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Kategorien > Fantasy Liebes Drama > Liebe

Die Eisprinzessin - Prolog

von LunaLoo

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Prolog

Weit weg von unserer Erde, in einer Welt, die uns nicht bekannt ist, und uns auch niemals bekannt sein wird, thront hoch oben auf einem Berg, der voller Eis und Schnee ist, die Festung der Eiskönigin.
Von jedem gefürchtet, von jedem verhasst, und doch von jedem respektiert herrscht sie über den ihr zugesprochenen Teil: die eisige Landschaft.
Nie wird es dort warm sein, nie wirklich hell, solange die Eiskönigin herrscht. Und jeden Morgen, wenn sie an ihr Fenster aus Eis tritt und hinaus schaut, kann sie über das gesamte Land sehen, bis zu dem Ort, wo die Sonne alles mit ihren orangen Strahlen ertränkt. Dort, wo es warm ist, dort wo es niemals dunkel wird. Dort, wo der Sonnenkönig herrscht. Dort, wo ihre Macht endet.
Die Grenze wurde eindeutig gesetzt und weder der Eiskönigin, noch dem Sonnenkönig ist es erlaubt diese Grenze zu überschreiten. Doch dieses Gesetz wird schon lange, weder von dem Sonnenvolk, noch von der Eisnation gebilligt.
Und auch die Eiskönigin ist es leid mit ansehen zu müssen, wie der Sonnenkönig, den Teil des Landes besitzt, den sie auch noch gerne hätte.
Sie wollte mehr. Mehr Macht, mehr Autorität, mehr Befehlungsgewalt. Sie wollte über die gesamte, ihr bekannte Welt regieren. Sie wollte alles vereist sehen. Sie hatte es satt, jeden Morgen die fröhlich aussehenden Sonnestrahlen erkennen zu müssen.
Sie wollte das Sonnenland vernichten. Und vor allem ihren König.
Wütend wie noch nie, zog sie die eisblauen Vorhänge ihres Schlafgemachs zu und sperrte damit die Sonnenstrahlen aus, die sie geweckt hatten.
Während sie ihren Morgenmantel anzog und durch die Dunkelheit ihres Palastes stürmte und jeden, der ihr entgegen kam, mit einem tötenden Blick strafte, dachte sie darüber nach, was sie einst gelesen hatte.
Es gab ein Mädchen, ein Mädchen irgendwo in dieser Welt, mit Augen blau-grau wie das Eis, mit der Macht, die beinahe die der Königin überragte. Aber eben nur beinahe.
Doch sie besaß die Gabe, alles in Eis verwandeln zu können. Und das konnte noch nicht einmal die selbsternannte Eiskönigin.
Die Königin stürmte in die Bibliothek und riss das ihr wohlbekannte Buch aus dem Regal und schlug die Seite auf, die sie fast auswendig konnte.
„Die Eisprinzessin“ las sie laut vor und schaute auf das vor Jahrhunderten gemalte Bild einer jungen Frau: schwarzes Haar, eisige Augen, mit einem silbernen Herzmedaillon um den Hals und elegant, wie es noch nicht einmal die Eiskönigin selber war.
Wenn sie ihr nicht von Nutzen sein könnte, würde sie sie aus Neid und Eifersucht hinrichten lassen.
„Nur die Eisprinzessin besitz die Magie des ewigen Eises und die Macht der Vernichtung der ewigen Sonne. Nur sie hat die Macht alles zerstören zu können. Doch besitzt sie auch die Macht, das Gleichgewicht zwischen Sonne und Eis aufrechtzuerhalten… Bla, bla, bla“ An dieser Stelle schloss die Eiskönigin das Buch immer mit einem lauten Knall.
Ihr ging es nicht darum, das Gleichgewicht zwischen ihr und dem Sonnenkönig aufrechtzuerhalten, oder wieder herzustellen. Die Eiskönigin wollte die endgültige Vernichtung des Sonnekönigs und seinem Reich.
„Grachalas!“ brüllte sie so laut, dass sogar die Gefangenen im Kerker es hören konnten. Ihre klare und dennoch raue Stimme hallte zwischen den Eiswänden wieder, und auch das ungeduldige klappern mit der Fußspitze auf dem kalten Boden warf seine Echos zurück.
Bevor die Königin ein zweites Mal brüllte, erschien ein kleiner, rundlicher Mann in der Bibliothek. Seine Augen schauten verschlafen und die Zipfelmütze auf seinem Kopf, die er immer beim schlafen trug, hing im quer über den halb glatzigen Schädel. „Jawohl, eure Majestät. Was kann ich für sie…“
Doch sie ließ ihren Boten nicht ausreden. Wieder klappte sie das Buch auf und riss die gewünschte Seite heraus. Sie hielt es Grachalas vor die Nase: „Holt mir dieses Mädchen“
„Aber, eure Majestät. Das Bild ist bestimmt Jahrzehnte alt. Es wird unmöglich sein…“ Wieder wurde er unterbrochen.
„Das ist mir egal! Ich will die Eisprinzessin und ihr Medaillon!“
„Wir haben keinerlei…“
„Grachalas! Es ist mir egal, wie ihr sie kriegt, oder ob es einfach wird, oder nicht. Ich will dieses Mädchen, und das ist alles, was ich dazu zu sagen haben“
„Jawohl, eure Majestät“ Grachalas verbeugte sich tief und verließ rückwärts den eisigkalten Raum. Seufzen schloss er die Tür hinter sich und schüttelte mit dem Kopf, während er sich die herausgerissene Buchseite ein zweites Mal anschaute. Sie würde ihn köpfen lassen, wenn er ihr diese Eisprinzessin nicht brachte.
Nach den Gründen, weshalb die Königin an ihr interessiert war, fragte er gar nicht. Das war ihm auch egal.
Wichtig war: Die Eiskönigin wollte das Mädchen!

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Kommentare

Lulu schrieb am 2010-11-11 20:47:38:
Interessanter Anfang,freue mich auf Fortsetzung

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