Die Ampel an unserer Schule
von
Kalinka Kaprisnaja
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Die Ampel an unserer Schule
Ich zog das Messer aus der Brust des Mannes, immer wieder stach ich zu und zog es dann wieder heraus. Er war längst tot, aber ich stach immer weiter in sein welkes Fleisch, denn ich hasste ihn. Schließlich lag er vor mir wie ein geschlachtetes Schwein...
Wochenlang hatte ich diesen Traum, konnte ihn einfach nicht loswerden und ging schließlich zu einem Nervenarzt, der mich bat, das schlimmste Erlebnis aus dem letzten halben Jahr zu erzählen.
Nach einer Weile fiel es mir wieder ein: Normalerweise beachtete niemand aus unserer Schule die Ampel, die auf dem Schulweg lag. Vor allem auf dem Heimweg hatten es alle Schülerinnen und Schüler so eilig, nach Hause zu kommen, dass sie buchstäblich über die Straßenkreuzung rannten - natürlich bei "Rot".
Und heute war mir die Ampel sowieso egal! Ich hatte in Mathe wieder eine "Fünf" kassiert. Zusammen mit der "Fünf" in Englisch würde ich sitzen bleiben. Das war klar! Wie sollte ich das meinen Eltern beibringen?
Mechanisch setzte ich einen Fuß vor den anderen und achtete nicht im mindesten auf den vorbeirauschenden Verkehr der Ringstraße. Ich war viel zu traurig und von mir selbst enttäuscht!
Plötzlich gab es einen Schlag - ich lag auf dem Boden! Ein Motorradfahrer hatte mich gestreift, war aber dann gestürzt. Passanten hoben uns auf und brachten uns auf den sicheren Bürgersteig.
"Weg hier! Bloß weg hier", war mein erster Gedanke und schon lief ich in Richtung Heimweg davon. Da packte mich jemand am Arm: "Halt, hier geblieben! Du hast gerade einen Verkehrsunfall verursacht!"
Ich fing an zu weinen, wollte mich aus diesem Klammergriff befreien, doch der Mann war viel stärker als ich und machte ein wütendes Gesicht. Er drängte mich in sein Geschäft - es war eine Boutique, sie hieß CC. Der Motorradfahrer folgte uns.
"Christine, ruf die Polizei", befahl der Mann der Verkäuferin und wenige Minuten später war die Polizei schon da.
Ich weinte immer heftiger, weil ich an meine Familie dachte, die Zuhause mit dem Essen auf mich wartete und sich sicherlich Sorgen um mich machte.
Der Boutique-Besitzer schilderte der Polizei den Unfallhergang: Er habe gerade vor seiner Boutique am Seitenstreifen einparken wollen, als ein Motorradfahrer seinen neuen Benz gestreift habe. Schuld an dem Unfall sei aber ich gewesen - dabei deutete er mit dem Finger auf mich; ich sei bei "Rot" über die Straße gelaufen. Der Motorradfahrer habe mir nicht mehr ausweichen können.
Da ich ängstlich um mich sah, hatte die Verkäuferin Mitleid mit mir und schlug vor: "Sollen wir nicht die Familie des Mädchens anrufen?" Dankbar nickte ich ihr zu und sagte ihr die Nummer. Nach einer kleinen Ewigkeit - meine Schule lag am anderen Ende der Stadt – konnte ich mit meiner Mutter endlich nach Hause.
Ein paar Wochen später wurde das Transparent ausgetauscht und auch die Art der Kleider im Schaufenster hatte sich verändert. Statt teure Designermode gab es Kleidung für Kinder und Teenies.
Über eine rote Ampel bin ich übrigens seither nicht mehr gelaufen, und ich ließ mich auch nie mehr einfach am Arm packen....
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Kommentare
Thilo schrieb am 2010-11-03 22:18:26:
Hey, ich finde die Story richtig sinnlos es gibt irgendwie keinen Faden und die Story faengt aus dem nichts an (bzw aus einem aus dem Zusammenhang gerissenen Traum) und endet ploetzlich und viel zu schnell..
Ich wuerdedie Story komplett ueberarbeiten!
Johannes Beck schrieb am 2008-02-04 17:56:30:
Hi,
bin ein wenig verwirrt. Irgendwie finde ich den Faden nicht...
Der Kern der Geschichte ist doch der Verkehrsunfall, richtig? Was hat dann der Anfang (der Traum, der Nervenarzt) und der Schluss (der Wandel des Geschäfts) damit zu tun? Ich verstehs irgendwie nicht.
Lg, jo.
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