Die Damen von Bradshaw (Kapitel 24)
von
Lilli
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und wich von ihr zurück.
Sie schniefte laut und schaute aus dem Fenster: „Aber auf der anderen Seite, wenn er sich tatsächlich verliebt hab, und seine Geliebte ihn auch liebt, dann bin ich diejenige, die den beiden Steine in den Weg legt. Ich würde ihnen sofort den Weg räumen, doch ich glaube dafür bin ich nicht selbstlos genug“ Erst jetzt schaute sie mich an und sofort weiteten sich ihre Augen: „Aber warum weinst du denn, Lilli-Liebes“
Verwundert wischte ich mir über die Wangen. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich geweint hatte. Jetzt musste ich mir schnellstens wieder etwas ausdenken. „Es tut mir nur so Leid“ murmelte ich. „Ich finde es nicht schön, wenn jemand so unglücklich ist“
Leise begann Jane zu kichern: „Ich wusste zwar, dass du melancholisch bist, Lilli… Aber sensibel?“ Sie nahm mich herzlich in den Arm und ich konnte nur traurig lächeln.
Was war ich bloß für eine Freundin?!
„Mir wird beim Rückwärtsfahren schlecht“ meinte ich und setzte mich wieder auf die andere Seite.
Janes Eltern schienen etwas weiter außerhalb von London zu wohnen, denn wir brauchten länger mit der Kutsche, als damals, als ich mit Zero zur Oper ging.
Zero! Ich hatte den Zettel, den er mir gegeben hatte komplett vergessen. Unauffällig zerrte ich ihn aus der Tasche meines dunkelblauen Kleider. Ich klappte den Zettel auseinander:
Liebste Lilli,
es tut mir Leid, doch ich hatte noch nicht die Chance mit meinem Vater oder meiner Mutter zu reden. Wir müssen wohl noch warten. Mein Vater hat in letzter Zeit ein paar Probleme und ist daher sehr reizbar. Es gab nie einen günstigen Zeitpunkt, an dem er mich nachdem ich ihm alles gesagt hätte, nicht getötet hätte.
Dann hatte er mehrer Absätze mit eingebaut bevor er weiter schrieb. Ich konnte auch einige Tintenflecke erkennen, dennoch wunderte ich mich über seine schöne Handschrift.
Ich hoffe ich treffe dich morgen Abend zum Maskenball. Natürlich hoffe ich auch, dass deine Freundinnen dabei sein werden.
Gelogen. So gut kannte ich ihn schon. Ich musste schmunzeln. Dann folgten wieder ein paar Absätze.
Ich glaube, ich liebe dich, Lilli.
Viele Grüße, Zero
Ich musste schmunzeln und faltete den Zettel hastig zusammen. Doch Jane hatte mich anscheinend gesehen.
„Was hast du denn da?“ fragte sie neugierig.
„Nichts“ sagte ich ohne aufzuschauen und packte den Zettel zurück. „Nur ein altes Ding, ein alter Brief von einem Kindheitsfreund“ Ich lächelte sie an und Jane nickte, als die Kutsche hielt.
Sofort strahlte Jane wieder: „Wir sind da!“
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Kommentare
Vany schrieb am 2010-04-12 17:25:54:
ich liebe deine geschichten<3
freue mich auf die nächsten kapitel (:
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