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Kategorien > Fantasy > Vampire

Die Braut

von Nicolas Giese

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Prolog

Die Dunkelheit schlug über sie ein, wie die Wellen einer starken Brandung. Ihr Herz hörte für einen Augenblick lang auf zu schlagen. Ihr Körper war leer, jegliches Gefühl schien verschwunden zu sein. Nichts war mehr da, nicht einmal die Tränen, die sie sich so sehr wünschte.
Starr stand sie da und blickte in die Gesichter fremder Männer, jener Männer, die ihr vom Tod ihrer Eltern berichteten, vom Tod ihres Bruders und ihrer Schwester. Vom Feuer, das alles was sie jemals kannte, Liebte, in Rauch und Asche verwandelte. Unweigerlich dachte sie an den stürmischen Wind, der laut um das kleine Haus ihrer Cousine wehte. Sie dachte daran wie alles davon flog, weit fort in die weiten der Endlichkeit. Alles was sie hatte zerfiel zu Staub und flog davon. Nichts konnte sie beerdigen, nichts war mehr da.
Sie hörte nur dumpf die tröstenden Worte ihrer Cousine Anna, die harte Stimme deren Ehemannes, der die Männer um mehr Information bat. Sie spürte Annas Berührungen kaum, nahm alles wie durch meterweise Stoff wahr und doch schien es ihr als würden tausende Nadeln sie berühren als eine Hand über ihren Arm fuhr. Erschrocken zog sie diesen fort und wirr glitt ihr Blick umher. Dann wurde es auf einmal still um sie herum, sie hörte nur noch einmal ihren Namen, Nicole, spürte wie ihre Knie nach gaben, wie ihr Blut in ihre Beine sackte und dann sah sie den Boden – schnell kam er auf sie zu…..

Die Kutsche war unbequem und die Fahrt dauerte schon viel zu lange. Sie war müde, alles an ihre schmerzte. Ihr gegenüber, eine ältere Frau mit strenger Kleidung und strengem Blick, starrte sie die ganze Zeit unverhalten an. Früher hätte Nicole die Frau auf ihre Unhöflichkeit hingewiesen, doch nun schwieg sie lieber. Sie hatte keine Lust zu reden, sie hatte zu nichts mehr Lust, nicht einmal zum streiten. Als ihre Cousine und deren Ehemann ihr sagten, zwei Wochen nach der „Beerdigung“, Nicole nannte es lieber die Beisetzung von Luft, das sie zu ihrer Patentante nach Berlin reisen würde, sagte sie nichts. Anna machte sich auf eine Riesen Diskussion gefasst, denn sie wusste das sie diese Frau nicht besonders mochte, doch Nicole nickte und schwieg. Auch als sie sich verabschiedete weinte sie nicht, sie konnte nicht mehr weinen. Sie glaubte es verlern zu haben.
Endlich erreichte sie ihr Ziel. Der Wagen hielt vor einem großen Haus, mit einem kleinen gepflegten Vorgarten, in einer der besseren Gegenden Berlins. Der Tritt wurde nach unten geklappt und die Tür geöffnet. Vorsichtig blickte sie zur Tür hinaus und atmete einmal tief durch. Es würde keine einfache Zeit werden, doch war sie froh zumindest optisch den Erinnerungen entkommen zu sein. Kaum war sie ausgestiegen, wurde die große Eingangstür geöffnet und eine dickliche kleine Frau, stürmte aus dem Haus. Ihr Gesicht schien stundenlang in die Richtige form gebracht worden zu sein und diese begrüßende Geste, mit den weit ausgebreiteten Armen, hatte sie wohl lange üben müssen, denn diese Frau war nicht bekannt für ihre herzliche Art. Ohne dass Nicole sich dagegen wehren konnte umschlangen sie ihre Arme und drückten das zierliche Mädchen fest an ihre volle Brust.
„Herzlich willkommen mein Kind.“
Sagte sie so seltsam dass Nicole am liebsten wieder in die Kutsche gestiegen wäre und die Erinnerungen in Kauf genommen hätte.
Unsanft schob sie ihren völlig überrumpelten Gast wieder etwas von sich und begutachtete sie von Kopf bis Fuß, bevor sie dann hörbar schockiert meinte:“ Herr Gott, du siehst ja schrecklich aus, komm mit ins Haus, bevor die Nachbarschaft dich sieht, wir müssen alle auf unseren Ruf achten.“
Bestimmend schob sie ihre Nichte vor sich her bis sie mit ihr im Haus verschwand. Jetzt schnappte sie ihre Hand und zog sie die Stufen nach oben, über einen langen dunklen Flur entlang bis hin in das letzte Zimmer. Sie schubste die angelehnte Tür auf und erklärte ihr, etwas weniger herzlich:“ Dies ist nun deins. Richte es dir her wie du es möchtest, doch in unserem Haus herrscht immer Ordnung, verleibe dir dies.“
Angeekelt packte sie ihr Kleid und hob es etwas an. Es war nichts besonderes, es war das letzte was sie noch besaß, das was sie noch an ihr Zuhause erinnerte.
„Wir müssen dir wohl neue Kleider machen lassen, etwas das zu diesem Haus und unserem Stand passt. Anna berichtete mir schon, das du nichts mehr besitzt.“
Dann drehte sie sich um und lies sie einfach allein. Immer noch sprachlos, verwundert und erbost über diese Person, stand Nicole im Zimmer. Müde sackte sie auf ihre Knie und saß so eine ganze Weile da, ihr Kopf war leer.
Auf einmal wurde die Tür aufgestoßen und eine Wanne herein getragen. Zwei Mädchen knicksten freundlich lächelnd vor ihr und fühlten die Wanne mit dampfendem Wasser. Dann deuteten sie ihr, das sie sich doch bitte ausziehen möge um sich für eine Feier frisch zu machen.
„Was für eine Feier?“
“Es sind neue Adelige in der Stadt und sie laden halb Berlin ein um sich bekannt zumachen.“
Langsam zog Nicole ihre Kleider aus und als sie sah das eines der Mädchen diese wegbringen wollte sagte sie entsetzt:“ Warte, wo bringst du meine Sachen hin?“
„Die Herrin meinte, wir sollen dies verbrennen.“
“Nein.“
Sagte Nicole lauter als ihr bewusst zu sein schien und riss sie ihr, nackt wie sie war, aus den Händen und drückte sie wie einen Schatz an sich. Entsetzt sah das Mädchen sie an und trat einen Schritt von ihr fort. Entschuldigend erklärte Nicole:“ Bitte nicht verbrennen, ich habe sonst nichts mehr von zu Haus.“
Das Mädchen lächelte einwenig versöhnlich, sie kannte ihre Geschichte und sagte:“ Ich lasse es reinigen und bringe es Euch dann wieder, doch versteckt es gut.“
Nicole nickte und reichte es ihr etwas zögerlich zurück.
Das warme Wasser auf ihrer Haut tat so unbeschreiblich gut und das Rosenöl duftete bis in ihre Seele hinein. Lange brauchte das andere Mädchen um ihre langen roten Locken zu entwirren um sie gründlich waschen zu können. Vor dem wärmenden Kamin kämmte sie diese dann später trocken.
Die Tür ging auf und ihre Tante kam herein, ein Kleid über ihren linken Unterarm tragend. Vorsichtig legte sie es auf Nicoles Bett und meinte:“ Ein Geschenk deiner Cousine, sie freut sich darauf dich später endlich einmal kennen zu lernen. Sie ist ein engelsgleiches Geschöpf, von ihr kannst du viel lernen, was den Umgang anbetrifft.“
Nicole schwieg und starrte in die flammen.
Fast schon sanft packte sie das Haar ihrer Nichte und als sie sprach hörte man einwenig Wehmut in der Stimme:“ Das gleiche Haar wie deine Mutter, Rot wie die aufgehende Sonne, so hat unser Vater es immer beschrieben.“
Auf einmal wurde sie sich ihrer Sentimentalität bewusst, lies es los und meinte abwinken:
„Mutter nannte es immer, das Haar des Teufels, so dick und widerspenstig, wie ihr gemüht.“
„Meine Mutter war ein guter Mensch, wenn auch sie nicht Eurem Bild entsprach. Sie liebte meinen Vater und es reichte ihr das, was er ihr gab.“
„Pah“, jetzt wurde sie wütend:“ Was gab er ihr schon? Ein schuldenvolles Leben, hungrige Mäuler

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Kommentare

Steffi schrieb am 2007-04-25 16:55:14:
Super geschrieben. Bitte schreib weiter, ich kann es kaum erwarten!!
freak schrieb am 2007-04-05 16:22:05:
die geschichte ist wirklich spannend und sehr realistisch geschrieben.
Ich denke mal, viele würden sich freuen, wenn du noch eine Fortsetzung schreiben würdest - ich auch!
Motte schrieb am 2007-01-17 12:44:03:
HALLO HALLO HALLO HALLO HALLO HALLO AN ALLE DIE DIESE GESCHICHTE LESEN!!!!!
Bitte entwschuldigt, dies ist meine Geschichte, ich bin keine zwölf sondern über zwanzig und ein Mädchen, ich habe mich in der Autorenliste vertan und bekomme es nicht geändert. Die Fortsätzung steht dann unter meinem Namen SORRY
Lg Susanna
shara schrieb am 2007-01-17 10:18:49:
ich find, dass du für 12 jahre sehr gut schreiben kannst. ich find deine geschichte hat ein Sinn und ich find sie auch
sehr gut gelungen. ich glaube du kannst später Bücher schreiben, vorallem da du so gern geschichten schreibst!!!
Motte schrieb am 2007-01-16 22:02:11:
Dies ist MEINE Geschichte, bin wohl in der Autorenliste verrutscht...
LG SUSANNA GIEHL
XTRAIL schrieb am 2007-01-15 20:24:56:
Sehr plastich beschrieben, hört sich gut an und liest sich einwandfrei.
Mir gefäll am besten wie ihre Gedanken und Gefühle beschrieben werden und ich bin neugierig darauf,
was sie denn mit dieser Familie zu tun hat.
Also denne, weiter schreiben
Anton schrieb am 2007-01-15 20:22:03:
FORTSÄTZUNG:.........
ich will unbeding wissen wie es weiter geht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
KIKI schrieb am 2007-01-15 19:57:43:
Mich würde es wirklich sehr interessieren!!!

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