Der letzte Spaziergang von Jules Waters
von
Michael Behofsics
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Von weitem musste es wie ein Gemälde ausgesehen haben als Jules Waters über dieses karge, schneebedeckte Feld ging.
Das vorwärtskommen war nicht einfach, er musste gegen den Wind und den Schnee ankämpfen der ihm schmerzhaft entgegenpeitschte .
Jules hatte kein Ziel. Er ging einfach los. Nun war er Weißgott wo und kämpfte gegen Schnee, Wind , und seine müden Beine an. Jeder Schritt fühlte sich an, als wären seine Beine aus morschem Holz das zu brechen droht.
Seine Lungen schmerzten jedes Mal wenn er diese eisige Luft einatmete, er hatte dann das Gefühl als würden sie einfrieren.
Um ihn herum war nichts als ein Feld, soweit das Auge reichte.
Sein schwerer Wintermantel fühlte sich kalt und Steif an. Seine Hände waren klamm.
Jules wusste nicht wohin er gehen sollte, und er wollte auch nicht darüber nachdenken.
Er kämpfte sich einfach quer durch das endlose, schneebedeckte Feld.
Er knickte um und fing sich wieder, rieb sich die Hände und marschierte weiter.
Jules hat alles verloren, nichts hatte mehr Bedeutung für ihn.
Er war eine Enttäuschung für alle, und alles enttäuschte ihn.
Und so marschierte er weiter. Stunde um Stunde verging, und die Sonne war fast untergegangen.
Die untergehende Sonne im Rücken, marschierte er in Richtung Nacht.
Sein Atem ging unregelmäßig und schwer.
Er wusste dass er sich nicht mehr lange auf den Beinen halten konnte, und damit wäre sein Ende besiegelt, aber er torkelte und schlurfte weiter.
Die Nacht war lange über ihn hereingebrochen, und mittlerweile war alles Gefühl aus seinem Körper gewichen.
Einzig der Schmerz beim Atmen war zurückgeblieben.
Er war vollkommen frei, frei von allem.
Sein Kopf war klar.
Jules fielen mittlerweile die Augen zu und er blieb stehen und wankte.
Nach wenigen Sekunden brach er unter der Last seines eigenen Körpers zusammen.
Alles schien so unwirklich, so traumhaft.
Der Wind wurde schwächer und kam nach kurzer Zeit ganz zum Erliegen.
Schnee fiel auf Jules tauben Körper und blieb da liegen.
Als sein Körper sich zum letzten mal hob und wieder senkte war sein Rücken fast zur Gänze mit Schnee bedeckt.
Wieder sah es beinahe aus wie ein Gemälde als er da so lag.
Ein guter Titel wäre: Der letzte Spaziergang von Jules Waters.
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Kommentare
christoph schlüter schrieb am 2006-10-10 23:51:53:
Okay, schon viel besser. Hier scheint er schon viel mehr durch der Michael Behofsics.
Gefällt mir. Hat echt was. Gut erzählt, wirklich. Mehr davon!
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