Der letzte Ritter II
von
blacknight99
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Der letzte Ritter
Fabian Gerstenthal blickte auf die Sonne des bedeutendsten christlichen Feiertages,Weihnachten.Der Tag war bitterlich kalt.Der Schnee auf den Zinnen und
auf dem Boden der Türme war so glatt das er beihnahe auf der Spitze des Nordturmes
ausgerutscht und sich das Genick gebrochen hätte.Fast jeden Morgen ging der
vierzehn Lenzen alte Junge auf den Nordturm und betrachtete die Sonne.
Eigentlich durfte er gar nicht hier hoch,doch sich an dem alten,halb taubem Wächter
Rufus der am Eingang des Turmes saß,vorbei zu schleichen war seine leichteste
Übung.Fabian blickte über die Dächer der kleinen Stadt Rheinfels,dann fiel sein
Blick auf die bunte Zeltstadt auf dem schneeweißem Feld vor der Stadt und sein Herz
schien kurz das Schlagen vergessen zu haben und das Gefühl sein Magen würde sich umdrehen erhaschte ihn.Seit nunmehr drei Wochen belagerten die Soldaten des Königs
die Burg.An jenem Morgen war sein Vater mit der SEnse aus dem Haus gegangen und
sagte er wolle jagen gehen.Dies war nicht das einzig Merkwürdige an diesem Tag.Seine
Mutter ging mit ihm nach dem Frühstück zum Bergfried.Das hatte sie noch nie gemacht.
Die Stadt war fast so wuselig wie am Jahrmarkt.Bewaffnete und wichtigtuerische Berittene
schritten durch die Straßen.Viele Stunden musste Fabian mit seiner Mutter Annegret in dem
großem Saal der Burg verbringen bis ein Bewaffneter hereinstürmte und etwas dem Grafen
Gerhard sagte der dies dann ihnen mitteilte und bestürtzte Rufe ausbrachen.Dann endlich
riss sich Fabian von seiner Mutter los und rannte aus dem Saal.Er lief die hölzerne Außentreppe des Bergfriedes die vom ersten Geschoss zum Erdgeschoss führte
hinunter,rannte über den Burghof,durch das Tor der Burg in die Stadt,dann durch die
Strassen der Kleinstadt und den Steinwall hinauf.Da Fabian's Familie Bauern waren lag
ihr Haus vor der Stadt neben ihren Feldern die zur Zeit brach lagen.Doch dort wo ihre Hütte gestanden hatte war nur noch eine schwehlende Ruine.Doch das war nicht das einzigste was ihn damals erschreckte.Auf den Feldern herrschte eine brachiale Schlacht.Aus dem
Wald im Süden brachen plötzlich Reiter und fegten über das Schlachtfeld hinweg.Fabian erkannte in den Gesichtern der kämpfenden Bekannte.Zum Beispiel den Bäcker Gustav der
ihm immer etwas süßes Weißbrot gab wenn er bei ihm Mehl oder Brot kaufte.Seit diesem Tage hatte er Gustav nie wieder gesehen.Nun wusste Fabian auch wohin sein Vater gegangen war und ihm wurde Bange.Dann flohen seine Leute zurück zur Burg.
Doch keiner war da der das Tor öffnen konnte.So war Fabian zum Tor hinuntergelaufen und hatte den Schieberiegel zur Seite gestemmt.Wie ein Strom flossen die Männer in die Stadt
und das Tor wurde wieder verschlossen.Fabian drängelte sich durch die Menge verwundeter
und erschöpfter Soldaten bis er endlich seinen Vater fand.Der kräftige,sonnengebräunte Mann der sein Vater Thomas Gerstenthal war saß an der Mauer eines Hauses.Blut floss
aus einer Wunde am Bein seines Vaters.Der sonst so fröhliche Mensch war leichenblaß und
das Entsetzen war ihm immer noch ins Gesicht geschrieben.Nun kamen auch die anderen Frauen und Kinder und suchten nach ihren Angehörigen.Manche fanden sie nicht und begannen bitterlich zu weinen.Seine Mutter und Fabian stützten Thomas auf dem Weg zum
Bergfried.In der großen Haale war ein notdürftiges Lazarett aufgebaut worden und die,die wie die Familie Gerstenthal obdachlos geworden waren durften dort bleiben und ein Lager für die Nächte aufschlagen.Als sein Vater weitestgehend versorgt war wollte Thomas mit seinem Sohn sprechen.Fabian war durch die große Halle gegangen die nun voller
Lager war gegangen und hatte sich zu dem Lager seines Vaters gesetzt.Mit ernster Miene blickte dieser seinen Sohn an und erklärte:,,Mein Sohn,es war ein großer Fehler dich nicht in der politischen Lage zu unterrichten."der Schmerz übermannte seinen Vater wieder und er bat Fabian nach Wein der den Schmerz stillte.Fabian reichte seinem Vater den Krug,dieser nahm einen kräftigen Schluck und fuhr fort.:,,Graf Gerhard wollte den König stürzen doch dieser hat davon Spitz gekriegt und ist mit einer Armee hierhergezogen.Außer ihm waren noch einiger andere Grafen dabei,zum Beispiel dieser Reinard,du weißt schon,der,der
fünf Weiber hatte.Heute morgen hatten sie uns erreicht.Ich war mit den anderen Bauern und den Bewaffneten ausgezogen um die Häuser zu verteidigen.Doch es hat alles nichts genützt.
Das Haus ist zerstört und viele von uns sind gestorben."
Plötzlich war das laute Klagen und Wimmern einer Frau zu hören,Fabian sah sich um und erkannte Edeltraud,die Frau von Bauer Albertus,die weinend an der Bettstatt eines Mannes saß.,,Albertus und seine beiden Söhne sind auch ausgezogen.Albertus und sein Jüngster sind in der Schlacht gestorben,Albertus hatte diese riesige Streitaxt und sein Sohn war geschickter Schwertkämpfer.Der Sohn hatte es sogar bis zum König geschafft doch so ein
Bastard hat ihn abgelängt und der König konnt' ihn erschlagen.Albertus' älterer Sohn hats zurück geschafft doch nun is' er auch an seinen Verletzungen erliegen.Arme Edeltraud.
Aber das schlimmste ist noch vor uns,Fabian.Die Männer des Königs werden die Burg belagern.Die Nahrung wird uns ausgehen,wir werden verhungern oder abgemetzelt werden."
Fabians' Vater hustete und nahm wieder einen Schluck Wein.Fabian ging davon.Als wäre
es gestern gewesen erinnerte sich Fabian an diesen Schreckenstag der sein Leben
veränderte.Mit einem Handschlenker schickte er die bösen Erinnerungen davon.
Vorsichtig ging fabian zur Falltür des Turms und stieg die Leiter hinab.Er schritt aus der Tür des Bauwerkes und stapfte durch den matschigen Schnee zurück zum Bergfried.
Im großem Saal war es stickig,und die Luft roch nach Wein.Die meisten Verwundeten waren
wieder gesund wie sein Vater der trotzdem noch etwas hinkte.Es war kein Weihnachtsfest wie es Fabian kannte.Eigentlich buk seine Mutter an dem Tag das beste Brot und es gab sogar eine Gans für die sein Vater immer lange sparte.In ihrem Haus hatten sie Mistelzweige aufgehängt und es gab köstliche Leckereien.Doch dieses Jahr war alles anders.Ihr Haus war nur noch eine verkohlte Ruine und das Essen wurde in der belagerten Burg knapp.In der großen Halle waren Tische in m-Form aufgebaut worden.Fabian setzte sich zu seinem Vater an den senkrechten Tisch in der Mitte.Das Essen wurde noch nicht aufgetragen deshalb sah sich Fabian in der Halle um.Am waagrechtem Tisch saß der Graf und seine Familie.Graf Gerhard war ein fetter,unsympatischer Wichtigtuer mit graumeliertem Haar.Seine Frau war schlank und hatte immer einen verdrieslichen Blick.Der Stiefsohn von Gerhard ähnelte im nicht im geringsten.Fast hätte Fabian den Stiefsohn des Grafen,der Philip hieß,für sein Ebenbild gehalten das er ab und an in einer Regenpfütze oder im Stadtteich sah.
Wenn der Junge nicht diese arroganten und abschätzenden Augen haben würde,würde Fabian vermuten es
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