Dezember (2)
von
Fjäril
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euphorisches Aufleben hielt mich aufrecht.
Plötzlich begriff ich, verstand, dass sie möglicherweise etwas füreinander empfunden hatten. Und schlagartig wurde mir bewusst, dass die Dämonin, die ich in mir trug, sehr viel älter sein musste, als ich je für möglich gehalten hatte. Wenn sie nur halb so alt wie Vard war, war sie älter als jeder Dämon, der mir je begegnet war. Was nicht heißen sollte, dass ich bereits auf viele Dämonen gestoßen war. Meist war es William, der mir von seinen Begegnungen mit mächtigen Schattenkriegern erzählte. Ich war selten an der Jagd beteiligt und noch seltener erfolgreich.
Verwirrt streckte ich die Hand nach der Türklinke aus und hielt erneut den Atem an, als sie sich mühelos aufstoßen ließ. Der Schlüssel zitterte in meinen Fingern, während mir Angst das Herz zum Schlagen brachte.
Ich betrat die Wohnung, betätigte den Lichtschalter gleich neben der Tür und sah mich um. Niemand war hier. Die ferne Gegenwart eines Dämons war bereits vor Minuten verflogen und nur noch mühsam zu erahnen. Und dennoch war jemand hier. Etwas lag wie ein dunstiger Schleier über den Räumen; ein seltener Duft.
Mit eiskalten Fingern tastete ich nach meinem handy und drückte die Wahlwiederholung.
William nahm so schnell ab, dass ich davon ausging, er hatte das Telefon unentwegt in der Hand gehalten.
“Kira?”, fragte er mit minimal erhöhter Stimme.
“Dreh um und komm zurück”, sagte ich kurz angebunden und legte auf.
Er war unterwegs.
Unruhig sah ich mich um. Die Resonanz, die meine Wohnung erfüllte, war schwach, aber dennoch spürbar wie kleine Nadelstiche. Ich reckte die Nase in die Luft und bemühte mich, zu erschnuppern, welches Schattenwesen mich in meinem Heim aufgesucht hatte, aber der Duft, den meine empfindliche Nase aufnahm, war mir gänzlich unbekannt. Vard hatte keinen Schritt in diese Wohnung gesetzt.
In mir baute sich eine stabile Wand der Verwirrung auf. Wenn Vard nicht hier gewesen war, wer dann?
Unruhe beherrschte meine Seele. Obwohl ich deutlich fühlen konnte, dass ich jetzt nicht mehr in unmittelbarer Gefahr war, stellte sich kein gefühl von Sicherheit ein. Nie zuvor war ein Nachtgeschöpf in mein kleines, persönliches Reich eingedrungen. Ich war vorsichtig, wenn ich das Haus verließ und auch wenn ich zurückkehrte, vergewisserte ich mich stets, dass ich allein war und mir niemand folgte. Dass Vard in der Lage war, meinen Geruch bis in meine Wohnung zurück zu verfolgen, verängstigte mich nicht. Er war alt und seine Instinkte sehr scharf. Dass ein fremder Dämon jedoch seinen Weg in mein Zuhause gefunden hatte, erfüllte mich mit Schrecken. War er alt? Möglicherweise sogar älter als Vard?
Unbeholfen stolperte ich wenige Schritte nach vorne, sank auf die unbequeme Couch und wartete dort, bis William durch die Tür hastete.
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Kommentare
Thomas schrieb am 2009-03-06 00:42:40:
Ich finde deine Geschichte super.Weiter so.m.f.G. Thomas
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