Die Bäckerstochter
von
Mary
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Die Bäckerstochter
Es lebte einmal ein Bäcker. Der hatte eine wunderschöne und kluge Tochter. Sie hatte einen freundlichen Charakter und wurde von allen gemocht.
Eines Tages gab der junge König ein Fest. Der Bäcker wurde beauftragt Kuchen und Brot dafür zu backen. Seine Tochter half ihm und gemeinsam trugen sie Backwaren auf die große Festwiese.
Am Abend schlich sich das junge Mädchen aus lauter Neugierde auf das Fest. Sie wollte wissen, wie die Adeligen feierten und versteckte sich hinter einem Baum. Sie war so verzückt über das bunte Geschehen, dass sie nicht bemerkte, dass der junge König sie entdeckt hatte. Daher erschrak sie heftig, als er sie an der Schulter berührte. Als der Herrscher in ihr liebliches Gesicht sah, war er hin und weg von ihr und wollte sie am liebsten sofort zur Frau nehmen. Auch die Bäckerstochter fühlte sich zu ihm hingezogen und versprach ihm, zu seinem Schloss zu kommen. Sie lief los um ihren Vater die gute Nachricht zu überbringen. Nach nach einiger Zeit kam sie an eine Quelle. Die Bäckerstochter entschied eine kurze Rast an dem kühlen Wasser zu machen. Plötzlich erschien ihr eine Fee. Die Fee war eifersüchtig auf die Bäckerstochter, weil diese schön, jung und bald auch noch Königin sein würde. Alles was die Fee niemals sein würde. Zur Strafe nahm sie der Bäckerstochter all ihre Erinnerungen und lies sie einschlafen.
Am nächsten Morgen erwachte das junge Mädchen und wusste nicht wer, was und wo sie war. Verängstigt lief sie im Wald herum, bis sie an ein Flüsschen kam. Dort traf sie einen jungen Müller. Er nahm die Bäckerstochter bei sich auf. Sie verstanden sich gut und das Mädchen war froh darüber. Schon bald beschlossen sie zu heiraten.
Indessen machte sich der König Sorgen um seine Braut. Er schickte Soldaten über sein ganzes Land aus. Doch man fand sie nicht. Da wurde der Königssohn traurig und ging in seinem Garten spazieren. An seinem Brunnen erschien ihm die Fee, die der Bäckerstochter die Erinnerungen genommen hatte. Sie versprach ihm zu helfen und erzählte ihm wo sich seine Geliebte befand. Sofort eilte er mit einigen Wachen zum Müller. Er erschrak, als er hörte die Bäckerstochter habe den jungen Müller geheiratet. Aber noch mehr erschrak er, als sie ihn nicht wiedererkannte. Das Mädchen fragte ihn ob er sie kenne und der König antwortete dass sie versprochen hatte ihn zu heiraten. Da plagten das Mädchen Gewissensbisse. Durfte sie den Müller, den sie so lieb gewonnen hatte, verlassen für jemanden den sie nicht kannte? Sie dachte lange nach, aber in ihrem Herzen wusste sie die Antwort schon.
Als der junge König hörte dass sie bei dem Müller bleiben wolle wurde er sehr zornig. In der Nacht tötete er den Müller. Die Bäckerstochter lief voller Angst zu der Quelle, an der sie erwacht war, und weinte dort bittere Tränen. Als die Fee das sah, merkte sie wie dumm sie gewesen war. Sie versuchte das Mädchen zu trösten, doch sie war zu traurig. Da die Fee nicht wusste wie sie alles wieder gut machen konnte suchte sie den König und redete mit ihm. Doch er wollte nicht einsehen dass er einen Fehler gemacht hatte. Da wurde die Fee böse und sprach einen Fluch über ihn aus. Immer wenn er ein schönes Mädchen sah, das er gerne hatte, würde sie jemanden aus dem niedrigen Volk heiraten. Doch der König verspottete sie und kehrte zurück auf sein Schloss, denn die Bäckerstochter wollte er nun nicht mehr. Die saß immer noch an der Quelle und weinte. Die Fee kam und gab ihr ihre Erinnerungen zurück. Für das Mädchen war das kein Trost. Die Fee, die sich schämte für ihre Missetaten, schenkte ihr einen Wunsch. Die Bäckertochter wünschte sich nichts sehnlicher, als wenn ihr geliebter Müller wieder am Leben wäre. Die Fee nickte und im nächsten Moment lebte der junge Müller wieder. Die glückliche Bäckerstochter schrie vor Freude und Glück und schloss ihren Mann fest in die Arme. Die beiden lebten sehr glücklich und zufrieden und die Bäckerstochter schenkte dem Müller viele Kinder. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Der junge König aber, bereute bis zu seinem Ende was er getan hatte, denn durch den Fluch der Fee, blieb er immer allein.
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