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Kategorien > Aus dem Leben > Nachdenkliches

Der kleine Engel II

von Shakti1420

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Es war eine wirklich harte Zeit für das Mädchen, sie hatte sich sehr an die Gesellschaft des Engels gewöhnt und die langen und ausführlichen Gespräche mit ihm unwahrscheinlich genossen.
Dann war er weg. Auf einmal einfach weg, ohne ihr auch nur die Möglichkeit einzuräumen sich von ihm zu verabschieden.
Die Nächte waren lang geworden. Ewig hatte sie wach in ihrem Bett gelegen und nicht einschlafen können. Es waren einfach zu viele Gedanken die ihren Kopf durchtosten. Wie es ihm wohl geht, da oben bei seinen Freunden und Geschwistern. Ob er auch gelegentlich einmal an mich denkt oder ob er mich schon komplett vergessen hat?
All diese Fragen hielten sie vom schlafen ab. Noch schlimmer war, dass sie kaum eine von ihnen zu beantworten vermochte.
Der Sommer war wunderschön und sonnig, doch kein Sonnenstrahl hatte es vermocht ihr Herz zu berühren. Ein dunkler, schwerer Schatten hatte sich seit dem Abschied des Engels darüber gelegt, welcher von Verlust, Schmerz und Einsamkeit genährt wurde.
So zog der Sommer ins Land, die Tage wurden wieder kürzer, die Temperaturen begannen zu fallen und der Herbst brach herein.
Dieses Jahr war der Herbst besonders unfreundlich und bereits sehr früh zogen heftige Stürme über das Land und es war keine Seltenheit, dass es mehrere Tage hintereinander regnete.

Eines Tages, an dem es wieder einmal besonders trüb und neblig war, musste das Mädchen wieder auf dem Markt stehen und die Waren ihres Vaters verkaufen, doch bei diesem trüben Wetter waren ihre Bemühungen mit wenig Erfolg gesegnet. Auf dem Marktplatz waren weniger Kunden als Verkäufer und kaum jemand machte sich auch nur die Mühe ihren Waren Beachtung zu schenken.
Doch plötzlich bemerkte sie, wie eine Gestallt direkt auf ihren Stand zusteuerte. Auf den ersten schnellen Blick kam dem Mädchen die Gestallt bereits bekannt vor, es konnte sie jedoch noch nicht zuordnen.
Nachdem die Entfernung zwischen den beiden jedoch noch weniger geworden war, fiel es dem Mädchen wie Schuppen von den Augen. Wer dort auf ihren Stand zusteuerte, war der kleine Engel!
Doch er hatte sich stark geändert. Zum einen trug er ein Hemd aus groben Leinen, wobei sie ihn doch sonst immer nur mit freiem Oberkörper gesehen hatte. Auch die Haltung hatte sich geändert, denn von seinem sonst so aufrechten Gang war nichts mehr geblieben. Die Schultern waren vorn übergebeugt und auch der Kopf saß nicht mehr gerade. Das Gesicht war eingefallen und dunkle Schatten hatten sich unter seinen Augen festgesetzt.
Dieser Anblick versetzte dem Mädchen einen tiefen Stich.
Was war nur passiert?
Selbst das Lächeln, welches er ihr zugeworfen hatte, nachdem er sie erkannt hatte, wirkte seltsam schwach und kraftlos.
Doch im nächsten Moment vergaß sie all ihr Zweifel und sie wurde voll von der Wiedersehensfreude erfasst.
Freudig erregt lief sie um den Verkaufsstand herum und warf sich ihn in die Arme. Als sie ihn fest umarmte, fiel ihr zum ersten mal auf, wie knochig sein Körper geworden war.
Sofort kehrten all ihre Zweifel wieder zurück und Sorgenfalten durchzogen ihr hübsches Gesicht. Natürlich blieb diese Veränderung dem Engel nicht unbemerkt und er wandte sich an das Mädchen: „Mach dir bitte keine Sorgen um mich, du weißt, ich bin kein normaler Mensch sondern ein Engel und glaub mir, ich habe schon ganz andere Situationen überstanden.“
Oh mein Gott, wie hatte sich seine Stimme nur verändert. Dieser Klang strafte seine Worte lügen. Auch wenn er mehr verkraften konnte als die Meisten, so war ich doch klar geworden das er kurz vor dem Ende stand.
„Bleibst du noch zwei Stunden bei mir? Ich muss noch ein Bisschen hier verweilen, bevor ich den Stand schließen kann, danach können wir zu mir nach Hause gehen und du erzählst mir in aller Ruhe was passiert ist und was dich hier her treibt.“
„Nein, es tut mir leid, aber ich kann nicht bleiben, ich habe noch etwas Wichtiges zu erledigen, aber auf deinem nach Hause Weg werde ich wieder deine Gesellschaft suchen. Außerdem ist es mir unangenehm meine Zeit zwischen so vielen Leuten zu verbringen. Also, wir sehen uns später!“
Sagte er und verabschiedete sich mit einem Winken. Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis er vollends in der menge untergetaucht war.
Zwar konnte sie ihn schon lange nicht mehr sehen, doch sie starrte noch immer auf die Stelle wo er in der Menge verschwunden war.
War das alles nur ein Traum?
Warum war der Engel zurückgekehrt und was war passiert, dass er nun so vollkommen ungesund aussah?
Das er sofort wieder verschwunden war, machte alles nur noch schlimmer. Was wollte er denn bitte hier schon großartiges erledigen, dass er noch nicht einmal die Zeit fand, sich vernünftig mit ihr zu unterhalten?
Die Zeit bis zum Feierabend schien überhaupt nicht zu vergehen. Der Umstand, dass in den folgenden zwei Stunden nicht ein einziger Kunde vorbeikam, machte die Wartezeit nicht unbedingt angenehmer.
Der Drang, hinter dem Stand auf und ab zu laufen wurde immer stärker, sie unterdrückte ihn jedoch und zwang sich zur Ruhe.
Schließlich hatte hatte ihr der Engel unter anderem auch beigebracht Geduld zu haben. Solange man sich Geduld und innere Ruhe bewahrte, hatte er damals erklärt, könne man Dinge in Bewegung setzten, die man sonst nie für möglich gehalten hätte.
Auch die Heil und Schutzmagie der Engel basierte auf Konzentration und innerer Ausgeglichenheit. Ein Engel, der sich in Aufregung befand und nicht in der Lage war, seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, würde niemals in der Lage sein seine Fähigkeiten gezielt einzusetzen.
Außerdem war innere Ruhe der Schlüssel zu rationellen Überlegungen.
Seit dem sie das wusste, hatte sie oft versucht sich zur Ruhe zu rufen und bemerkt, dass so vieles einfacher geworden war.
Normalerweise hatte sie damit recht guten Erfolg, diesmal allerdings wollte es nicht recht funktionieren und sie begann doch auf und ab zu laufen.

Kaum hatte sie die Stadt verlassen , bemerkte sie auch schon, dass sich ihr von Rechts Schritte näherten. Ihr kopf bewegte sich in die entsprechende Richtung und voller Freude erblickte sie den kleinen Engel über die Wiese auf sie zukommen.
„So, wie versprochen, hier bin ich wieder“, empfing er sie.
Wahrscheinlich sollte es locker und ausgelassen klingen, was es jedoch nicht tat. Es wirkte seltsam gezwungen und die Erschöpfung war deutlich zu vernehmen.
„Was ist los mit dir?“, fragte sie ihn direkt, ohne das ihr auch nur die geringste Spur von Gelassenheit anzumerken gewesen wäre.
„Nichts, wie kommst du denn auf diese Idee?“
„Probier es nicht erst, du kannst mich nicht belügen, bitte sag mir die Wahrheit.“ und während sie diese Worte aussprach, mischte sich ein Hauch von Verzweiflung in ihre Stimme.
„Beruhige dich, es ist alles in Ordnung.“
„Nichts ist in Ordnung!“ schrie sie ihn an und Tränen standen ihr in den Augen, „sieh dich doch einfach mal an, du bist nur noch ein Frack deiner Selbst und selbst wenn du ein Engel bist, ich sehe doch das du so nicht weitermachen kannst! Du erwartest

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Kommentare

jesaa schrieb am 2008-09-08 15:35:35:
besser ... idee gut ... an der umsetzung musste aber noch weiter arbeiten ^^

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