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Kategorien > Krimi > Thriller

Der sexgeile Heizungsmonteur

von Christian Schulz

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gebrochen hatte.
Hartmuts wie versteinertes Gesicht verzog sich plötzlich zu einem grausamen Grinsen. Mit fast irre klingender Stimme sagte er : „Das hättest du nicht tun dürfen, meine Kleine. Oh nein, das hättest du nicht tun dürfen. Jetzt stech ich dich ab! Ich stech euch alle beide ab!“
Katja kroch am Boden weiter zurück bis in die Ecke des Zimmers und blickte voller Entsetzen zu Hartmut hinauf, der die Hand mit dem Messer hob und mit irrem Blick einen kleinen Schritt auf sie zutrat. Der Schweiß in seinem Gesicht vermischte sich mit dem aus der Nase rinnenden Blut und tropfte sowohl auf sein Hemd wie auch auf den Badezimmerboden, während er Schritt für Schritt auf Katja zuging.
Sie kreischte Jasmines Namen, versuchte verzweifelt, sich zur Seite zu drehen, um zu entkommen, doch waren ihr auf der linken Seite durch die Toilette und auf der rechten Seite durch die Dusche die Wege versperrt. Sie lag auf dem Rücken zwischen den Schmink- und Waschutensilien Jasmines und sah mit flehendem Blick zu Hartmut auf.
Dieser war bis auf einen halben Meter an sie herangetreten und sprach immer noch wie von Sinnen : „Oh nein, das hättest du wirklich nicht tun dürfen! Das ist deine eigene Schuld! Das hättest du nicht tun sollen! Ihr hättet soviel Spaß mit mir haben können! Aber jetzt.....“

Was auch immer Hartmut noch hatte sagen wollen, im nächsten Moment stieß er aus Leibeskräften einen schmerzerfüllten Schrei aus. Heißer Wasserdampf umhüllte ihn und stieg von seiner von den Schultern bis zu den Kniekehlen komplett mit Wasser getränkten Kleidung auf. Fast ohnmächtig sackte er in sich zusammen, ließ das Messer fallen und fiel im nächsten Augenblick wie ein gefällter Baum zur Seite, wo er schließlich regungslos in einer heißen Wasserpfütze zwischen herumrollenden Pellkartoffeln liegen blieb.
Jasmine war hinter ihn getreten und hatte den gesamten Topf mit dem kochenden Kartoffelwasser über Hartmuts Schultern entleert.

Sie sprang über den reglosen Körper Hartmuts auf Katja zu und half dieser auf die Beine. Unter Tränen umarmten sich die beiden Frauen, der Schreck saß beiden noch tief in den Gliedern; Katja wurde regelrecht von Weinkrämpfen geschüttelt.

„Es ist ja alles wieder gut, mein Herzchen.“, flüsterte ihr Jasmine immer wieder ins Ohr, streichelte ihr zärtlich übers Haar und küsste ihre Wangen. Nach einiger Zeit vernahmen die beiden ein erbärmliches Stöhnen knapp einen Meter sechzig unter ihnen.
Hartmut war aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und begann nun die Schmerzen zu spüren. Schmerzen, wie man sie verspürt, wenn man von oben bis unten mit kochendem Wasser übergossen wurde. Er vermochte sich kaum zu rühren, lag auf dem Boden, wimmerte wie ein geprügelter Hund und stöhnte vor Schmerzen.

„Warte“, sagte Jasmine und ging schnell aus dem Badezimmer, „ wir fesseln ihn besser noch.“ Bald darauf war sie mit einer Rolle Paketschnürband wieder zurück und die beiden begannen nun Hartmuts Beine an Knöcheln und Waden zusammen zu binden sowie die Hände auf dem Rücken zu fesseln.
„Ihr verdammten Drecksweiber“, stöhnte Hartmut mit gepresster Stimme, während die beiden Frauen ihn fesselten. Die verbrannte Haut seines Nackens begann sich bereits abzulösen und wies eine blutrote Färbung auf. Und die Schultern, der Rücken, die Brust und ein Teil seiner Beine sahen unter der Kleidung wohl nicht viel besser aus. Jasmine kniete mit ihrer blauen Jeans auf dem nassen Badezimmerfußboden, zog die letzten Knoten fest und blickte auf Hartmut hinab, welcher wie ein Häufchen Elend zwischen etwa zwanzig Kartoffeln auf dem Badezimmerfußboden lag und nach Linderung seiner Schmerzen wimmerte.
„Keine Bange, mein Lieber, wir rufen schon einen Arzt an. Und natürlich die Polizei!“, stieß Jasmine scharf hervor und musste sich beherrschen, ihre Wut nicht an Hartmuts verbrannten Körperteilen auszulassen. Darum verließ sie schnell den Raum, um die Polizei anzurufen. Katjas Selbstbeherrschung war jedoch nicht so stark, aber wenn man bedenkt, in welche Todesangst Hartmut sie nur wenige Minuten zuvor versetzt hatte, ist das vielleicht nachzuvollziehen.
In einem plötzlichen Anfall von Wut begann sie schließlich, Hartmuts Rücken und Schultern mit massageähnlichen Bewegungen durchzukneten, und dessen bestialische Schreie stachelten ihre Wut noch weiter an.

„Bist du verrückt ? Hör auf damit, der hat genug!“, rief Jasmine, die gerade wieder herein kam und zog Katja zu sich hinauf. „Es ist alles wieder in Ordnung, Schätzchen. Verstehst du ? Der kann uns nichts mehr tun.“ Und damit hatte Jasmine Recht.

Hartmut lag dort unten zu ihren Füßen und weinte. Er weinte bitterlich, schluchzte hemmungslos, wohl vor Schmerz, aus Selbstmitleid und Demütigung, und vielleicht auch irgendwo ein kleines bisschen aus Reue vor dem, was er getan hatte und was er zu tun beabsichtigt hatte.

Während Katja und Jasmine sich erleichtert in den Armen lagen, trottete der kleine Jimmie herein, der von all dem Lärm unbeeindruckt in der Küche gesessen und mit den kleinen Schräubchen gespielt hatte. Er gab ein leises Winseln von sich, trottete auf Hartmut zu und ließ sich neben ihm nieder.

Jasmine und Katja begannen einen langen Kuss der Erleichterung und ließen schließlich verwundert voneinander ab, als sie ein Schmatzen vernahmen, dass das ihres Kusses noch übertönte. Jasmine blickte hinab und sah auf Jimmie, der dem weinenden Hartmut liebevoll durchs Gesicht leckte. Sie wendete sich wieder Katja zu, drückte sie ganz fest an sich und sagte lachend : „Na, so leicht wie Jimmie sind wir beide nicht rumzukriegen!“

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Kommentare

franziska@franziska-mueller.de schrieb am 2010-12-22 21:26:00:
cooliie!!! ich liebe thriller sowieso schon,
aba was du DA gebracht hast is ja wirklich cool. mal was anderes wenn nicht immer alles gelingt von der gedachten/ wahren geschichte. find ich echt cool und war verzweifelt als sie zu ende ging. würde aba auf JEDEN FALL noch mehr von dir hören!!!
Franzi
Putty7 schrieb am 2009-02-12 18:50:06:
Dem schließe ich mich an. Wie machst du das bloß: so zu schreiben, dass man sich einfach nicht mehr losreißen kann??? Einfach toll! =D
dan schrieb am 2007-01-30 10:44:47:
naja immerhin unterhaltsam
marcelwick@hotmail.com schrieb am 2006-04-25 00:01:56:
Ging mir ebenso. Du hast eine wunderbare art die Leser zu fesseln. Ich konnte mich richtig gut in alle Rollen hinein versetzen und ich spürte richtig die Verzweiflung in Hartmut. Serh inspirierend geschrieben. Danke...
coolspace schrieb am 2006-03-31 23:30:54:
Echt coole Story, konnte garnicht aufhören zu lesen, spannend geschrieben.

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