Des Engelchens Leid
von
Karyl
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Tränen rannen ihr über das blasse Gesicht. Wieso nur musste es so weit kommen. Ob es nicht schon schlimm genug gewesen war, das sie nicht wusste woher sie kam, geschweige denn wo sie hin sollte und nun auch noch das. Vor nicht ganz sieben Tagen wachte sie in einer alten, kalten, verlassenen Kapelle auf, nun war sie in den schmalen Gassen der Stadt umringt von sieben dunklen Gestalten.
Das dreckige Grinsen in ihren Gesichtern flößte ihr Angst ein. Die schmutzigen Hände die nach ihr griffen, verdreckten ihr blütenreines, weises Kleidchen. Sie aus Leibeskräften bis ihre Stimme versagte, aber niemand wollte hören. Menschen verließen die Gasse sofort bei ihrem Anblick. Das Lachen der sieben dunklen Gestallten hallte immer und immer wieder in ihrem Kopf wieder. Verzweifelt hielt sie sich die Ohren zu, aber die Welt verstummte nicht vor ihr. Es würde nicht aufhören.
Hände packten sie, stießen sie zu Boden, lachten laut auf.
Was hatte sie nur verbrochen um so zu enden? Sie konnte sich ja nicht mal weiter als die letzten sieben Tage erinnern. Ganz fest presste sie ihre Hände zusammen, schloss die Augen und wollte zum Himmel beten. Beten das ihr geholfen werde, aber nichts geschah, nur das Lachen um sie herum wurde lauter und lauter. Genau in dem Moment drückte sie einer der Männer zu Boden, drückte ihr etwas silbernes gegen die Kehle, leckte ihr über das Tränen verschmierte Gesicht.
Vor Entsetzen schrie sie ein letztes mal auf. Ihre Stimme hallte in der Gasse, in den anliegenden Straßen und sogar bis zum Himmel empor. Wolken zogen auf und verdecken die Sonne. Es wurde Dunkel. So dunkel, das man kaum die Hand vor Augen sah.
Schrei drangen bis zu ihr vor, doch nicht ihre eigenen. Vorsichtig öffnete sie wieder ihre Augen, sah Schatten miteinander ringen. Doch einer schien etwas anders zu sein. Zwei riesige Schwingen zeichneten sich in der Dunkelheit ab. Sie konnte es nicht genau erkennen. Es schien, dass die sieben Gestallten, die grade noch siegessicher gelacht hatten, nicht den Hauch einer Change gegen den Angreifer, ihren Retter, hatten. Innerhalb weniger Minuten hatten die Sieben nichts mehr zu Lachen. Stöhnend lagen sie am Boden. Versuchten sich wieder aufzurichten, doch versagten kläglich. Nun schien auch die Dunkelheit zu weichen. Hinter ihr erstrahlte ein weißes, warmes Licht, wie es niemals von einer Lampe der Sonne hätte kommen können. Es breitete sich aus, bis die Dunkelheit auch auf dem Gesicht ihres Retters verschwunden war.
Liebevoll lächelte er sie an. Seine schwarzen Schwingen falteten sich hinter ihm zusammen. Die Hörner, von dem eines im Kampf abgebrochen zu sein scheint, verschwanden wieder unter den schwarzen Haaren. Alles an ihm war die Dunkelheit in Person, doch kam ihr dieser Anblick seltsam vertraut vor. Als ob sie schon Jahrhunderte nur auf diesen einen Blick gewartet hatte.
Je näher er trat, um so breiter wurde ihr Lächeln. Mit jedem Schritt lichtete sich der Nebel in ihrem Kopf. Er hatte nicht einmal die Gelegenheit ein Wort zu sagen, da schlang sie ihre Arme um ihn, presste ihr Gesicht an seine Schulter, roch seine vertraute Gegenwart und legte ihre weißen, schimmernden Schwingen um ihn.
„RING RING RING ... RING RING RING“
Ein stöhnen entfuhr ihrer Kehle. Warum wurde sie auch immer bei der besten Stelle gestört? Genervt stellte sie den Fernseher auf stumm und nahm den Hörer ab. „Ja“
„Hast du das gesehen?“, drang es empört vom anderen Ende der Leitung.
„JA Schatz, hab ich.“
„Mach was dagegen. Du bist Gott, also sorg dafür das die diesen bescheuerten, viel zu übertriebenen Film nie wieder zeigen. Die lachen mich hier schon alle aus.“
Sie kratzte dich verlegen an der Wange. Irgendwo hatte er ja recht. Es war wirklich etwas übertrieben. „Wenn du zu Hause bist.“, und noch bevor er etwas sagen konnte legte sie auf und ein breites Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
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Kommentare
Anne schrieb am 2008-01-28 15:12:23:
Ich denke, ab und zu sind deine Gedankensprünge nicht ganz übersichtlich. Ich hätte auch einen Absatz vor dem Telefonklingeln gemacht- zur besseren Übersicht.
Ich finde es ein bisschen komisch, dass in deiner Geschichte Gott weiblich ist, und der Teufel keinen Humor und Sinn für Romantik hat. in den meisten Geschichten ist das der Fall. Aber es ist eine gute Geschichte. Wirklich, sehr gut!
Karyl schrieb am 2007-12-11 09:25:30:
das am Anfang war ein Film wie sich Gott und Teufel kennen gelernt haben
John Gotti schrieb am 2007-12-07 22:50:18:
Sorry ich kapier das Ende nicht, könntest du was dazu sagen?!
lG
John
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