Der letzte Ritter I
von
blacknight99
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Der letzte Ritter
Teil 1(1179- 1182)
Bauernsjahre
Kapitel I.:
Zwei Buchfinken saßen auf einem schneebedecktem Ast und pfiffen munter ihr Lied.Plötzlich stoben sie davon.Aufgeschreckt wurden sie von einer schwarz-grauen Masse die sich durch den verschneiten Wald kämpfte.Erst bei näherem Hinsehen erkannte man die Konturen von
mindestens hundert Reitern die dort durch den kniehohen Schnee ritt.In der vordersten Reihe der Reiterschar ritt Bartholomäus von Bergenbach.Auf seinem braunen Spitzbart,
seinem dichtem lockigem Haar und den eisernen Schulterplatten seiner Rüstung hatte
sich bereits feiner Schnee abgesetzt.Trotz der Kälte rann ihm Schweiß die Schläfen
hinab.Seit dem Morgengrauen schon trug er die schwere Eisenrüstung.Die Wintersonne
stand hoch oben am Himmel,es schien Mittag zu sein.Bartholomäus sah zu seiner linken
und zu seiner rechten.Auch sein Vater Mortimer kämpfte mit den schlechten Bedingungen
und Graf Reinard von Moselsbach der zu seiner rechten ritt wischte sich mit dem Arm übers
Gesicht.Seit drei Tagen nun schon ritten sie ununterbrochen,von Morgens an bis in die
Dunkelheit.Es schien schon eine Ewigkeit her zu sein seit er mit seinem Vater in der Halle
ihrer Burg gesessen hatte,als urplötzlich ein Bote des Königs hereinstürmte.Der Bote brachte
die Nachricht das König Hendrik mit einer Belagerungsarmee nach Rheinfels aufgebrochen war.Gerhard von Rheinfels,der Graf,soll eine Intrige gespinnt haben um den König zu stürzen.Der Bote verkündete den Befehl des Königs das alle Grafen die Hendrik die Treue
erweisen wollen sofort nach Rheinfels aufbrechen sollen um dem König beizustehen.Direkt am nächsten Morgen hatte sich Mortimer und sein Sohn Bartholomäus mit fünfundzwanzig
Bewaffneten Reitern auf den Weg nach Rheinfels gemacht.Am gestrigen Tage hatten sie sich der Streitmacht von Graf Reinard angeschlossen.reinard von Moselsbach hob den Arm
und der Heerzug hinter ihm blieb stehen.Der Graf riss sein teures Schlachtross herum und blickte zu seinen Männern.Bartholomäus' Vater tat ihm nach und sah Bartholomäus ernst an.
,,Männer!"rief Reinard.,,Die Burg Rheinfels liegt vor uns! Ruhm und Ehre erwartet euch dort.
Nun zieht eure Helme über und folgt mir in die Schlacht! Für Gott und unseren König."
Die Menge erhob ihre Schwerter,Lanzen und Streitäxte und schrie ebenfalls:
,,Für Gott und König"Dann zogen sie ihre eisernen Helme über ihre Köpfe und angespannte
Stille trat ein.Johnatan,Bartholomäus' Knappe ritt zu ihm und seinem Vater und reichte den
beiden ihre Helme.Bartholomäus setzte sich seinen eisernen,eimerförmigen mit einem
kreuzähnlichem Sehschlitz versehenen Helm über.Sein Blickfeld wurde stark eingeengt und
er spürte die eigene Wärme seines Atems und roch den Geruch seines Schweißes.Auch sein Herz fing an schneller zu schlagen.Seine erste Schlacht stand vor ihm.Viele Jahre hatte er als Knappe seines Vaters gelernt zu töten,zu reiten und sich in vornehmer Gesellschaft zu
verhalten.Heute würde alles auf die Probe gestellt werden.Zweifel kamen ihm auf.Konnte er ein Menschenleben auslöschen genau so wie er das eines Bären oder Wildschweins auf der Jagd tat?Doch nun gab es kein zurück.Graf Reinard und sein Vater wendeten ihre Pferde.
Auf einen Schwertschlenker Graf Reinards gallopierte der Heerzug durch den schneeweißen Wald.Der festgefrorene Schnee knirschte unter en Hufen ihrer Pferde.Dann endete der Wald aprupt und sie fanden sich auf der Höhe eines Hügels wieder.Als Bartholomäus zum ersten Mal das Bild der brausenden Schlacht erblickte dachte er das Tor zur Hölle täte sich dort unten am Fuße des Hügels auf.Zwischen ihrem Standpunkt und der Burg am Ufer des Flusses auf der anderen Seite war eine gewaltige kämpfende Masse.Das Klirren der Schwerter,das Schreien jener Totgeweihten die dort massakriert im blutigem Schnee lagen und auf den schmerzvollen Tot warteten,das Wiehren der Pferde und der Schlachtruf der Männer die sich dort unten in wahnsinniger Besessenheit zerhackten brannte sich in sein Gehirn auf das er es nie vergesse.Die Burg lag auf einem Hügel und das Bollwerk auf der Hügelspitze wurde von zwei runden Steinmauern geschützt.Hinter dem ersten Wall lagen
Häuser in deren unterer Etage Geschäfte waren und in der oberen die Wohnungen der
Händler.Hinter der zweiten Mauer standen stattliche Fachwerk- und Steinhäuser,hier lebte die reichere Schicht des Ortes.Vor der Burg waren nur schwehlende Ruinen die wahrscheinlich mal Bauernhäuser gewesen waren.Die Streitmacht des Königs hatte das
Schlachtfeld bereits erreicht und kämpfte mit der Armee des Grafen Gerhard die zum größten Teil nur aus bewaffneten Bauern bestand die Haus und Hof verteidigten.Nur einige wenige Bewaffneter oder Berittener stritten sich mit dem Feind.,,Für den König!"schrie Reinard abermals,was allerdings durch seinen Helm dumpf klang.Dann ritten sie den Hügel hinunter.Bartholomäus nahm das Geschehen um ihn herum nur schemenhaft wahr.Er hörte
nur das Schnauben seines Rosses und seinen keuschenden Atem.Die Gegner bemerkten die herannahende Gefahr und bildete eine Linie aus Speeren.Die tödlichen Spieße der Feinde rückten immer näher.Sein Pferd schnaubte ängstlich.Dann prallten die Heere aufeinander.Bartholomäus Pferd ritt einen rotschöpfigen Speerträger einfach nieder.Schreiend wurde der Mann von den Hufen zertreten und das Knirschen von brechenden Knochen war zu hören.Bartholomäus hielt sein Schwert in der Rechten und
das Holzschild in der Linken.Ein Bewaffneter stürzte unter lautem Geschrei mit erhobener
Streitaxt auf ihn zu.Bartholomäus erhob sein Schild un parierte den wuchtigen Schlag des Kriegers der ihn beinahe aus dem Sattel geworfen hätte.Mit einem seiner Eisenstiefel bewehrten Füße trat er dem Soldaten ins Gesicht.Der Mann taumelte,kurz schickte Bartholomäus ein Stoßgebet um Vergebung gen Himmel,dann stach er zu.Er traf dem Mann im Brustkorb,Blut sprudelte aus der Wunde und bespritzte seine Rüstung.Der Mann schien im ersten Moment gar nicht zu bemerken was geschehen war,doch dann sah er zu der Wunde auf seiner Brust und schrie lauthals.Nie würde Bartholomäus diesen Schrei vergessen.Er hatte MItleid mit dem Mann und verurteilte sein Handeln,da erhob der Mann
plötzlich unverhofft sein Streitaxt und schlug auf ihn ein.Der Mann traf Bartholomäus' Knie und die Hinterläufe seines Pferdes,dann sank der Mann zusammen.Bartholomäus' Ross sank von der Wunde getroffen zusammen.Bevor Bartholomäus von dem Leib des verletzten Tieres begraben wurde sprang er zur Seite.Nun empfand er kein Mitleid mehr mit seinem
totem Widersacher.Auf dem Schlachtfeld gab es nur eine eiserne Grundregel:Töten oder getötet werden.Erst jetzt fiel Bartholomäus der pochende Schmerz in seinem rechtem Knie auf.Die Rüstung hatte den Schlag wohl abgewehrt doch
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