Der schiefe Baum
von
Meleen
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Der schiefe Baum
Eines schönen Tages, hinter den Feldern von Schaffhausen, sitzt ein Biber am Rande eines Brunnens und weint bitterlich.
Zur gleichen Zeit, im Wald des Dorfes, schleicht ein Fuchs durch die Bäume auf der Suche nach einem saftigen Leckerbissen.
„Also hier im Wald finde ich nichts“, sagt sich der Fuchs, „dann werde ich wohl zu den Feldern müssen, vielleicht versteckt sich im Weizen ein saftiges Karnickel“
Der Fuchs macht sich auf den Weg. Er kommt am Waldrand an und blickt über die Felder. Doch plötzlich erblickt er sein Mittagessen, dass an einem stillgelegten Brunnen sitzt.
„Oh ja, einen Biber habe ich schon lange nicht mehr gefressen, diese Typen sind meist auch zu zäh, aber bei der Hitze, finde ich wohl eh nichts besseres“, denkt der Fuchs schelmisch. Langsam und mit List nähert sich Fuchs dem Brunnen, so dass der Biber es wohl nicht bemerken würde.
Doch plötzlich dreht sich der Biber um und guckt dem Fuchs direkt in seine gierigen Augen. „Ich habe dich schon lange gesehen Fuchs, ich werde nicht weglaufen, denn meine einzige Hoffnung liegt dort unten in diesem Brunnen“
Der Fuchs, vollkommen verwirrt vom Mut des Bibers, bleibt auf der Stelle stehen und schaut sich um. „Das ist ein Hinterhalt“ denkt er sich, „gleich wird ein Baum auf mich herabstürzen, den der Biber angenagt hat“ „ich muss mich vom Waldrand entfernen“.
Doch plötzlich fragt der Biber „Fuchs, du bis schlau, kannst du mir nicht helfen, meine Axt aus dem Brunnen zu holen?“
„Deine Axt?“ fragte der Fuchs, nun noch verwirrter als zuvor. „Wozu braucht ein Biber ein Axt? Du hast nicht umsonst gute Zähne Biber, du führst doch was im Schilde mit mir?!“
„Nein Fuchs, sieh her, ich bin alt, ich habe meine Zähne leider schon verloren“
„Ich bin hier nach Schaffhausen gekommen, weil ich gehört habe, dass er hier die schärfsten Äxte des Reiches gibt“ „Es war ein langer Weg und die Axt zu stehlen, war nicht einfach, ich wollte mich doch nur an diesem Brunnen ausruhen, doch dann ist die Axt hineingefallen“ „Die Kraft mir eine neue Axt zu holen, habe ich nicht“
Der Fuchs, immernoch skeptisch sagt „Aber Biber, wenn du deine Zähne verloren hast, aufgrund deines Alters, dann solltest du langsam doch begreifen, dass du keine Bäume mehr fällen kannst. Die Dämme sind fertig, warum willst du unbedingt diese Axt?“
„Fuchs, das will ich dir sagen, hinter dem Wald liegt mein Zuhause, es wird bedroht durch einen Baum, der so schief steht, dass er bald auf mein Haus fallen wird.“
„Meine Frau und ich sind beide schon lange im Ruhestand, auch sie hat keine Zähne mehr, wir können aus eigener Kraft weder den Baum fällen, noch uns ein neues Haus in einer anderen Gegend bauen.“ „Ich brauche also diese Axt um uns zu retten.“
Der Fuchs, völlig ungerührt von dieser Geschichte, fragt „Wie kommst du darauf, dass ich dir helfen würde?“
„Ihr seit so schlau, nur Ihr wisst, wie ich die Axt hoch holen kann, da der Brunnen leer ist, kann ich es nicht mit dem Schöpfeimer versuchen, ich bin ratlos“
„Was bekomme ich dafür?“ fragte der Fuchs.
„Ich habe nichts, dass Euch befriedigen würde, es tut mir Leid.“
Der Fuchs dachte eine Weile nach..
„Biber ich helfe dir die Axt hoch zu holen und ich trage dich auf meinem Rücken sogar zu deinem Zuhause zurück, so bist du schneller.“
„OOOH Fuchs, ich danke dir, gesegnet seist du“
Doch der Fuchs hatte Hintergedanken: „Ich habe am Ende dieser Reise sogar zwei Leckerbissen“, dachte er im Stillen.
So fing der Fuchs also an, dem Biber seine Idee zu erzählen.
„Biber setzt dich in den Eimer und fahre in den Brunnen herab, nimm deine Axt und ich ziehe dich dann wieder hoch“
Der Biber, hocherfreut, dass dieses Abenteuer doch noch gut endet, tat was der Fuchs ihm sagte und so hat sie wenige Augenblicke später die Axt aus dem Brunnen geborgen.
„So und nun sag mir wo du wohnst“ sagte der Fuchs, innerlich grinsend.
Nach wenigen Stunden, wofür der Biber zwei Tage gebraucht hat, kommen die beiden hinter dem Wald von Schaffhausen auf eine große Weide. Der Fuchs erblickte sofort den Baum, er stand wirklich drohend schief.
Die Frau des Bibers erschreckte sich gar fürchterlich, als sie den Fuchs vor ihrer Tür erblickte, doch der Biber erzählte sofort die Geschichte ihres Zusammentreffens.
Frau Biber war begeistert, sie präsentierte sogleich ihr langes Tau, welches sie mit viel Mühe geflochten hatte, während Herr Biber auf Reisen war.
„Dieses Tau sorgt dafür, dass wir den Baum beim Fall in die richtige Richtung lenken können“ sagt sie stolz.
„Ich werde nun Klopfzeichen geben, so dass all unsere Freunde herkommen und beim Ziehen helfen.“
Eine kleine Weile später standen viele Tiere des Waldes und der Wiesen, um den Baum herum und freuten sich, dass die Familie Biber bald nicht mehr in Angst leben müsse. Sie packten alle das Tau und Herr Biber machte sich daran die Axt zu schwingen.
HIEB HIEB HACK HACK und der Baum ergab sich, alle Tiere zogen so kräftig sie nur konnten und der Baum wandte sich des Biberhauses ab und krachte an andere Stelle zu Boden.
Die Tiere jubelten und lachten, sie freuten sich so sehr, sie tanzten und sangen.
Überwältigt von soviel Hilfsbereitschaft und Freundschaft, senkte der Fuchs den Kopf und schämte sich seiner bösen Hintergedanken.
„Was bedrückt dich Fuchs?“ fragte Herr Biber.
Der Fuchs schaute auf „Ach nichts Biber, du hast tolle Freunde“ und so lachte der Fuchs und begab sich zu den tanzenden Tieren des Waldes und der Wiesen.
Ende
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Kommentare
SirX schrieb am 2010-01-14 21:46:57:
Ein paar orthografische schwächen weist die Geschichte leider auf...
dass und das verwechselt.
Ansonsten ist die Geschichte gut.
sir-online@web.de schrieb am 2006-08-22 21:58:57:
Hallo,
ich finde die geschichte klasse!
Werde hier sicher öfter her kommen.
mfg
Sir-O.
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