Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fabeln & Märchen > Der andere Blickwinkel

Der kleptomanische Prinz

von ACM

1

Der kleptomanische Prinz
Es war einmal vor langer, langer Zeit, in einem weit entfernten Königreich ein Prinz der schwer krank war. Doch sein Leiden war psychischer Natur. Er war kleptomanisch veranlagt. Aber nicht nur das der Landesadel bei Hof keinen Schmuck mehr trug, aus Angst dieser könnte auf mysteriöse Weise verschwinden. Die Krankheit des Prinzen ging soweit, dass er nicht nur wertvolle Güter entwendete. Einmal wollte er einer Königin aus dem Nachbarreich das Kind stehlen, doch dies konnte glücklicherweise dadurch verhindert werden, dass er von Wachleuten jener Königin beobachtet wurde, wie er um ein Feuer tanzte und sich singend über den Speiseplan in den nächsten Tagen und über seine kriminellen Pläne ausließ. Da er glücklicherweise auch noch seinen eigenen Namen preisgab, konnte man ihn identifizieren. Man wendete sich an seinen Vater und das Verbrechen konnte verhindert werden.
Auch das einfache Volk blieb nicht verschont. So entwendete er einem jungen Mädchen, dass er auf einem Ball kennen lernte und dessen Namen wir hier aus Datenschutzgründen verschweigen, ihren Schuh. Allerdings musste er auf Befehl seines Vaters, des Königs den Schuh zurückgeben. Das stellte den armen Prinzen vor eine ziemliche Herausforderung, da er von seinem Opfer nicht mehr wusste als die Schuhgröße. Monatelang reiste er durch die Lande und ließ alle jungen Mädchen den Schuh anprobieren und diejenige der, der Schuh passte, durfte ihn behalten. Man sollte meinen, dass diese Erlebnisse dem Prinzen eine Lehre gewesen wäre. Doch weit gefehlt. Es wurde immer schlimmer mit dem Prinzen. Der König wusste nicht mehr ein noch aus und wendete sich schließlich verzweifelt an eine weise Zauberin. Diese empfahl dem König, dass man den Prinzen für einige Zeit in einen Frosch verwandeln solle da er in dieser Gestalt anderes Eigentum wohl eher unberührt lasse. Den König konnte dieser Vorschlag nicht so recht überzeugen. Doch er hatte noch 12 weitere Söhne, so dass er das Risiko eingehen konnte ohne seine Thronfolge zu gefährden. Also willigte er ein. Die Zauberin mischte dem Prinzen einige Tropfen eines obskuren Gebräus unter seinen abendlichen Lebertran.
Ahnungslos trank der Prinz und fiel in einen tiefen Schlaf. Während der Prinz schlief begann der Trank zu wirken. Auf Befehl des Königs trugen einige Wächter den Prinzen, der nun die Gestalt eines Frosches innehatte.
Der Prinz erwachte, als man ihn in einen Brunnen fallen ließ. Man kann sich den Schock des Prinzen vorstellen als er in das eisig kalte Wasser fiel. Allerdings empörte es den Prinzen wohl mehr, dass man ihn aus seinem Bett geholt hatte und in einen Brunnen geworfen hatte, als die Tatsache das man ihn obendrein auch noch in ein Amphib verwandelt hatte.
Auf Geheiß des Königs blieben die Wächter unauffällig in der Nähe des Prinzen und behielten ihn im Auge. Sie erstatteten dem König regelmäßig Bericht. Doch als der Prinz eines Tages einem jungen Mädchen dessen goldene Kugel klaute, wendete sich der König empört von seinem Sohn ab. Über den weiteren Verbleib des Prinzen ist leider nichts bekannt.

1

Kommentare

ConnyPohl schrieb am 2006-12-28 18:56:18:
Hey, eine ganz tolle Geschichte, ich habe sie mit einem Schmunzeln im Gesicht gelesen und freue mich schon auf die weitere Folgen...
kerstin-holl@gmx.de schrieb am 2006-12-27 19:47:47:
Schööööön. Der Faden läßt sich bestimmt noch weiterspinnen... Probier`s mal!!
dipsi schrieb am 2006-12-26 17:07:46:
Schöne Vorgeschichte des Froschkönigs ... wir wissen ja, wie es weiter geht ... prima!
Lali schrieb am 2006-12-11 19:23:28:
Hallöle!
Jep, die Geschichte is wirklich net schlecht, vor allem, wenn man die eigentlichen Märchen wieder erkennen kann.
Für Franz allerdings müssen wir uns wohl noch was anderes überlegen. Kannst ruhig öfter mal so Geschichten schreiben. ;-)
Bis dann Lali (c:
Sequi schrieb am 2006-12-10 19:57:48:
Hi! Kannte die Geschichte doch schon. Tut ihr aber keinen Abbruch. Find die Geschichte klasse und hoffe natürlich, dass du uns noch ein bischen mehr von deinem Talent kosten lässt.
4AMen@gmx.de schrieb am 2006-12-05 16:00:39:
Das ist aber mal eine richtig gute Geschichte. Ist nur zu hoffen, dass uns dieser unselige Bursche nicht doch noch mal über den Weg läuft.
Schreib mehr mehr mehr...
May schrieb am 2006-12-05 14:52:28:
was soll ich sagen??hmm nicht schlecht herr specht, nein im Ernst ist dir mal wieder gut gelungen! Wenn du dabei aner an einen Film für Französisch gedacht hast dann glaube ich ist diese Geschichte eher ungeeignet.
Vielleicht fällt euch ja noch etwas ein, also DAUMEN HOCH für weitere Kurz/Geschichten/Märechen und Fabeln
Grüße läßt dir May da...
jraschm@gmx.de schrieb am 2006-12-04 14:36:32:
Aber hallo sag ich da mal.
Diese Geschichte passt vortrefflich in den aktuellen Trend, Märchen zu dekonstruieren. Post-modern kommt da auf leisen Sohlen ein umso wirkungsvollerer Angriff auf die Lachmuskeln daher. Hat mir sehr gut gefallen, gerade wenn man bedenkt, dass es einfach so am Google-Wegrand lag.

Vielen Dank für diese nette Geschichte!

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.