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Kategorien > Fantasy > Zwischenmenschliches

Die Entführung im Wald

von Andre Schuchardt

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umdrehte, stand dort in der Ferne Lattir, unter einem moosbewachsenen alten Baum. Attahir machte sich den Weg den grünen Hügel hinauf. Es erschien leicht wie nie zuvor.

„Lattir, es geht dir gut!“ freute sich Attahir, als sie sich gegenüberstanden.

„Wie man es nimmt“, lächelte die Frau, „doch ich bin nicht hier. Du findest mich in Borhatt. - Du hast noch eine Aufgabe!“

„Was?“entfuhr es Attahir, doch da verschwand der Boden und machte völliger Schwärze Platz.



„Attahir, wo sind wir?“ fragte Hoccamar.

„Ich weiß es nicht“, kam die Antwort. – Und dann: „Ich dachte, du seist tot.“

„Das dachte ich von dir auch“, antwortete Hoccamar.

Und sie sahen sich an und berührten sich – und fielen sich in die Arme.

„Aber wir haben eine Aufgabe“, sprach Attahir nach scheinbaren Stunden des frohen Wiedersehens.

Hand in Hand gingen sie auf die düstere Burg in den Berg vor ihnen zu. Niemand hielt sie auf und niemand sah oder überlebte sie.

ENDE


Kommentar



Lattir Lôrvattz aus Gêmitzter ist bekannt als Ziehmutter des Dittoril Occorscil aus Dôrhattz, des Mannes, der aus Demirus, dem Teil von Lurruken, bei dessen Untergang ein eigenständiges Land machte und als erster Scatte in die Geschichte einging. Seine Eltern verlor er früh. Nicht allein wegen Lôrvattz entstand die gerade vorgetragene Mär, bestand sie doch Zeit ihres Lebens darauf, in ihrer Zelle in Borhatts Burg damals die Geister ihrer ehemaligen Mitgefangenen beobachtet zu haben, wie sie allein alle Räuber in der Burg töteten und die anderen Gefangenen befreiten.

Tatsache ist jedenfalls, dass Occorscils Eltern zu dieser Zeit unweit ihres Hauses gefunden wurden; ebenso wie das Reich von Lûch Monate später, als es endlich aus Dracgmoyrch seinen Angriff auf Borhatt wagte, nur eine leerstehende Burg vorfand.

Heutzutage ist die Burg Heimat des bekannten Künstlers Cannslach, welcher hier, wie er es nennt, der Natur ihre wildeste Seite aus unmittelbarer Nähe erleben will. Geistern aber ist er nie begegnet, so berichtet er.



Solero y Cyprilla, Toljidarin

Karison, Ojútolnán, 11.08.3994

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