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Die Bestie 1
von
Scarlett
Ächzend viel die Schwerer zweiflügelige kunstvoll geschnitzte Tür der Kathedrale ins Schloss, seine Augen brauchten einige Zeit, ehe sie sich an die Dunkelheit im Inneren gewöhnen konnten, irgendwo in der Ferne entdeckte er den Schein leuchtender Kerzen, dessen Schatten durch den Raum tanzten, langsam tat er einen Schritt, als er ein leises Geräusch vernahm und sich seine Augen an das Licht zu gewöhnen begannen. Vor seinen Augen erstreckte sich eine Landschaft aus Tod, tausender Gepeinigter Seelen, denen man auf grausamste Art und Weise das Leben genommen hatte, sie waren geradezu abgeschlachtet, dem Täter hatte es anscheinend nicht gereicht seine Opfer einfach nur unschädlich zu machen, sondern er wollte sie leiden sehen, die Angst in ihren Augen lesen und sie ganz langsam dahinsiechen lassen, er hatte sein grausames Spiel mit ihnen getrieben, sie bis zum äußersten Gefoltert und erst dann von dieser Welt scheiden lassen, als sie nicht mehr einen Tropfen ihres Blutes in ihren Adern hatten, er schien gefallen daran zu haben sich an ihrem Kummer ihrer Pein zu weiden und damit Befriedigung zu erhalten. Seine Augen flogen über die reine Masse der Körper, die scheinbar unzählbar zu sein schienen, einer schlimmer zugerichtet als der andere, überseht von Zeichen der Qual und des Leidens, was sich ebenfalls in ihren Gesichtern widerspiegelte. Es schien ihm, als stünde er auf einem Friedhof, er empfand ein sonderbares Gefühl, es war zutiefst erschreckt, war Fassungslos, wie konnte jemand einem so etwas antun, wie konnte jemand sich so verraten und einem anderen Lebenden Wesen auch nur annähernd so etwas antun, und zugleich spürte er ein seltsames Gefühl, er empfand Freude, ja, es war, als wäre er derjenige, der all diesen Schrecken verursacht hatte, als wäre er dieser, der sich an diesem Gemetzel erfreut hatte, er fühlte sich warm, wohl, sogar daheim, er empfand einen Zustand der absoluten Freude, ein Hochgefühl, von dem er sich nicht losreißen konnte, es riss ihn geradezu mit sich ein Stimmungshoch, was er in seinem ganzen Leben noch nie zuvor erlebt hatte. Erst als ihm der Ernst seiner Gedankengänge klar wurde verliefen sie wie im Sand, seine Gefühle waren übermächtig gewesen, doch es waren nicht die seinen gewesen, nicht seine Empfindungen, die er noch vor einem Moment wahr genommen hatte. Sie hatten von ihm Besitz ergriffen, einfach so, was war nur geschehen, doch nun erinnerte er sich an das Geräusch, was er noch vorhin wahrgenommen hatte, vielleicht hatte doch jemand dieses Gemetzel überlebt, er drehte sich einmal um die eigene Achse und beäugte auch den Raum in der Dunkelheit links und rechts von ihm, dort bewegt sich etwas, starr vor Schrecken machte er einen Schritt in dessen Richtung, angsterfüllt von dem, was vielleicht geschehen könnte, er schaute in die Augen eines alten, verstümmelten Mannes, der hilfesuchend den Arm ausstreckte. Medin kniete neben ihm nieder, er wusste, das er dem Mann nicht mehr helfen konnte, sein linkes Bein war durchtrennt, eines seiner Augen aus seiner Höhle gerissen worden und sein Körper über und über von Narben einer Peitsche und größerer Schnittwunden überseht, es war überhaupt ein wunder, dass er überhaupt noch am Leben war, doch dieser Mann brauchte keine Aufheiternden Worte, er wusste, was mit ihm geschehen war, und wie sein Leben beendet werden würde. Er versuchte sich aufzurichten, doch es gelang ihm nicht und so sackte er mit einem leisen unterdrückten Schrei wieder in seine ursprüngliche Position zurück. Medin war sofort neben ihn getreten und versuchte ihm zu helfen. "Hilf uns" , brachte er unter quälendem Stöhnen heraus, wobei er Medin mit seiner Hand fest zu ihm zog. Seine Augen zogen Medin fast magisch an, er erkannte funkelndes Glänzen in seinen Augen, es waren nicht die Augen eines Menschen, Feuer loderte in ihnen und er begann zu begreifen, er war in eine Falle geraten, aus dem eben noch am Boden liegenden Mann verwandelte sich ein Ungetüm, seinem Körper durchfuhr ein Stoß, aus seinen Fingern wurden wulstige knorrige Hände mir Krallen, die allein schon ausreichten um einem Menschen das Herz aus dem Leibe zu reißen, seine Statur begann in die Höhe zu ragen, bis sie Medin um knapp einen Meter überragte, sein Gesicht war geprägt durch eine Schnauze, mit dessen scharfen zähnen er hätte Papierdurchtrennen können, er spürte, wie unterlegen er dieser Bestie war, er hatte keine Chance, er spürte den Hauch seines Atems in seinem Gesicht und seinen scheinbar unstillbares Verlangen nach Blut und war gefangen im Netz der Verzweiflung.
Fortsetzung folgt!
Kommentare
Stefanie schrieb am 2006-05-17 11:37:41:
Schließe mich den Kommentaren an! Bitte mehr Interpunktion und ein paar Absätze wären auch nicht schlecht, denn so ist es anstrengend, die Zeile zu halten.
Inhaltlich interessant, bin gespannt, wie es weitergeht.
daratheis@web.de schrieb:
Hi Scarlett,
eine kleine Horrorszene, interesant beschrieben und endlich lese ich den Text eines Menschen, der das gleiche Problem hat wie ich. Deine Sätze sind unheimlich lang, stellenweise ZU lang, was viele Leser davon abhalten wird, deine Geschichte ganz zu lesen. Ich weiß, aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, hin und wieder einen Punkt zu machen. (*g)
Ich würde dir raten, falls du deine Geschichte noch auf anderen Seiten veröffentlichen willst, lies sie nochmal durch und überleg dir bei jedem Komma, ob nicht doch ein Punkt hin könnte.
"Ächzend viel die Schwerer zweiflügelige kunstvoll geschnitzte Tür der Kathedrale" (Ächzende fiel die schwere Kathedralentür, deren beide Flügel mit kunstvollen Schnitzereien verziert war..) Ein Vorschlag, damit sich die Adjektive vor der Tür nicht so häufen.
Außerdem sind einige Rechtschreibfehler drin, aber ansonsten ganz gut geschrieben.
Liebe Grüße, Lanna
johannes.zapf@VR-Web.de schrieb:
Hi, durch deinen Tipp hab ich jetzt auch mal eine deiner Geschichten gelesen. Mir gefällt sehr gut wie du die Atmosphäre rüberbringst. Man kann sich richtig gut (ich zumindest) in diese alte Kathedrale hineindenken. Aber einwas finde ich nicht an deiner Geschichte, und zwar finde ich sie viel zu kurz, selbst für eine Kurzgeschichte. Du solltest sie noch weiter ausbauen, mehr Details und mehr Informationen, da ich am Ende keine genaue Ahnung hatte was jetzt eigentlich vorgiegangen ist, aber villeicht erklärst du mir das ja in der Fortsetzung, die hoffentlich noch kommt. Ansonsten, ein paar Rechtschreibfehler usw. und ein paar Sätze sind zu lang wie Lanna schon gesagt hat. Aber das finde ich persönlich nicht so schlimm, da ein schlechter Satz keine Geschichte versauen kann. Also, ich hoffe in Zukunft noch mehr von die zu höhren/lesen.
toennis-at-me@t-online.de schrieb:
Hi Scarlett,
eine wirklich gut geschriebene Geschichte. Wobei ich dir von lannas version abraten würde, weil dieses "war" klingt einfach sch***e weil es eine Form von "sein" ist und das kommt sowieso schon so oft vor ... wie wäre es mit "... deren Flügel kunstvolle Schnitzereien zierten..."?
Außerdem ein Logikfehler "Seine Augen zogen Medin fast magisch an" - das ist unmöglich, wenn ein Auge aus der Augenhöhle gerissen ist ;)
Viele Grüße
Raul
iris.raetzke@freenet.de schrieb:
Hey Scarlett,
ich kann mich nur den anderen anfügen. Versuch doch mal, ein bisschen weniger Kommas zu machen...Besser zuwenige als zuviele Kommas. Ein paar Rechtschreibfehler sind auch noch drin. Bevor du diese Geschichte irgendwo anders noch veröffentlichst, lies dir doch noch mal deine Geschichte durch, vielleicht kommst du von selbst auf Stellen die du verändern könntest?!
Ansonsten ist die Geschichte ganz gut, ausser das sie ein bisschen kurz ist.
Gruß Blubb03
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