Die Damentoilette am Bahnhof
von
malli
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Die Feder
Dies ist nur der Anfang einer Geschichte, doch bei guten Kritiken werde ich auch ein Ende schreiben. Ich bitte Sie dieses zu berücksichtigen...
Die Kinder fielen nicht weiter auf und zogen auch sonst keine Aufmerksamkeit auf sich. Es war eine kleine Gruppe, die aus drei Mädchen und drei Jungen, alle unterschiedlichen Alters bestand. Sie hatten nicht viel Gepäck bei sich, der größte Junge hielt einen Rucksack fest umklammert, die Mädchen hatten nur dünne Taschen und hielten die zwei kleineren Kinder an der Hand. Ein anderer, vielleicht der Älteste von allen, betrachtete interessiert die Zugfahrkarte, nachdem er einen schweren Lederkoffer neben sich abgestellt hatte. Das kleinste Kind schmiegte sich an einen alten Teddybären , während ein Mädchen mit braunen Haaren und einer dünnen blauen Bluseauf sie einredete und sich dann verstört aufrichtete um sich suchend umzusehen.
Überhaupt schienen alle sehr nervös zu sein, sie ließen ihre Blicke immer wieder über die Menschenmassen auf dem Bahnhofsgelände gleiten. Nach kurzer Zeit hatte der Älteste, ein gutaussehender Junge von vielleicht 18 Jahren, die richtige Linie gefunden und ohne zu sprechen zogen die Kinder weiter.
Schnellen Schrittes gingen sie auf das Gleis 6 zu, als das kleine Mädchen anfing zu weinen.
Die älteren Mädchen konnten die Kleine nicht beruhigen, fuhren nach einigen Worten der Kleinen erschrocken zusammen. Mit nur einem Blick erfassten die Jungen die Situation, nahmen das kleine Mädchen und den Jungen auf den Arm und stoben auseinander. In weniger als fünf Sekunden waren alle sechs von der Bildfläche verschwunden und hatten sich unter die Menge gemischt.
Das Mädchen mit der blauen Bluse stand verloren in einer Ecke und las eine Zeitung, die sie allerdings falsch herum hielt. Über den Rand der Zeitung sah sie einige Mütter, die ihren Kinderwagen vor sich herschoben. Das nächste, was ihr auffiel, waren nervöse Männer mit ihren Aktenkoffern. Suchend blickte sie nun um sich her, sie hoffte einen ihrer Begleiter zu sehen, doch sie war ganz allein.
Hätte sie gewusst, dass eine Tür weiter die Mädchentoilette war, und sich dort ihre Freundin mit den schwarzen Haaren versteckte, hätte sie sich sicher gefühlt. Nachdem die Mütter und die Männer außer Sichtweite waren, fanden die Kinder sich schnell wieder ein. Sie sprachen nicht, aber ihre Mimik verriet äußerste Konzentration. Immer wieder trennten sie sich, um nur noch zu zweit oder zu dritt zusammen zu laufen und nicht so viel Aufmerksamkeit zu erregen.
Als das kleine Mädchen jedoch am Ärmel des Größeren zupfte, beugte diese sich liebevoll herab. "Madeleine, ich muss mal..." Madeleine berührte den Ältesten am Arm und deutete dann auf das leuchtende WC-Schild. Er nickte kurz und begleitete die beiden dann zur Damentoilette.
"Und bitte, Madeleine, beeilt euch.", sagte er noch, bevor sich die Tür hinter ihnen schloss.
Es dauerte eine ganze Weile, bis der Junge die Tür zur Damentoilette öffnete und nach seinen Bekannten rief: "Madeleine? Sophie? Alles okay?" Er bekam keine Antwort, nervös ging er zu seinen Freunden zurück und berichtete. "Bitte Sybilla, du musst noch einmal nachsehen, ob sie da sind." Das Mädchen mit den schwarzen kurzen Haaren nickte und verschwand in derToilette, während die Jungen sie jedoch bei offener Tür nicht aus den Augen ließen. Sie kam mit Tränen in den Augen wieder heraus und schluchzte. "Was sollen jetzt tun Edward? Sie sind weg." Edward drückte mit Daumen und Zeigefinger seinen Nasenrücken und schloss die Augen. Der kleine Junge schaute fragend zu den Größeren hoch: "Heißt das, dass sie sie haben?" Der Größte nickte stumm. Edward atmete langsam aus, es lag nun an ihm, was zu tun war. "Sybilla", fragte er plötzlich, "Ist dir irgendetwas aufgefallen?" Als sie verneinte, überlegter er weiter: "Ich frage mich, wie sie sie herausgebracht haben. Ich stand doch die ganze Zeit vor der Tür. Es muss einen zweiten Ausgang gebe! Hast du so etwas nicht gesehen? Eine Tür, oder irgendwas?" Sybilla schüttelte wieder den Kopf und schaute dann ins Leere.
"Das heißt dann wohl, dass wir ohne sie weiter müssen....", entgegnete Edward. "Nein! Das können wir nicht machen! Sie gehören doch zu uns!", stammelte Sybilla und war den Tränen nah.
"Chris sag doch auch was! Das geht doch nicht ohne sie weiter! Das schaffen wir nicht!" Edwards Gesichtausdruck wurde hart, er dachte an Madeleine, er liebte sie und jetzt war sie gefangen. Bestimmt raunte er Chris zu, dass dieser seine Freundin ermahnen solle nicht so laut zu reden. Nervös blickte er sich um und ging dann wütend zum Ausgang. David, der kleine Junge, kam fast nicht mit seinen kurzen Beinchen hinterher. Nachdem sie draußen an der kalten Luft standen, sahen sie einige Zeit auf die vielen Autos und hielten sich ihre Mäntel fester zu. Sybilla sprach als erstes: "Und nun?"
"Wir suchen eine Bleibe!" , antwortete Edward.
"Hier? Das ist eine Großstadt!"
Edward nickte und ging dann auf einen Bettler zu.
Nachdem dieser ihm gesagt hatte, dass das Jugendzentrum nur eine Straße weiter sei, verstanden die anderen auch, was Edward vor hatte.
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Kommentare
hilli schrieb am 2009-09-29 19:11:50:
echt geil geschriebn
su schrieb am 2006-11-23 19:21:17:
man, die Geschichte ist toll!! Wann kommt die Fortsetztung???
karl schrieb am 2006-11-16 15:49:51:
Ich finde die Geschichte echt toll, du hast die Spannung gut aufgebaut und hast einen tollen Erzählstil!
Ich wollte aber noch sagen, es wurde in der Geschichte geschrieben, dass es sich um sechs Personen handelt!
Du hast also alles richtig gemacht! Freue mich schon auf die Fortsetztung, die sicher genauso spannend wird!
Bis zum Ende ; )
Jojo :-D schrieb am 2006-11-11 12:06:17:
COOOL! Mach weiter! TheConspiracy ist nur so 250 seiten länger... :-D *grins*
cinnamon schrieb am 2006-11-07 17:13:11:
Hey ich bins nochmal
hab was vergessen -grins-
ich würde den Titel noch ändern
du kannst den jetztigen ja als unterüberschrift verwenden,
aber als titel finde ich ihn nicht aussagekräftig genug
lg nochmal
cinnamon schrieb am 2006-11-07 17:11:13:
Also ich finde deine Geschichte hoch interessant!!!
Freu mich schon wenn es weiter geht.
Ich habe, wie ja gewünscht, deine Geschichte besonders Aufmerksam gelesen, damit
ich dir auch ein paar anhaltspunkte geben kann.
1, Ich würde bevor Madeleine verschwindet, bzw als sie und Edward miteinander sprechen
irgendetwas inniges einbaut, z.B: dass sie sich anlächeln, kurz berühren, fest in die Augen sehen,
etwas damit man merkt, dass siese zwei sich besondes mögen
das ist nur so ne kleine Anmerkung
2. Ich würde vielleicht erwähnen, wieviele Kinder es sind, dass du einem die Charaktäre später
schon näher bringen wirst ist mir schon klar, aber eine Anzahl wär nicht schlecht, sonst ist
es ein bisschen verwirrend.
Und wow, ich bin ja eher ein Kurzgeschichten schreiber und auch leser und dass
du "so lange" über die Geschehnisse oder Beobachtungen am Bahnhof schreiben kannst
ohne, dass es langweilig wird, beeindruckt mich.
Weiter glaube ich, dass deine Geschichte einen grandiose, originellen, ungewöhlich
(das ist sehr positiv gemeint) inhalt hat,
und ich hoffe dass es blad weiter geht!!!
lg Cin
holzpferd schrieb am 2006-11-05 11:13:40:
Also es ist nicht schlecht geschrieben, aber aus welcher Sicht? Diese vielen vielleichts und bestimmts.. ist es ein Spion, der diese Kinder beobachtet ?! Und doch hört er fast jedes Wort, aber es ist nicht aus der normalen Sicht eines Autors geschrieben, denn dafür sind diese ganzen vielleichts, etc. nicht typisch.
Also zusammengefasst geht es um eine Gruppe von Kindern, die anscheinend/vielleicht/bestimmt gesucht werden
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