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Kategorien > Fantasy > Begegnungen

Die Bestie

von Molok

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Viele armen Seelen ließen ihr Leben, denn draußen im Wald, da lauerte sie, die Bestie ohne Namen.
Niemand konnte sagen, woher kam sie? Was wollte sie? Und am wichtigsten, warum gerade wir?
Jäger wurden gesandt sie zu fangen; doch die, die zurück kamen, konnten nichts vorweisen, außer Wunden und Panik. Der Wald war ihr Gebiet. Niemand durfte es betreten. Wer es tat, musste schnell sein, schneller als sie.
Das ganze Dorf fiel in und Verzweiflung.
Wer sollte ihnen helfen?
Wer konnte ihnen helfen?

Da kam er.
Ein Held unter Helden.
Groß gewachsen, in strahlender Rüstung.
Das Schwert in der Rechten, das Wort Gottes in der Linken.
Die gottlose Bestie wagte es, diese guten Menschen zu bedrohen?
Dieses abscheuliche Wesen, dessen Fratze nie wirklich erblickt werden konnte?
Das blutgierige Ungetüm aus den Wäldern?
Sein Ende war gekommen. Der Held war bereit auszugehen, den Kopf des Monsters zu holen.

Dunkel war der Wald. Es schien kein Licht durch die Bäume. Es schien, als ob der Beelzebub selbst den strahlenden Himmel vertrieben hätte.
Dort, wo Vögel ihr Lied dar brachten, herrschte nur noch Stille.
Es herrschte eine Stille, wie man sie im Grabe vorfinden würde.
Jedoch schreckte dies den Ritter kaum.
Fest entschlossen, mit grimmiger Miene kämpfte er sich durch das Unterholz, bereit, jede teuflische Bestie, die ihr Gesicht zeigen würde, wieder ins Fegefeuer zu verbannen.
Und lange sollte er nicht warten müssen.

Vor einer Höhle, tief im Wald, dort, wo kein Jäger seine Fallen aufzustellen gewagt hätte, fand er sie.
Ein großes Wesen, mit stark bepelztem Leib. Riesige Pranken mit messerscharfen Klauen. Und ein geifernder Schädel, der dem eines grotesk entstellten Wildschweins ähnelt.
Sie baute sich bedrohlich vor dem Helden auf, bereit zuzuschlagen.
Doch der Ritter wich nicht zur Seite.

„Nehmt diese verfluchte Maske ab, Hund! Ihr habt mich zu Tode erschreckt.“
Das Wesen nahm seinen Kopf von seinen Schultern.
„Verzeiht mein Herr, doch diesen Spaß wollte ich mir nicht nehmen. Euer Gesicht war einfach zu köstlich. Es erinnerte mich an das der Jäger. Nur war ihre Angst noch köstlicher. Sagt, ihr habt nicht zufällig etwas Branntwein für mich?“
„Branntwein ist im Dorf kaum zu finden mein Lieber. Die Händler trauen sich nicht mehr, den Wald zu durchqueren.“
„Ach was, diese feigen Wucherer. Vielleicht finde ich ja noch einen Tropfen in meinem Lager. Kommt herein, kommt herein. Und, wie gefällt euch meine Höhle? Verzeiht das Chaos, aber ich musste einige übermütige Helden verstauen, bevor Jäger sie gefunden hätten. Wo ist bloß dieser Branntwein? Sagt, was haben euch die Bauern versprochen, wenn ihr mich erlegt?“
„Mein Lieber, das ganze Dorf ist unsere Schatzkammer. Die Schätze der Kirche, die Waren der Händler, alles steht uns offen. Sagt, ist der Branntwein nicht vielleicht in dieser Truhe?“
„Ihr könntet recht haben. Lasst mich einen Blick hineinwerfen“

Als das Monster sich hinab beugte, um die Truhe zu öffnen, da stieß der Ritter sein Schwert so stark
durch den Rücken der Bestie, dass diese mit dem Schwert an die Truhe festgenagelt wurde.
„Warum habt ihr das gemacht?“ Die Stimme des Monsters war kaum noch wahrzunehmen. Sie ähnelte einem Flüstern.
„Ich versprach, den Kopf des Monsters zu holen, ihr stinkender, fauliger Bastard. Und die Schätze stehen nur dem Helden zu.“

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