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Kategorien > Aus dem Leben > Gefühle

Der unnahbare Admin

von Biggi

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Es war Spätsommer 2004 als mir mein Vater im Büro sagte, er habe einen Golfbekannten der mal mit einem Techniker wegen unserer EDV kommt. Ich war zuerst etwas sauer, schon wieder einen Wechsel und Jeder der kommt weiß alles besser und will alles umstellen. Aber ich bin nicht der Chef. Und so kam der Termin – mein Vater saß mit seinem Bekannten zusammen während der Techniker in unserem EDV Raum war. Meine Neugierde war zu groß, ich musste doch mal rein schauen „wie er denn so ist“ und dachte nur „oh Gott ist der arrogant, kann nicht mal guten Tag sagen“. Aber ich beugte mich der Entscheidung, dass er ab sofort für unser Netzwerk zuständig ist.

So gingen die Monate ins Land und viel Kontakt hatten wir nicht. Es lief alles gut, die Firma war klein es stand nicht viel an, und außerdem wurden Probleme noch von anderer interner Stelle mit dem Techniker geklärt. Gehört immerhin nicht zu meinem Aufgabengebiet.

Wie es das Schicksal so wollte, bekam ich immer mehr die Aufgabe übertragen, mich mit Alex in Verbindung zu setzen wenn irgendwo PC Probleme anstanden. Die Telefonate und Emails wurden freundlicher.

Im August 2005 rief ich ihn erneut wegen einem Problem an, und ich habe extra gewartet bis alle Kollegen weg sind damit ich in Ruhe telefonieren kann. Bewusst war mir das da noch nicht, warum ich so dachte. Doch als wir dann telefonierten merkte ich mitten im Gespräch, wie mein Herz plötzlich raste, ich mich nicht mehr konzentrieren konnte und auch nichts mehr sagen. Da war klar, mich hat es erwischt.

Fast 2 Monate versuchte ich ihn mir aus dem Kopf zu schlagen. Ich wusste doch nichts von ihm. Wie alt ist er überhaupt? Ist er evtl. viel Jünger als ich? Oder verheiratet? Hat er Kinder? Ich grübelte und schlief keine Nacht mehr. Freute mich jeden Tag auf die Arbeit, bestand die Chance ihn wieder zu hören. Doch auch meine Sehnsucht nach ihm wurde größer. Und so nutzte ich meine Möglichkeit herauszufinden, wie alt er ist und ob verheiratet. Was hatte ich für eine Angst vor dem Ergebnis. Und dann hatte ich es schwarz auf weiß – er ist ein halbes Jahr älter und vor allem ledig. Schöne Nachrichten.

Nachdem ich merkte, es hat mich richtig erwischt, habe ich ihm Mitte November 2005 meine Gefühle gestanden. In einer längeren Geschichte. Wir waren immer noch beim Sie und ich wusste nicht, wie ich es ihm sagen soll. Also nahm ich alle Mut zusammen und warf es ihm in den Briefkasten, Samstag’s Nachts. Jetzt begann die Zeit des Wartens. Ständig diese Fragen, wann liest er es? Hat er es schon gelesen? Wird er sich direkt an meinen Chef wenden? Bin ich zu weit gegangen?

Als ich dann am Montag Abend nach hause kam, lag ein Brief im Briefkasten. Ohne Briefmarke, ohne Absender. Er wird doch nicht von ihm sein? Alex wird nicht extra gut 30 KM gefahren sein um mir ihn einzuwerfen, oder doch? Mein Gefühl sagte „doch“. Also riss ich den Brief auf und überflog ihn erst mal. Wo steht die wichtigste Info? Da stand sie. Er ist seit 5 Jahren in einer sehr glücklichen Beziehung. Das darf nicht wahr sein. Der Brief war sonst sehr liebevoll geschrieben. Ja er schrieb sogar zum Schluss, wenn ich erst mal mit seinem Kollegen arbeiten will dann ist das kein Problem aber er hoffe das wird nicht für immer so sein. Ich war nur noch am Weinen. Wohin mit dem Kummer? Ich habe so viele Jahre keine Gefühle mehr zugelassen und jetzt das.

Und trotz der klaren Absage hatte ich immer das Gefühl, ich muss weiter kämpfen. Ich darf das nicht so beenden lassen. Also habe ich den Kontakt aufrecht erhalten, zumindest immer mal private Mails geschrieben. Es gab viele Hochs und Tiefs.
Im Dezember duzten wir uns endlich, was mir den Umgang emens erleichterte. Aber es tat trotzdem so weh. Mitte Januar war er bei uns im Büro, und es lief so blöd, dass ich kaum damit klar kam. Wir waren die Letzten an dem Abend und er kam dann zu mir und überredete mich regelrecht noch etwas trinken zu gehen nur 10 Minuten, das hatte er sich vorgenommen. Er brauchte viel Überredungskunst, da ich mich zu traurig fühlte. Aus den 10 Minuten wurden 2 schöne Stunden. Aber was sollte das alles? Smalltalk bei unserer Situation? Was wollte er mit diesem Treffen bezwecken? Antworten bekam ich auf meine Fragen nie. Er ignoriert alles was ich ihm schreibe oder frage. Warum?

Ende März wollte ich für mich den Schlussstrich ziehen, ich konnte nicht mehr. Nachdem er einige Tage vorher bei mir zu hause war etwas am Notebook machen, hat es mir so das Herz raus gerissen ihn so nah und doch so fern zu haben, dass ich mich dem Ganzen nicht mehr aussetzen wollte. Also schrieb ich ihm, dass ich nicht mehr kann und es beende. Ich rechnete nicht mit einer Antwort, da er ja immer alles ignoriert (was ich auch sehr unhöflich und abwürdigend finde). Doch dieses Mal kam eine Antwort. Er schrieb mir, dass es ihm schlecht geht weil er und seine Freundin sich endgültig getrennt haben, 2 Tage zuvor, und dass das nach 5 Jahren nicht leicht ist. Aber er schrieb auch, dass er gerade in dem Moment gerne bei mir wäre, und dass er sich zu mir hingezogen fühlt. So sehr ich seinen Schmerz nachempfinden konnte, ich für mich war glücklich. Er fühlt sich zu mir hingezogen. Was habe ich auf diese Zeit gehofft und gewartet. Es war beiden klar, nicht direkt eine Beziehung anzufangen, aber es langsam wachsen zu lassen.

Doch es sollte mir nur 3-4 Tage gut gehen. Er kapselte sich immer mehr ab, wollte keinen Kontakt zu mir, nur seine Ruhe. Es ging einige Wochen mal mit SMS hin und her, aber niemals Treffen. Langsam angehen? Heißt das 1x Treffen im Jahr? Nein für mich nicht. So eskalierte Anfang Mai die Situation dass er mich beschimpfte und den privaten Kontakt (der ja eigentlich nie bestand) abbrach. Doch geschäftlich haben wir nach wie vor täglich miteinander zu tun.

Jetzt sind 2 ½ Monate vergangen. Meine Gefühle sind nach wie vor zu stark um ihn zu vergessen. Meine Sehnsucht nach ihm frisst mich auf, ich habe jede Lebenslust verloren, weil er nicht mal bereit ist ein Gespräch mit mir zu führen. Unser Kontakt ist geprägt von Hochs- und Tiefs. Ich weiß ich bin zu sensible, ziemlich schwierig weil ich sofort alles persönlich nehme. Das ist eine große Last für unseren Kontakt. Aber wieso versteht er nicht, dass das alles einfacher sein könnte, wenn er sich mal einen Abend zeit für ein Gespräch nehmen würde. Warum bin ich ihm das nicht wert? Wieso ruft er mich an meinem Geburtstag an, sagt mir mit dem Brustton der Überzeugung wie viel Glück er mir wünscht, aber tut alles dafür das ich leide?

Er behauptet immer noch, dass er keine Zeit hat und alle Menschen in seinem Umfeld zurück stecken müssen. Aber er ist jetzt so lange getrennt, daran kann es nicht liegen. Und selbst wenn, wieso antwortet er nicht mal auf meine Einladung an meinem Geburtstag? Er sagt, ich solle ihm glauben dass es nichts mit mir persönlich zu tun hat. Wie soll ich das? Er hat mich so oft belogen. Und seine Arbeiten bei uns übernimmt nur noch der Kollege. Seit dem er mit „uns“ abgeschlossen

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Kommentare

Biggibernard@hotmail.com schrieb am 2006-11-16 09:15:09:
hallo biggi,

da unser name recht selten ist möchte ich dich fragen, wo du herkommst......ich komme aus dem südschwarzwald und wir hatten auch eine firma.......lg, biggi ; )
LoveleyWoman09@hotmail.com schrieb am 2006-11-16 09:12:26:
hallo Biggi, g
laubst du nicht, dass die wahre liebe mehr als nur eine einseitige sache ist? willst du tatsächlich mit jemanden zusammen sein, der dich nicht wirklich und 100%% liebt? die wahre liebe wird dir dann begegnen, wenn du am wenigsten damit rechnest sagte mal jemand zu mir..........und das stimmt.....manchmal dauert es ebene twas länger, aber dafür lohnt es sich auch, glaube mir. lg, Biggi ; ))

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