Die Anderen
von
Beautiful Experience
"so when you come back
we'll have to make new love"
Björk
Da ist ein kleines Geheimnis, das ich bis heute noch nicht losgeworden bin.
Als ich durch die Flamme hierherkam, da wußte ich, dass ich nie etwas Vergleichbares in meinem Leben erfahren hatte.
Und im selben Moment wurde mir klar, dass da nun absolut nichts mehr war, das ich als Vergleichsmöglichkeit hätte heranziehen können.
Mein "Leben davor" (gab es solch ein Leben?) blieb für immer hinter der Flamme verborgen, durch die ich gekommen war.
So sagten mir die Anderen, die Hüter der Flamme: als ich vor drei Nons in diese wunderbare Welt gekommen war, tobte der Jonu vor den zehn Toren Hillahs. Die Siflans segelten entlang der Orico-Linie, wo der dreizackige Tod die Welt über den großen Deich verließ.
Das bleiche Meer schien alle vier Naghs wieder zu sterben, während die Nuflis alle Ängste dieser Welt um die Fortdauer ihres immerwährenden lächerlichen Todes ausstanden.
Die große Coral wurde eins mit der Flamme, als die Schanis in ihr Reich einfielen und die letzten Horden knechteten.
Das Wasser des Henochs färbte sich gragnan ob der Ungeheuerlichkeiten dieser Zeiten.
Doch die Zeiten haben sich beruhigt in der Fortdauer meiner Gottkönigschaft.
Ich, der alleinige Herrscher dieser Epoche, habe die Geschichte geschrieben, die diese Welt verdient.
Die Schanis haben ihre Treue erneuert, als die Flamme über sie gezogen ist. Die Siflans sind in ihre Häfen zurückgekehrt und verließen die blutroten Fluten jenseits der Orico-Linie.
Die Nuflis kehrten in die Tiefen des bleichen Meeres zurück, woher sie gekommen waren.
Die Fluten des Henoch traten über ihre Ufer, als die mächtige Coral die Flamme über die Welt schickte.
Sie, die eins wurde mit der Flamme der Ewigkeit, die über alle Grenzen hinausging und die wahrhaftige Göttin dieser Welt wurde.
Ich bin am Ende meiner Zeit in dieser rätselhaften Welt.
Mein Wille der Macht erlischt in einem tosenden Wasserfall - so bleibt mir nur noch der eine Weg zu gehen, der mir seit Anbeginn der Zeit von den Anderen bestimmt war.
Es ist nur dieses kleine Geheimnis, das ich bis heute noch nicht so betrachten konnte, dass ein wenig Licht ins Dunkel fiel.
Werde ich die Kraft haben, durch die ewige Flamme zu gehen? Was wird auf mich warten, wenn ich die andere Seite der Flamme erreicht habe?
Und wenn ich dahin zurückgehe, wo ich vor mehr als drei Nons hergekommen bin - werde ich dann lachen oder weinen?
Werde ich lachen oder weinen, wenn mir klar werden wird (und diese Klarheit kommt bereits jetzt über mich wie die glitzernden Wogen einer Sturmflut), dass ich weder in dieser noch in jener Welt jemals zuhause war?
Werde ich es ertragen können, zu begreifen, dass ich niemals irgendwo zuhause war, zu keiner Zeit und in keiner Welt, weder diesseits noch jenseits der Flamme?
Wird mein zweidimensionaler Verstand es fassen können, dass meine Existenz abhängig ist, vollkommen abhängig ist vom Auge eines Betrachters, der mich erschafft von Augenblick zu Augenblick in seinen Vorstellungen - solange, ja solange nur, wie seine Phantasie die Nahrung hat, die sie braucht, um mich weiter und immer weiter erschaffen und am Leben erhalten zu können, einem Leben, das jeden Augenblick in Abgründen versinken kann, die für mich nicht faßbar sind und nie faßbar sein werden?
Und doch werde ich solange existieren, wie sich in dieser anderen Welt jenseits der ewigen Flamme irgendetwas ereignen wird, das ich nie begreifen werde.
Es macht mich schaudern, was die geheimnisvollen Worte andeuten, die die Überlieferung der Anderen abschließen:
"Und die Welt wird fortbestehen, solange der Stift über das Papier gleitet..."
Niemand wird verstehen, was aus unserer wunderbaren We
Kommentare
dakini@skydiver.de schrieb:
wieso hört die geschichte mitten im wort auf? ein übertragungsfehler?
. schrieb:
Hallo,
um ehrlich zu sein hat mich diese Geschichte mehr verwirrt, als erfreut.
Es beginnt durchaus spannend, man wird gelockt und liest weiter um mehr zu erfahren. Aber schon der zweite größere Abschnitt bedeutet fast das Aus für das aufkeimende Interesse. Er enthält eine Unmenge an fremdartigen Namen und Informationen, mit denen man kaum etwas anfangen kann. Auch was „Nons“ sind, blieb mir verschlossen, was schade war, da ich manchmal das Gefühl hatte, es handelt sich um einen schon älteren Mann („Ich, der alleinige Herrscher dieser Epoche...“), das aber nie genau sagen konnte.
Warum die Geschichte mittendrin aufhört weiß ich nicht, es wird sich wohl um einen Übertragungsfehler handeln, aber um ehrlich zu sein, hätte ich ohnehin auch nicht sehr viel weiter gelesen. Das wiederum wäre aber auch schade gewesen, weil Dein Schreibstil nicht schlecht ist und Du es schon verstehst mit Worten umzugehen (inklusive das es keine nennenswerten Rechtschreibfehler gibt).
Schade, aber vielleicht liest man ja noch mehr von Dir?
Liebe Grüße
Soleil
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