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Kategorien > Action > Action

Der perfekte Plan

von Heather

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,,Ist das voll hier...", schrie Hannah und ließ sich auf ihren Platz in dem IC, von Magdeburg nach Berlin, fallen. ,,So viele Fußballfans kann Deutschland doch gar nicht haben!" Genervt schaute sie sich in dem überfüllten Zug um und sah einige argentinische, italienische, brasilianische und schwedische Fans, die sich in ihren jeweiligen Sprachen unterhielten.
,,Dass Fußball so viele verschiedene Nationen verbindet....", flüsterte sie. Der Mann der neben ihr saß schaute kurz von seiner Zeitung auf. ,,Erstaunlich...", brummte er und Hannah fand, dass er dabei ziemlich unfreundlich war, doch sie erwiderte nichts auf seine Bemerkung.
Der Zug begann sich in Bewegung zu setzen und Hannah atmete einmal tief durch. Auf längeren Fahrten in Bus oder Bahn kam es schon mal vor, dass ihr übel wurde. Vorallem, wenn die Luft wie an diesem Tag so stickig war.
Eine freundliche Stimme in den Lautsprechern wünschte den Reisenden eine schöne Fahrt. Der Zug würde nun bis nach Berlin durchfahren und da Hannah leider keinen Fensterplatz mehr ergattert hatte, würde sie die zeit mit einem Buch totschlagen müssen. Sie hatte eigentlich immer irgendein Buch in ihrem Rucksack und diesmal war es ,,Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King, dass sie jetzt schon zum dritten mal las.
Sie wollte gerade die erste Seite aufschlagen, als sie bemerkte, dass der Mann neben ihr sie wie versteinert anstarrte und dabei ein breites Grinsen auf dem gesicht hatte. Erst wußte Hannah nicht wie sie reagieren sollte, doch dann blickte sie dem Mann direkt ins Gesicht.
,,Ist irgendwas?", zischte sie und achtete darauf, dass sie genauso unfreundlich klang wie die Antwort de Mannes zuvor. ,,Haben sie irgendein Problem?"
Der junge Mann, der höchstens 25 Jahre alt war nickte nur und lachte dann los. Er hatte schwarze, lange Haare, die ziemlich ungewaschen wirkten und die sein Gesicht noch blasser wirken ließen.
Hannah schaute sich in dem Waggon um und suchte nach einem anderen freien Platz, doch sie fand keinen, denn einige Leute mussten sogar noch stehen.
,,Schauen sie mich bitte nicht so an!", rief sie und wurde etwas lauter, in der Hoffnung, dass irgend jemand auf sie aufmerksam wurde. Doch die anderen Reisenden waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt und die Fußballfans um sie herum übertönten sowieso alle Gespräche.
Der Mann neben ihr berührte leicht ihren Arm und Hannah zuckte zusammen. ,,Was wollen sie von mir?", schrie sie jetzt förmlich.
Der Mann legte sich einen Finger auf den Mund. ,,Shhh... sei jetzt ganz ruhig!", flüsterte er. ,,Du willst doch nicht sterben, oder?" Der Mann begann wieder zu lachen und Hannah bekam eine Gänsehaut. ,,Was wollen sie von mir?"
Sein Lachen wurde lauter und klang jetzt irgendwie bösartig. ,,Was ich möchte willst du wissen?" flüsterte er und kam dabei mit seinem Gesicht immer näher. Sie konnte schon seinen warmen Atem spüren und sie musste unwillkürlich den Kopf weg drehen. ,,Ich möchte, dass du dieses Päckchen hier einem meiner Kollegen übergibst!" Er deutete auf seinen Rucksack. ,, Du kannst eigentlich nichts falsch machen!" Wieder begann er zu lachen, so als hätte er sich den besten Plan der Welt überlegt.
Hannah begann zu schluchzen. Am liebsten wäre sie einfach aufgestanden und in einen anderen Waggon gegangen, aber sie ahnte schon, dass dieser Mann irgendwas hatte, womit er sie zwingen konnte.
,,W...Warum sollte ich das tun?", fragte sie und sah ihm direkt in seine dunkelblauen Augen.
Wieder lachte der Mann. ,,Weil ich sonst diesen Zug in die Luft sprenge!" Wieder deutete er auf seinen Rucksack, doch Hannah zweifelte, ob es ihm wirklich ernst war. Im Grunde sah er nämlich nicht wie ein verrückter Bombenbastler aus.
,,Du scheinst mir nicht zu glauben!", sagte er. ,, Aber an deiner Stelle würde ich es tun, Hannah Kenzie."
Hannah starrte ihn entsetzt an, denn sie war sich sicher, dass sie nie ihren Namen erwähnt hatte. ,,Woher wissen sie wie ich heiße?"
Die Augen den Mannes begannen zu funkeln. ,,Eine Leichtigkeit für einen Auftragskiller...."
Erst jetzt begann Hannah zu weinen. ,, Sie werden mich doch nicht töten?" Die Tränen liefen ihr übers Gesicht und sie schaute sich hilfesuchend um.
,,Es ist ganz einfach!", sagte der Mann. ,,Sie übergeben das Päckchen am Bahnhof an einen Kollegen von mir und alle Menschen in diesem Zug werden weiterleben." Er schaute kurz zum Fenster. ,,Sollten sie sich aber irgendwie bemerkbar machen oder sonst irgendwelche Fluchtversuche starten, wird dieser Zug in die Luft fliegen."
,,Okay", flüsterte Hannah nur. ,,Ich werde es tun." Sie weinte noch immer und der Mann bot ihr ein Taschentuch an. ,, Das ist die richtige Entscheidung!" Mit diesen Worten fasste er in seinen Rucksack und holte das Päckchen heraus und überreichte es ihr. ,,Seien sie vorsichtig damit."
Hannah nahm es in die Hand und merkte, dass es ziemlich schwer war. Was da wohl so wichtiges drinnen war, dass er es nicht selber übergeben konnte??
Der Mann erklärte ihr genau wo sie den Kollegen und er machte ihr unmißverständlich klar, dass wenn sie irgendwelche Dummheiten machen würde, er immer noch die Bombe auslösen könnte. Hannah konnte nur nicken, auch wenn sie fand, dass an der Sache doch sicher irgendwas faul war. Warum sucht man sich extra jemanden, der ein Päckchen übergibt, wenn man es doch selbst viel schneller machen könnte? Und Vorallem liefe er so doch die Gefahr, dass sie nach der Übergabe doch noch zur Polizei gehen würde. Was sollte sie nur machen?
Der Mann blickte aus dem Fenster, so als ginge ihm die ganze Sache nichts mehr an. Kurz bevor sie in Berlin ankamen drehte er sich noch einmal zu Hannah um. ,, Mein Name ist übrigens Nick Harisson.", sagte er freundlich und Hannah hatte das Gefühl, dass plötzlich ein komplett anderer Mensch vor ihr stand. ,, Sie müssen wissen, dass ich zu der ganzen Sache auch gezwungen wurde...!" Er schaute wieder aus dem Fenster. ,, Ich würde niemals einen Menschen töten..."
Der Zug fuhr gerade in den Bahnhof ein und Hannah stand schon von ihrem Platz auf und drängelte sich durch die Menschenmenge. Sie blickte noch einmal zurück, doch Nick kam ihr nicht hinterher. Sobald der Zug hielt sprang sie auch schon heraus und lief so schnell sie konnte zum Ausgang des Bahnhofes. Die letzten Worte von Nick hatten sie so stutzig gemacht, dass sie einfach nicht glauben konnte, dass er wirklich eine Bombe bei sich hatte und so rannte sie direkt zu ihrer Wohnung, die nicht weit vom Bahnhof entfernt war. Sie hatte nicht das Gefühl, dass ihr jemand gefolgt war und auch als sie zurückschaute konnte sie Nick Harrison nirgends sehen.
Zu Hause angekommen legte sie das Päckchen auf den Tisch und atmete erst einmal tief durch. Sie warf noch einen Blick Aus dem Fenster um sich zu vergewissern, dass ihr niemand gefolgt war. Dann setzte sie sich an den Tisch und betrachtete das Päckchen. Nach langem zögern, begann sie es dann doch auszupacken. Sie öffnete als erstes die unzähligen Fäden, die

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Kommentare

krümel schrieb am 2007-08-17 19:27:44:
wow!!!-echt coole geschichte!!
Schreib doch mal n buch!!!
wollsoeckchen ^^ schrieb am 2007-04-22 08:59:39:
einfach der pure Wahnsinn... bist ne ganz Große!!!
Heather schrieb am 2006-06-29 12:04:26:
Freut mich echt dass dir die geschichte gefallen hat..... Danke....
Eigentlich war eine Fortsetzung nicht geplant, aber mal sehen.....
Sir A. C. Doyle schrieb am 2006-06-28 17:11:49:
Wirklich coole Story. War spannend. Hoffe, dass du groß rauskommst :)
Salvatore.Miceli@gmx.ch schrieb am 2006-06-28 13:21:13:
yea! foll coole und spannende Geschichte
kamill schrieb am 2006-06-27 14:07:15:
wow ....ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll.....hat richtig spaß gemacht zu lesen,konnt gar nicht aufhören^^
gibts ne fortsetztung ?

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