Destin Teil 1 (Prolog+1.Kapitel)
von
Arise M. Chonn
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(Vorläufiger Kommentar von mir: Diese Geschichte ist noch sehr neu und wird bestimmt noch mehrmals überarbeitet werden. Darum würde ich mich vorallem über konstruktive Kritik sehr freuen. )
Destin
Prolog
Schreie tönten über den Friedhof. Irgendwo zwischen den Gräbern der unbekannten Seemänner weinte ein Neugeborenes. Mitternacht war schon lange vorbei und die Sonne ging langsam an der Klippe von Liil auf. Der Pastor der kleinen Insel, war gerade dabei die Kirchentüren aufzuschließen, als er die Laute des Babys vernahm. Schnell raffte er seine Kutte und ging zum Friedhof. Er stieß einen Ruf zu Gott aus und nahm den kleinen Jungen, der in weiße Tücher eingewickelt war, in seine Arme.
Auf der kleinen Insel sprach es sich schnell herum, dass der Pastor einen anscheinend elternlosen Jungen gefunden hatte. Während die alten Damen ihn verhätschelten, traf sich der Rat der Insel um zu überlegen, was mit dem Jungen passieren sollte. Am Ende des Tages wurde dem Pastor die Erziehung des Jungen anvertraut, wobei jedoch auch der Bürgermeister, der Schulleiter und der Hafenkapitän ihn unterrichteten.
1.Kapitel
„Destin ! Du musst dich mehr anstrengen! Und hör gefälligst zu wenn ich dir etwas sage“, schrie Mark Bateau den zwölfjährigen Jungen an, dessen Augen sich mit Tränen füllten.
„Aber, ich habe doch alles so gemacht, wie sie es gesagt haben Herr Kapitän“, sagte Destin und versuchte zu verstehen, warum sein Lehrer ihn angeschrieen hatte.
„Ich hatte gesagt, dass du eine topographische Karte von Liil anfertigen sollst und dir dafür drei Stunden Zeit gegeben. Das was du mir jedoch gegeben hast“, der Kapitän hielt kurz inne und betrachtete noch einmal mit abfälligem Blick Destins Arbeit.
„Aber es ist doch alles korrekt gemacht“, versuchte Destin sein Werk zu verteidigen. Der Kapitän tat jedoch, als hätte er den Einwand nicht gehört und stellte das verkleinerte, originalgetreue Pappmachèemodell der Insel auf den Boden. „Das hier“, der Kapitän trat den Berg des Modells nieder, „hat ungefähr die Höhe einer Karte. Auf diese topographische Karte gehören jedoch keine Häuser“, mit einem Fußtritt beförderte er die kleinen Papierhäuser von Destins Karte. Dem Jungen liefen bei der Aktion seines Lehrers Tränen aus den Augen, dennoch kam kein Schluchzer über seine Lippen.
Der Kapitän drückte Destin ein Taschentuch in die Hände. Und guckte ihn ernst an.
„Dein Modell war wirklich schön. Jedoch wirst du so etwas auf hoher See nie gebrauchen können. Und jetzt beruhig dich und geh spielen oder so.“ Mit diesen Worten ging der Kapitän und Destins Unterricht bei ihm war für diesen Tag beendet.
Eine zeitlang saß er noch neben seinem zerstörten Modell und schaute sich den Sonnenuntergang an. Erst als Destin bemerkte, dass er schon längst beim Pastor hätte sein sollen, sprang er schnell auf und lief so schnell er konnte zur Kirche rüber.
„Destin, du bist sehr spät dran. Ich hoffe du weißt, dass ich das nicht gut heiße“, mit einem strengen Blick erklärte der Pastor ihm, dass Pünktlichkeit eine sehr wichtige Tugend sei.
„Es tut mir wirklich Leid“, antwortete Destin mit gesenktem Blick und verfluchte diesen Tag. Erst hatte der Kapitän seine Arbeit zu Nichte gemacht und jetzt hielt der Pastor ihm auch noch eine Rede über die Tugend der Pünktlichkeit. „Ich geh dann ins Bett“, murmelte Destin und ging langsam in sein Zimmer. Warum können die mich nicht mal einen Tag lang in Ruhe lassen. Mit einem Gedanken an Abenteuer schlief Destin unruhig ein.
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