Wucht prallte er auf dem Boden auf. Zwar dämpfte die Schneedecke seinen Aufprall, jedoch war es immer noch schlimm genug.
Als er versuchte sich aufzurappeln schoss ein brennender Schmerz durch seine Flügel.
Schlagartig wurde ihm bewusst was passiert war.
Zwar hatten Engel einen wesentlich robusteren Körperbau als normale Menschen, doch die Flügel waren trotz allem sehr empfindlich. Bei dem Aufprall hatte er sich beide gebrochen.
Weiterfliegen war somit ausgeschlossen.
Die Temperaturen lagen weit unter dem Gefrierpunkt und der kleine Engel zitterte am ganzen Leibe wie Espenlaub.
Der Flug gegen den Wind hatte ihn sehr angestrengt und so wurde er neben der klirrenden Kälte auch noch von Hunger und Durst geplagt.
Mit letzter Kraft schleppte er sich an einen nahegelgenem See. Aus der hohlen Hand trank er einige Schluck Wasser. Es war zwar eiskalt doch sehr erfrischend.
Doch nach dem er getrunken hatte wusste er nicht mehr wie er weiter machen sollte.
Am besten war es wohl eine Runde zu schlafen und einfach abzuwarten bis sich der Sturm gelegt haben würde.
Eine in der nähe stehende Fichte lud dazu ein sich an ihren rauen Stamm zu lehnen und einige Stunden verstreichen zu lassen.
Und genau das tat unser Engel auch….

Als der Engel wieder aufwachte, lag er in einem gemütlichen Bett.
Er befand sich in einem einfachen Raum. Die Wände waren komplett aus Holz, der Fußboden aus fest gestampften Lehm und nur wenige Möbel zierten den Raum.
Auf der einen Seite war die Wand durch ein kleines viereckiges Fenster unterbrochen, auf der Gegenüberliegenden war eine schmale Tür.
Neben dem Bett des Engels stand ein kleines Nachtschränkchen. Auf diesem befand sich ein Holzbecher mit Wasser und ein kleiner Kerzenstummel auf einem Tonteller.
Neben den Nachtschrank war noch ein schnelles Strohlager mit einer Decke darauf eingerichtet. Wahrscheinlich eine weitere Schlafgelegenheit für eine andere Person, die aber momentan nicht anwesend war.
Der Engel richte sich in seinem Bett auf. Doch sofort schossen neuerliche Schmerzen durch seine gebrochenen Flügel. Erst jetzt bemerkte er, dass sie jemand mit einem Verband verbunden hatte.
Er griff nach dem Holzbecher, nahm einen großen Schluck und legte sich anschließen wieder ins Bett. Bereits nach wenigen Minuten verfiel er wieder in einen unruhigen Schlaf.

Das Schlagen einer Tür riss ihn aus dem Schlaf.
Er schlug die Augen auf und erblickte ein Mädchen in bäuerlicher Kleidung.
Als sie bemerkte, dass der Engel aufgewacht war strahlte sie über das ganze Gesicht.
„Wie geht es dir?“ begehrte sie zu wissen.
„Wo bin ich?“ erwiderte darauf der Engel mit rauer Stimme.
Sie setzte ihm den Becher an und er trank einen weiteren Schluck. Welch eine Wohltat.
„Ich habe dich gestern Abend gefunden. Ich hatte noch einen kurzen Spaziergang gemacht, als mich das Unwetter überraschte. Auf dem Rückweg sah ich dich neben dem blauen See unter einer Fichte liegen, bereits halb erfroren.
Ich beschloss, dich mit zu mir nach Hause zu nehmen. Ich fragte meinen Vater ob ich dich wohl für einige Zeit hier behalten dürfte.
Er stimmte zu, solange ich mich gut um dich kümmern würde. Und so habe ich dich dann in mein Bett gelegt damit du dich ausschlafen kannst und wieder zu Kräften kommst.
Nun liegst du bereits seit drei Tagen hier.
Du hattest starkes Fieber und ich hatte schon Angst du würdest sterben. Auch deine Flügel sind gebrochen. Ich habe sie eingebunden und auf dem Markt einige Kräuter für eine Salbe gekauft. Ich hoffe sie werden sich bald wieder regenerieren.“
„Danke Mädchen, du hast mir das Leben gerettet.“
„Ist doch selbstverständlich. Sag mal, hasst du Hunger?“
„Ein Bisschen schon.“
„Okay ich koche etwas für uns.“
Bereits nach kurzer Zeit kehrte sie mit zwei dampfenden Holzschüsseln in den Händen wieder zurück. Ein erfrischender Geruch nach allerlei Kräutern hing in der Luft und regte den Appetit an.
Sie drückte dem Engel die Schüssel in die Hand „Hier trink. Sie wird dir helfen wieder gesund zu werden. Nach dem Hausrezept meiner Großmutter. Aber sobald du wieder bei Kräften bist, gibt es dann nicht nur Suppe.“ Brachte sie unter einem breiten Grinsen hervor.

So ging es viele Tage. Der Winter zog ins Land und es wurde Frühling. Dank der Pflege des Mädchens ging es dem Engel inzwischen erheblich besser. Sogar fast gut, nur fliegen konnte er noch nicht.
Da das Mädchen den gesamten Tag auf dem Markt Holzerzeugnisse ihres Vaters verkaufen musste, war sie aus diesem Grunde nur selten zu Hause. Der Engel nutze die Zeit für immer größer werdende Streifzüge durch die Umgebung und Erkundete so die umliegenden Seen, Wälder und Berge.
Eines Tages hatte das Mädchen besonders viel verkauft und der Vater gab ihr einen Samstag frei. Der Engel nahm das Mädchen bei der Hand und führte sie zu einer einsamen und wunderschönen Lichtung mitten im Wald. (und hier zog er sie aus, vergewaltigte sie um sie anschließend umzubringen, was auch sonst?) Die Lichtung lag ziemlich abgelegen und nur wenige außer dem Engel hatten sie wohl je betreten. Folglich war es hier wunderschön ruhig und erholsam.
Die Sonne ließ einige blitzende Strahlen durch die Baumkronen fallen und es war unwahrscheinlich gemütlich.
Als sie angekommen waren sprach der Engel zu ihr „Es tut mir Leid doch im Sommer werde ich dich verlassen müssen. Bis dahin werden meine Flügel wieder vollkommen gesund sein und ich werde zurück zu meinen Brüdern und Schwestern im Himmel fliegen.
Doch du hast mir das Leben gerettet und dich sehr gut und sorgsam um mich gekümmert, dafür möchte ich dir danken.
Da ich ein Engel bin merke ich es viel besser wenn einen Menschen etwas bedrückt. Auch dich bedrückt etwas, auch wenn du es verstehst es gut zu verbergen. Dein Problem ist, dass du niemanden hast mit dem darüber reden kannst, stimmts?
Doch ich bitte dich, vertraue mir. Du kannst mit mir über alles reden und gemeinsam werden wir eine Lösung finden. Das ist meine Art dir zu danken.
Und zum Abschied werde ich dir eine Feder meines Flügels hinterlassen. Wann immer du meine Hilfe brauchen solltest, drücke sie an dich und denke ganz fest an mich. Ich werde dann versuchen dir zu helfen.“
Sie entschloss sich dazu ihm alles zu erzählen. Es war ihr schon lange bewusst, dass sie mit jemanden darüber reden musste, sollte es jemals besser werden. Und so begann sie zu erzählen…
Die Sonne die erst hoch am Himmel stand,

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Kommentare

jesaa schrieb am 2008-09-08 15:29:48:
hmmm ... inwie weit is das ding ernst gemeint?
die idree is gut ... an der umsetzung musst du noch arbeiten ^^

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