Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Aus dem Leben > Entwicklung

Der weiße Kopf und der Baum - 2. Abschnitt aus Rom

von katrinka

1

Flüstern.
"Wo ist die Taschenlampe?", fragte Kaka Ile.
"Hier", sagte Kaka Tantsche, "... komm wir machen weiter."
"Katrin, soll ich Dir den Hund zeigen?", fragte mich Iliana.
"Ja,ja, zeig ihn mir, ich will ihn sehen.", flüsterte ich.
"Bau, bau,bau, rrr.", versuchte meine Kaka so gut wie möglich, die
Tierstimme nachzuahmen. Wir kicherten leise und schmusten uns zusammen. Plötzlich hörten wir das Bett der Großeltern knarren.
"Taschenlampe weg, sofort, sonst kommt der weiße Kopf.", bekamen wir zu hören. Ich fürchtete mich. Man erzählte seltsame Dinge über den weißen Kopf, zum Beispiel, daß er nachts käme und alle Kinder mitnähme, die nicht schliefen. Nun zog ich meinen Teil der Bettdecke über den Kopf und klammerte mich an Kaka Ile. Von der anderen Seite knuddelte sich Tantsche ganz nah an mich heran.
"Es gibt ihn nicht, diesen weißen Kopf", sagte Iliana, "das sagen die nur, damit wir Angst bekommen und ruhig sind."
"Ticho!", rief Djado rüber. Das heißt LEISE und dann wurde es auch leise. Das Wort vom Großvater war ein ungeschriebenes Gesetz.
Durch das Fenster kam sanftes Mondlicht in das Zimmer. Man hörte
Quaken von Fröschen, Krähenlaute, Grillengezirpe...Die Nacht erzählte Geschichten.
Im Zimmer sah man den Schatten vom Aprikosenbaum im Hof. Schatten von unseren kleinen Katzen sprangen und kletterten an den Wänden herum." Wieviele Menschen, wieviele Feste hatte es unter dem Aprikosenbaum schon gegeben? Wieviele Spiele hatte er schon miterlebt?", dachte ich. In seinem Schatten fühlte ich mich geborgen."Er ist ein Geschenk von Gott. Tagsüber schützt er vor der Sonne und er gibt uns Früchte zum Essen und für herrliche Marmelade. In der Nacht paßt er auf uns auf. Danke Gott." Das waren meine letzten Gedanken dieser Nacht. Ich wußte, im anderen Bett schlafen die Großeltern. Leise hörte ich sie schnarchen. Meine Cousinen lagen mit mir dicht an dicht wie in einem Nest. Hier war ich zu-Hause. Glücklich jauchzend schlief ich ein.


*

- Erklärung: Kaka, Kako= Ansprache für große Schwester, Cousine oder das nächstgrößere Mädchen

1

Kommentare

Katrinka schrieb am 2007-01-10 21:17:39:
Liebe Leser,
mit dem Titel ist etwas falsch gelaufen. Mein Roman heißt:"Im Herzen Bulgarin".
Ich hoffe, der Fehler klärt sich bald auf.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.